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Ideen, Perspektiven und Bausteine für eine Bauakademie: Ausstellung im Ernst-Reuter-Haus präsentiert die Beiträge zum Programmwettbewerb

Ausgabejahr 2018
Datum 20.06.2018

Am 20. Juni 2018 wurde im Ernst-Reuter-Haus die Ausstellung der Beiträge zum interdisziplinären Programmwettbewerb für die zukünftige Bauakademie in Berlins historischer Mitte eröffnet. Das Preisgericht hatte fünf gleichwertige Preise vergeben. Anlässlich der Ausstellungseröffnung stellten die Preisträger ihre Beiträge nun persönlich vor. Mit dem Programmwettbewerb wurden neue Wege beschritten, um Ideen, Perspektiven und inhaltliche Bausteine für eine künftig national und international wirkende Bauakademie zu sammeln. Auslober des Wettbewerbs war das Bundesbauministerium, vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Den sehr unterschiedlichen Konzepten der fünf Preisträger ist gemeinsam, dass sie sich auf die inhaltliche Konzeption konzentrieren mit dem Ziel, den Diskurs über Architektur und Stadtentwicklung stärker in der Gesellschaft zu verankern. Die Bandbreite der prämierten Ideen reicht dabei von einer detaillierten, in Bausteine gegliederten Programmstruktur, wandelbaren Raumstrukturen als Abbild gesellschaftlicher Prozesse, über einen Kubus historischen Ausmaßes mit 40 Prozent Freiraum, der Idee der Bauakademie als Katalysator innerhalb eines lebendigen Netzwerks bis hin zur Entstehung des Gebäudes als Performance.

Die Ergebnisse des Programmwettbewerbs sind Grundlage für einen offenen Realisierungswettbewerb, der nach der für Herbst 2018 geplanten Gründung einer Träger-Institution für die Bauakademie ausgelobt werden soll.

 Zur Ausstellungseröffnung stellten die fünf Preisträger ihre Arbeiten vor und stellten sich gemeinsam mit Jurymitgliedern und Auslobern den Fragen der Gäste Preisträger im Programmwettbewerb Neue Bauakademie Berlin Zur Ausstellungseröffnung stellten die fünf Preisträger ihre Arbeiten vor und stellten sich gemeinsam mit Jurymitgliedern und Auslobern den Fragen der Gäste Quelle: BBR

Am Standort der historischen Bauakademie Karl Friedrich Schinkels in Berlin-Mitte will das Bundesbauministerium einen Ort schaffen, an dem sich die verschiedenen Aspekte des nachhaltigen Planens und Bauens sowie der Stadtentwicklung anschaulich darstellen lassen. Zugleich soll das zu errichtende Bauwerk auch Raum für eine lebhafte gesellschaftliche Diskussion bieten.

Um das Profil der zukünftigen Bauakademie zu schärfen und die mannigfaltigen Ansprüche zu sondieren, die zuvor in drei öffentlichen Foren behandelt worden waren, wurde in einem ersten Schritt ein Programmwettbewerb ausgelobt. Mit diesem bewusst sehr offen gehaltenen Verfahrensschritt geht der Bund neue Wege, da zunächst nicht die architektonische Gestalt im Mittelpunkt steht, sondern die Konzeption des Hauses selbst. Ziel des Programmwettbewerbs unter dem Motto "So viel Schinkel wie möglich" war es, unter Einbeziehung von Forschung, Planung, Bauen, Handwerk und Bildung fachübergreifend unterschiedlichste Nutzungskonzepte zu untersuchen und darzustellen.

Verfremdete Ansicht der historischen Schinkelschen Bauakademie Ein Poster der historischen Schinkelschen Bauakademie kann am Ende der Seite heruntergeladen werden. Quelle: bpk Bildagentur / Bildbearbeitung: BBR

Die Auslobung des Programmwettbewerbs hatte sich an Ausstellungs-, Veranstaltungs- oder Kulturmanager sowie an Architekten und Ingenieure aller Fachrichtungen gerichtet, wobei interdisziplinäre Teams ausdrücklich empfohlen waren. Insgesamt hatten 78 Teilnehmerteams Beiträge zu dem international und offen ausgeschriebenen Wettbewerb eingereicht.

Zu sehen ist die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten noch bis 6. Juli 2018, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Ernst-Reuter-Haus, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin.

Weitere Informationen:

Wettbewerbsergebnisse mit Preisgerichtsprotokoll und Beurteilungen des Preisgerichts

Pressemitteilung vom 07.05.2018 zur Entscheidung im Programmwettbewerb

Pressebilder der Preisträger

Pressebilder der Anerkennungen

Zusatzinformationen

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