Anwendung und Überprüfung eines Orientierungs- und Handlungsrahmens zur zukunftsfähigen Entwicklung historischer Städte in den neuen Ländern
Konzept
Die Anwendung des 1999 und 2000 vom IRS erarbeiteten Orientierungs- und Handlungsrahmens wurde in fünf gemeinsam mit der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz ausgewählten Städten überprüft. Zu ihnen zählen:
- Eisenach im Freistaat Thüringen,
- Freiberg im Freistaat Sachsen,
- Fontanestadt Neuruppin in Brandenburg,
- Quedlinburg in Sachsen-Anhalt und die
- Hansestadt Wismar in Mecklenburg-Vorpommern.
Die ausgewählten Städte haben alle entsprechend ihrer länderspezifischen Vorgaben Integrierte Stadtentwicklungskonzepte als Grundlage eines langfristigen Stadtumbaus erarbeitet und damit am Bundesweiten Wettbewerb 2001-2002 "Stadtumbau Ost - für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen" teilgenommen. Alle fünf Städte definieren die historische Innenstadt bzw. die Altstadt als vorrangigen Schwerpunkt für die Aufwertung innerhalb ihres Gesamtkonzeptes.
Anhand erster konzeptioneller Ansätze in den ausgewählten Städten sollten aktualisierte Aussagen
- zum Leerstand in historischen Städten,
- zum Problem der Förderung bei abnehmender kommunaler Finanzkraft und
- zu städtebaulichen Fragen eines künftigen Hochwasserschutzes getroffen werden.
Die Behandlung der Aspekte 1 und 2 ergab eine erste Zusammenfassung von aktuellen Erkenntnissen und Erfahrungen bei der Planung und Umsetzung von Umbaukonzeptionen insbesondere mit Blick auf die Innenstadtentwicklung im Stadtumbauprozess. Diese basieren auf einer Analyse der Integrierten Stadtentwicklungskonzepte in den fünf Beispielstädten. Außerdem wurden Experteninterviews in den fünf untersuchten Städten geführt.
Die dargestellten Überlegungen und ersten Ansätze für einen vorbeugenden Hochwasserschutz in den betroffenen bzw. gefährdeten Kommunen resultieren aus den Erfahrungen der Städte, die am von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz initiierten bundesweiten Wettbewerbs 2001/2002 "Leben in historischen Innenstädten - Zukunft für urbane Zentren und Räume" teilnahmen.
