Berliner Stadtschloss/Humboldt-Forum
Neubau für kulturelle und wissenschaftliche Zwecke
Wettbewerbsbeitrag Franco Stella
Quelle: Torsten Seidel, Berlin
Projektdaten, Stand Juni 2010:
| Hauptnutzfläche | 40.000 qm |
| davon: | |
| Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Staatliche Museen Berlin | 24.000 qm |
| Zentral- und Landesbibliothek | 4.000 qm |
| Humboldt-Universität | 1.000 qm |
| Agora | 11.000 qm |
| Kostenrahmen | 552 Mio. Euro |
| davon: | |
| Bund | 440 Mio. Euro |
| Land Berlin | 32 Mio. Euro |
| erwartetes privates Spendenaufkommen | 80 Mio. Euro |
Das Konzept für das Humboldt-Forum basiert auf der vom Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz entwickelten Idee, im Zentrum Berlins Zeugnisse aus den verschiedenen Kulturkreisen der Welt mit Exponaten aus der Wissenschaftsgeschichte zusammenzuführen, um den Dialog von Kunst und Wissenschaft zu fördern. Dafür ist vorgesehen, das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst aus Dahlem in der Mitte der Stadt anzusiedeln und diese Sammlungen gemeinsam mit einer Auswahl aus den wissenschaftlichen Archiven der Humboldt-Universität und geeigneten Beständen der Zentral- und Landesbibliothek zu präsentieren. Die Vermittlungstätigkeit der Museen und Bibliotheken soll zusätzlich durch ein reichhaltiges Kulturangebot aus künstlerischen Darbietungen, Film- und Tonvorführungen multimedial erweitert werden.
Der Deutsche Bundestag hat im Juli 2002 beschlossen, das von der internationalen Expertenkommission "Historischen Mitte Berlin" empfohlene Nutzungskonzept aufzugreifen und für dessen Umsetzung die Orientierung an der Stereometrie des Berliner Schlosses vorzusehen. Gleichzeitig stimmten die Abgeordneten mit großer, fraktionsübergreifender Mehrheit für die Wiedererrichtung der Barockfassaden auf der Nord-, West- und Südseite sowie im Schlüterhof des ehemaligen Berliner Schlosses.
Im November 2007 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages dem vorgegebenen Kostenrahmen in Höhe von 552 Millionen Euro zugestimmt.
Mit diesen Vorgaben wurde 2008 ein internationaler Realisierungswettbewerb durchgeführt, aus dem Professor Franco Stella als erster Preisträger hervorging.
Sein Entwurf, mit drei nach historischem Vorbild geplanten Außenfassaden und dem Schlüterhof, wird dem gewachsenen Zentrum Berlins den eigentlichen Mittelpunkt zurückgeben. Der Berliner Dom, das Alte Museum, der Schlossplatz und die Straße unter den Linden erhalten ihre Orientierung zurück. Die Agora - eine gemeinsame Veranstaltungszone der Nutzer - ist als attraktiver Ausstellungs- und Veranstaltungsort vorgesehen, der durch Restaurants, Cafés, Buchläden und Shops ergänzt wird. Mit der Idee des Schlossforums wird eine in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete öffentliche Durchwegung geschaffen.
Die vom Bund gegründete gemeinnützige Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum ist Bauherrin der Baumaßnahme. Sie bündelt die Interessen der Nutzer als koordinierender Partner und wirbt um Spenden für die Wiedererrichtung der historischen Fassaden und für den Bau des Gesamtprojektes.
Die planerische und bauliche Betreuung der Baumaßnahme erfolgt durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat IV 1.
