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Berliner Schloss/Humboldt-Forum

Neubau für kulturelle und wissenschaftliche Zwecke

Wettbewerbsbeitrag Franco StellaWettbewerbsbeitrag Franco Stella
Quelle: Torsten Seidel, Berlin

Projektdaten, Stand September 2011:

HAUPTNUTZFLÄCHE 41.000 qm
davon:
Stiftung Preußischer Kulturbesitz/Staatliche Museen zu Berlin 22.500 qm
Zentral- und Landesbibliothek4.000 qm
Ausstellung Humboldt-Universität Berlin1.000 qm
Zentraler Veranstaltungsbereich "Agora"13.500 qm
KOSTENRAHMEN590 Mio. Euro
davon:
Anteil Bundeshaushalt478 Mio. Euro
Finanzierungsbeteiligung des Landes Berlin32 Mio. Euro

Private Spenden für historische Fassaden

80 Mio. Euro

TERMINZIELE
Baubeginn GründungMärz 2012
Grundsteinlegung 2013
Bauliche Fertigstellung2018
Eröffnung2019


Das Konzept für das Humboldt-Forum basiert auf der vom Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz entwickelten Idee, im Zentrum Berlins Zeugnisse aus den verschiedenen Kulturkreisen der Welt mit Exponaten aus der Wissenschaftsgeschichte zusammenzuführen, um den Dialog von Kunst und Wissenschaft zu fördern. Dafür ist vorgesehen, das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst aus Dahlem in der Mitte der Stadt anzusiedeln und diese Sammlungen gemeinsam mit einer Auswahl aus den wissenschaftlichen Archiven der Humboldt-Universität und geeigneten Beständen der Zentral- und Landesbibliothek zu präsentieren. Die Vermittlungstätigkeit der Museen und Bibliotheken soll zusätzlich durch ein reichhaltiges Kulturangebot aus künstlerischen Darbietungen, Film- und Tonvorführungen multimedial erweitert werden.

Der Deutsche Bundestag hat  im Juli 2002 beschlossen, das von der internationalen Expertenkommission "Historische Mitte Berlin" empfohlene Nutzungskonzept aufzugreifen und für dessen Umsetzung die Orientierung an der Stereometrie des Berliner Schlosses vorzusehen. Gleichzeitig stimmten die Abgeordneten mit großer, fraktionsübergreifender Mehrheit für die Wiedererrichtung der Barockfassaden auf der Nord-, West- und Südseite sowie im Schlüterhof des ehemaligen Berliner Schlosses.

Im November 2007 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages dem vorgegebenen Kostenrahmen in Höhe von 552 Millionen Euro zugestimmt.

Mit diesen Vorgaben wurde 2008 ein internationaler Realisierungswettbewerb durchgeführt, aus dem Professor Franco Stella als erster Preisträger hervorging.

Sein Entwurf, mit drei nach historischem Vorbild geplanten Außenfassaden und dem Schlüterhof, wird dem gewachsenen Zentrum Berlins den eigentlichen Mittelpunkt zurückgeben. Der Berliner Dom, das Alte Museum, der Schlossplatz und die Straße unter den Linden erhalten ihre Orientierung zurück. Die Agora - eine gemeinsame Veranstaltungszone der Nutzer - ist als attraktiver Ausstellungs- und Veranstaltungsort vorgesehen, der durch Restaurants, Cafés, Buchläden und Shops ergänzt wird. Mit der Idee des Schlossforums wird eine in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete öffentliche Durchwegung geschaffen.

Die vom Bund gegründete gemeinnützige Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum ist Bauherrin der Baumaßnahme. Sie bündelt die Interessen der Nutzer als koordinierender Partner und wirbt um Spenden für die Wiedererrichtung der historischen Fassaden und für den Bau des Gesamtprojektes.

Die planerische und bauliche Betreuung der Baumaßnahme erfolgt durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat IV 1.

Die haushaltsmäßige Anerkennung der geprüften EW-Bau durch das Bundesfinanzministerium erfolgte am 13.07.2011 mit einer Kostenobergrenze von 590 Mio. EUR.

Nach Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum werden derzeit vorgezogene Planungs- und Bauleistungen wie z.B. für die Muster- und Rekonstruktionsfassaden bearbeitet. Die ersten Modelle des Fördervereins Berliner Schloss e.V. sind in der „Schlossbauhütte“ in Berlin Spandau eingelagert worden. Im August 2011 haben die ersten Bildhauer ihre Arbeiten in der Schlossbauhütte aufgenommen. Am 27.09.2011 hat Herr Staatsekretär Scheuer (BMVBS) die Schlossbauhütte eröffnet. Die archäologischen Arbeiten auf dem Baufeld werden fortgesetzt. Der Schlosskeller soll entsprechend den Abstimmungen mit dem Landesdenkmalamt als „Archäologisches Fenster“ integriert werden.



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