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Kunst für den Deutschen Bundestag   

Die Berliner Künstlerinnen Sabine Hornig und Karin Sander wurden in zwei Kunst-am-Bau-Wettbewerben für Gebäude des Deutschen Bundestages jeweils mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge ist noch bis zum 28. Juli im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung zu sehen.

Die Künstlerinnen Sabine Hornig und Karin Sander vor einer Präsentation ihrer Wettbewerbsbeiträge Kunst am Bau für den Deutschen BundestagDie Künstlerinnen Sabine Hornig und Karin Sander (von links) Quelle: BBR/Fotograf: Jochen Wermann

Berlin. Mit ihrer Arbeit "Café Schadow" konnte die Berliner Künstlerin Sabine Hornig im Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die künftige Kantine mit Cafeteria im geplanten Neubau des Deutschen Bundestages in der Schadowstraße 4 überzeugen. Der künstlerische Entwurf legt den Schwerpunkt auf die Gestaltung der Glasfassade von Kantine und Cafeteria im Erdgeschoss und schließt Vorschläge für die Möblierung mit ein. Motive aus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sollen als gerasterte Fotografien im Siebdruckverfahren auf das Glas aufgebracht werden, ohne den Durchblick zu verhindern.

Für die Gestaltung des Foyers und zentralen Treppenraums der Liegenschaft in der Neustädtischen Kirchstraße 4-5 wurde die Berliner Künstlerin Prof. Karin Sander für ihre gläserne Rauminstallation "Transparenzsäule" mit dem ersten Preis bedacht. Die Arbeit überzeugte die Jury durch "konzeptionelle Strenge und kongeniale Einfachheit". Die gebäudehohe Skulptur aus einer Glasröhre im zentralen Treppenraum ist auf jeder Büroetage mit einem Sicherheits-Aktenvernichter verbunden, an dem die Mitarbeiter/innen ihre Akten nach unterschiedlichen Sicherheitsstufen entsorgen. Durch die Partizipation der Nutzer entsteht die Sichtbarmachung eines Kreislaufes aus getaner Arbeit, verworfenen und neu gefassten Gedanken. Die Jurys der beiden Wettbewerbe empfahlen die Arbeiten zur Realisierung.

Am 10. Juli 2017 haben die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth MdB, und die Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Petra Wesseler, gemeinsam mit Vertretern des Bundesbauministeriums und der Jurys im Foyer des BBR an der Straße des 17. Juni die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten eröffnet.

Preisträgerin Sabine Hornig gemeinsam mit den Rednern und Jurymitgliedern bei der Ausstellungseröffnung Kunst für den Deutschen BundestagAusstellungseröffnung (von links): Inken Bühring (Bundesbauministerium), Prof. Mischa Kuball (Jury Neustädtische Kirchstraße 4-5), Leonie Baumann (Vorsitzende des Preisgerichts Schadowstraße 4), Sabine Hornig (Preisträgerin Schadowstraße 4), Claudia Roth (Vizepräsidentin Bundestag), Petra Wesseler (Präsidentin BBR) Quelle: BBR/Fotograf: Jochen Wermann

Im Juni waren die vom BBR durchgeführten nichtoffenen anonymen Wettbewerbe abgeschlossen worden. Ziel der Wettbewerbe war es, für die beiden Liegenschaften des Deutschen Bundestages Entwürfe zu erhalten, deren künstlerische Qualität und Aussagekraft die Identifikation mit den Standorten stärkt.

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten im Foyer des BBR an der Straße des 17. Juni 112 ist noch bis zum 28. Juli, Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, zu sehen.

Wettbewerbsergebnisse Deutscher Bundestag, Schadowstraße 4

Wettbewerbsergebnisse Deutscher Bundestag, Neustädtische Kirchstraße 4-5

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