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Münzwettbewerb

UNESCO WELTERBE DOM ZU AACHEN

Am 26. August 2011 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des Berliner Medailleurs Jordi Truxa den Wettbewerb zur Gestaltung einer 100-Euro-Goldmünze für das Jahr 2012. Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 12 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des in München ansässigen Medailleurs Erich Ott.


1. Preis Erich Ott, München

Erich Ott, MünchenErich Ott, München

Die Bildseite zeigt den Dom zu Aachen in seiner ganzen Breite und Höhe bis an den Münzrand gesetzt. Die Darstellung besticht durch ihre filigrane und plastisch differenzierte Ausführung. Die Schrift ist von großer Klarheit, der Text ist sofort erkennbar.
Die Wertseite greift die Schriftverteilung der Bildseite bruchlos auf, der Adler kontrastiert in seiner fast kreisrunden Form wirkungsvoll mit der rechteckigen Gebäudedarstellung.
Der Münzentwurf ist von klassischer Ausgewogenheit und vollkommen in der handwerklichen Ausformung.

2. Preis Bodo Broschat, Berlin

Bodo Broschat, BerlinBodo Broschat, Berlin

Der Entwurf besticht auf den ersten Blick durch eine an mittelalterliche Siegel erinnernde, harmonische Gesamtkomposition beider Münzseiten. Ein Achteck schafft einen Binnenraum, der sich auf das Oktogon der Karlskapelle bezieht.
Die perspektivische Darstellung des Doms von Südwesten ist gut gelungen. Dimension und Form des Bauwerks sind sehr gut erkennbar. Der handwerkliche Detaillierungsgrad
ist außerordentlich hoch.
Die sehr klare, breit laufende Umschrift wirkt modern mit einer gleichzeitig mittelalterlichen Anmutung.
Der heraldische Adler fügt sich gut in die Siegelstruktur ein, vermag aber isoliert betrachtet nicht ganz dem hoheitlichen Anspruch zu genügen. Die Jury würdigt ausdrücklich den durchaus mutigen Ansatz der spannungsvollen Kombination eines mittelalterlichen Themas in zeitgenössischer Übersetzung.

3. Preis Reinhard Eiber, Feucht

Reinhard Eiber, FeuchtReinhard Eiber, Feucht

Die Kombination einer Südansicht des Doms mit einem Teilgrundriss stellt eine eigenständige und überzeugende Lösung dar. Der vergleichsweise reduzierte Detaillierungsgrad des Bauwerks führt allerdings zu Unstimmigkeiten.

Bezüglich der Wertseite betrachtet die Jury die Variante B als besser zur Bildseite korrespondierend. Der recht ungewöhnlich gestaltete Adler nimmt in seiner rechteckigen Grundstruktur Bezug auf das architektonische Motiv der Bildseite.

4. Preis Victor Huster, Baden-Baden

Victor Huster, Baden-BadenVictor Huster, Baden-Baden

Dem Künstler ist ein eindrucksvoller Entwurf gelungen. Das Motiv aus südöstlicher Vogelperspektive ist klar erkennbar, wirkt geschlossen und in sich zusammengefasst. Ergänzt wird die Darstellung im oberen Teil durch ein Monogramm Karls des Großen. Gelungen ist die Begrenzung durch ein Oktogon auf der Bild- und Wertseite.
Die Schrift wirkt als dominantes Gestaltungselement.
Auf der Wertseite erschweren die unterschiedlichen Schriftansätze die Lesbarkeit. Sehr phantasievoll ist die Darstellung der Sterne. Die Verbindung durch Linien entspricht jedoch nicht den Kriterien der Auslobung .
Insgesamt handelt es sich um einen künstlerisch hoch angesiedelten Entwurf.

 

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