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Wettbewerbsergebnis

100-Euro-Goldmünze

UNESCO Welterbe "Altstadt Goslar-Bergwerk Rammelsberg"

Am 25. Oktober 2007 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des Medailleurs Michael Otto den Wettbewerb zur Gestaltung einer 100-Euro-Goldmünze. Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des Stuttgarter Künstlers Wolfgang Th. Doehm.

1. Preis: Wolfgang Th. Doehm, Stuttgart

 1. Preis: Bild- und Wertseite der Münze1. Preis Wolfgang Th. Doehm, Stuttgart

Die Umsetzung des Themas auf der Bildseite ist als sehr gelungen zu bezeichnen.
Markante Gebäude der Altstadt wie zum Beispiel das Breite Tor, das Rathaus und die Marktkirche sind aufgenommen und schön arrangiert. Gleichzeitig wird die Bedeutung des Erzbergwerkes Rammelsberg als wirtschaftliche Basis der Stadt vom mittelalterlichen bis zum modernen Bergbau thematisiert.
Ein reizvolles Wechselspiel zwischen glänzendem Grund und mattem Relief wird besonders durch die auf dem Münzgrund liegenden Fenster der historischen Gebäude gegeben.
Die Schrift und die Darstellung des Adlers korrespondieren auf der Wertseite mit dem Inhalt einer historisch gewachsenen Stadt. Es ist ein konventionell aufgefasster Adler mit leicht modernen Gestaltungselementen, wobei das Wechselspiel des Reliefs die Darstellung verlebendigt.
Grundsätzlich ist von einer exzellenten modelliertechnischen Ausführung zu sprechen.

Ausgabe der Münze: voraussichtlich im Oktober 2008

2. Preis: Reinhard Eiber, Feucht

 2. Preis: Bild- und Wertseite der Münze 2. Preis Reinhard Eiber, Feucht

Der Entwurf ist insgesamt eine gelungene Umsetzung der in der Auslobung geforderten Vorgaben. Die Bildseite wird durch eine klare Typografie und Bildinhalte bestimmt, welche die Geschichte Goslars und des Erzbergwerks Rammelsberg thematisieren. Sie zeichnet sich durch eine historische Darstellung wichtiger Symbole der Stadt Goslar aus. Dominierendes Merkmal ist der im Kaiserstuhl und Ornat thronende Heinrich IV, der mit erhobenen Armen die Reichsinsignien in Händen hält. Die Altstadt zeigt sich durch repräsentative Gebäude, wie die Kaiserpfalz und die Marktkirche sowie typische Fachwerkhäuser, während auf das Erzbergwerk Rammelsberg durch einen Förderturm sowie Hammer und Schlegel hingewiesen wird.
Die Klarheit der lichten und verständlichen Bildmetapher wird unterstrichen durch eine schlanke, schlichte Schrift.
Die Adlerseite greift die Gewichtung der Bildseite auf und steht mit ihr in herausragender Korrespondenz.

3. Preis: Anke Oltscher, Nürnberg

3. Preis: Bild- und Wertseite der Münze3. Preis Anke Oltscher, Nürnberg

Die beiden Aspekte des Weltkulturerbes sind gleichermaßen im Motiv berücksichtigt. Um den im Zentrum der Bildseite angeordneten Marktbrunnen sind jeweils drei typische Motive der Altstadt und des Erzbergwerkes Rammelsberg gruppiert.
Der Bildaufbau wirkt spannungsreich, in seiner grafischen Gestaltung zeitgemäß und handwerklich gut plastisch ausgearbeitet.
Die Anordnung der Schrift harmoniert mit dem Bildmotiv.
Die Korrespondenz zwischen Bild- und Wertseite ist gegeben. Der Versuch, dabei eine moderne unkonventionelle Lösung zu finden, führt zu einer sehr starken Abstrahierung, die der Bedeutung des Adlers als Staatswappen nicht gerecht wird.

4. Preis: Wolfgang Klein, Esslingen

4. Preis: Bild- und Wertseite der Münze4. Preis Wolfgang Klein, Esslingen

Die Bildseite wirkt durch die diagonal und gleichzeitig thematische Aufteilung dynamisch. Das Bergwerk und die Altstadt sind gut erkennbar.
Die Wertseite korrespondiert mit der Bildseite, allerdings ist die Platzierung der Wertbezeichnung weniger gelungen.
Die technische Ausarbeitung lässt etwas Brillanz vermissen.

Fotonachweis: Fotoaufnahmen von Felix Groß, Ettlingen

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