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Münzwettbewerb

200. Geburtstag Carl Spitzweg

Am 8. Februar 2007 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des Berliner Künstlers Heinz Hoyer den Wettbewerb zur Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze für das Jahr 2008. Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des aus Schönbrunn stammenden Künstlers Hannes Dauer.

1. Preis: Hannes Dauer, Schönbrunn

 1. Preis: Bildseite der MünzeBildseite der Münze von Hannes Dauer

 1. Preis: Wertseite der MünzeWertseite der Münze von Hannes Dauer

Der Künstler gibt einen Ausschnitt aus dem bekanntesten Gemälde Spitzwegs „Der arme Poet“. Unter einem undichten Dach liegt er im Schutze eines aufgespannten Regenschirms und umgeben von Büchern auf seinem Lager, epische Verse skandierend. Während seine Umgebung skizzenhaft angelegt ist, ist die zentrale Szene fein plastisch herausgearbeitet.
Anspruch und Realität, die Brüchigkeit der scheinbar heilen Welt des Biedermeier sind in zeitgemäßer Bildsprache künstlerisch herausragend verbildlicht. Formal überzeugt die nach links offene dreieckige Freifläche mit Namen und Lebensdaten, die auch die Wertseite mit dem Adler auszeichnet. Der wie auf einer Bühne stehende Adler ist nicht nur ebenso originell wie würdevoll, sondern verstärkt auch die Aussage der Bildseite.

Randschrift: ACH, DIE VERGANGENHEIT IST SCHÖN

Ausgabe: Februar 2008

2. Preis: Erich Ott, München

2. Preis: Bildseite der MünzeBildseite der Münze von Erich Ott

 2. Preis:  Wertseite der MünzeWertseite der Münze von Erich Ott

Die Bildseite stellt in sehr überzeugender und gut erkennbarer Weise einen Ausschnitt aus Spitzwegs berühmtestem Gemälde „Der arme Poet“ dar, wobei der Künstler sich eng an das Original anlehnt. Die Umsetzung der Figur des Dichters auf seiner Matratze, umgeben von Büchern, in ein zartes Relief ist gut gelungen.
Die Darstellung des Hoheitszeichens Adler auf der Wertseite ist würdevoll. Eine gute Korrespondenz zwischen Bild und Wertseite wird sowohl über die gewählte Schrift und deren Anordnung als auch über die Ovalform der Bilddarstellung erreicht, die sich auch bei der Anordnung der Sterne wiederfindet.

3. Preis: Elvira Fath, Würzburg

 3. Preis: Bildseite der MünzeBildseite der Münze von Elvira Fath

 3. Preis: Wertseite der MünzeWertseite der Münze von Elvira Fath

Der Entwurf besticht durch seine Grundidee: In der unteren Bildhälfte befindet sich ein detailliert ausgearbeitetes Portrait Carl Spitzwegs, links daneben stehen in klarer Schrift sein Name sowie seine Lebensdaten. In der oberen Bildhälfte – gleichsam aus dem Kopf des Künstlers erwachsend – ist Spitzwegs „Sonntagsspaziergang“ dargestellt, der Einblick in seine typische, kleinbürgerliche Personnage gestattet.
Die Bildseite überzeugt auch in Ihrer plastischen Ausformung, allerdings stimmt jedoch das Alter des Künstlers auf dem Portrait nicht mit der Entstehungszeit des dargestellten Bildes überein.
Die Wertseite ist ebenfalls prägnant und klar gestaltet und harmoniert gut mit der Bildseite. Der Adler entspricht in seiner Darstellung seiner Funktion als Hoheitssymbol der Bundesrepublik Deutschland.

4. Preis: Erich Ott, München

4. Preis: Bildseite der MünzeBildseite der Münze von Erich Ott

4. Preis: Wertseite der MünzeWertseite der Münze von Erich Ott

Das überzeugende Portrait zeigt den Künstler in einem biedermeierlichen Oval bei der Arbeit an der Staffelei, den Pinsel in der Hand. Er stützt sich bei seiner Portraitdarstellung auf das Bildnis von Eduard Grützner, das Spitzweg im hohen Alter zeigt. Dabei gelingt dem Künstler eine freie und treffende Übersetzung. Die Bildumschrift in moderner Schrift wird ergänzt durch einen kleinen Vogel als spitzwegisches Bildzitat. So charakteristisch Spitzweg in dieser Münzgestaltung getroffen, ist hat das Preisgericht einem typisch spitzwegischen Bildmotiv den Vorzug gegeben, da er weniger als Person im allgemeinen Bewusstsein lebt, als durch seine Bilder.

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