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Wettbewerbsergebnis

Münzwettbewerbe

150. Geburtstag Max Planck

Am 10. Mai 2007 entschied eine 7-köpfige Jury unter Vorsitz des Künstlers Prof. Dipl. Ing. Ulrich Böhme, Stuttgart, die Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze zum Thema

- 150. Geburtstag Max Planck - 

Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Mit dem 1. Preis ausgezeichnet und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des Künstlers Michael Otto, Rodenbach. 

1. Preis: Michael Otto, Rodenbach

Randschrift:            DEM ANWENDEN MUSS DAS ERKENNEN VORAUSGEHEN

 1. Preis: Bild- und Wertseite der Münze1. Preis Michael Otto, Rodenbach

Der Entwurf besticht durch seine wissenschaftliche Aussagekraft und seine künstlerische Stimmigkeit. Die Darstellung von Max Planck steht in einem überzeugenden Zusammenhang mit einer Skizze seiner wichtigsten Leistung: die Interpretation des Spektrums der Wärmestrahlung. Das Portrait zeigt einen leicht wieder erkennbaren Planck in einer unkonventionellen Haltung.
Es ist künstlerisch überzeugend und trifft die Persönlichkeit Plancks, indem es seine Nachdenklichkeit zum Ausdruck bringt. Die gezeigten Kurven sind charakteristisch für die Wärmestrahlung, die einen der Forschungsschwerpunkte in Plancks wissenschaftlicher Arbeit bildete.
Die Darstellung der Bildseite bringt durch die Kombination von Portrait und wissenschaftlicher Graphik einen Moment der Erkenntnis zum Ausdruck und macht so den Akt wissenschaftlicher Kreativität unmittelbar anschaulich.
Die Wertseite korrespondiert harmonisch mit der Bildseite. Die Darstellung des Adlers ist schnörkellos und ansprechend. Die Beschriftung trägt in ihrer Klarheit zur Geschlossenheit des Gesamtentwurfs bei.

2. Preis: Marek Lipowski, Berlin

 2. Preis: Bild- und Wertseite der Münze 2. Preis Marek Lipowski, Berlin

Die Bildseite zeigt in Verbindung mit der Formel E = hν ein Diagramm verschiedener Spektren der Wärmestrahlung, die einen wesentlichen Bereich der wissenschaftlichen Tätigkeit von Max Planck kennzeichnen. Dadurch wird das Thema in überzeugender Dynamik mit einem grafischen Motiv dargestellt.
Die Kurvendynamik auf der Bildseite wiederholt sich im Schwung des Adlers auf der Wertseite.
Der Entwurf zeichnet sich durch einen spannungsvollen Umgang mit verschiedenen Reliefhöhen aus. Bemerkenswert ist die überwiegende Verwendung einer vertieften Wiedergabe. Das Motiv der Bildseite wird dadurch besonders hervorgehoben, dass hier ausschließlich erhabene Bildelemente erscheinen. Der Entwurf überzeugt durch seine klare grafische Gestaltung.

3. Preis: Lucia Maria Hardegen, Bonn

3. Preis: Bild- und Wertseite der Münze3. Preis Lucia Maria Hardegen, Bonn

Die Bildseite verbindet in überzeugender Weise das Portrait von Max Planck und die Wärmekurve, die einen Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit symbolisiert. Allerdings gibt das Portrait die Persönlichkeit von Max Planck nur bedingt wieder.
Die Wertseite harmoniert gut mit der Bildseite. Die Platzierung der Sterne wirkt aber weniger gelungen.

4. Preis: Karl Wunderlich, Berlin

4. Preis: Bild- und Wertseite der Münze4. Preis Karl Wunderlich, Berlin

Das Wagnis, ein Portrait von Max Planck durch eine stilisierte Darstellung der Strahlung im schwarzen Körper zu ersetzen, ist innovativ, formal gelungen und kompositorisch gut durchgearbeitet.
Das Gestaltungsprinzip der ebenen versetzten Flächen bringt einerseits Einheitlichkeit und Übereinstimmung mit der Wertseite, verhindert aber andererseits die Differenzierung und dynamische Plastizität.
Die Schwierigkeit, einen Zusammenhang zwischen Max Planck und der Darstellung auf der Bildseite herzustellen, bleibt ein Problem. Die Wertseite korrespondiert durchaus mit der Bildseite, wobei die Anordnung der Sterne etwas zufällig wirkt.

Fotonachweis: Fotoaufnahmen von H. Felix Gross Fotografie, Ettlingen

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