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Wettbewerbsergebnis

Münzwettbewerbe

Himmelsscheibe von Nebra

Am 27. September 2007 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz der Künstlerin Antje Born den Wettbewerb zur Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze für das Jahr 2008. Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des in Berlin ansässigen Künstlers Bodo Broschat.

1. Preis: Bodo Broschat, Berlin

Randschrift:            DER GESCHMIEDETE HIMMEL IM HERZEN EUROPAS

 1. Preis: Bild- und Wertseite der Münze1. Preis Bodo Broschat, Berlin

Dem Künstler ist es hervorragend gelungen, auf der Bildseite die Himmelsscheibe von Nebra sowohl realistisch als auch stilisiert darzustellen. Der astronomische Inhalt der Himmelsscheibe ist künstlerisch überzeugend umgesetzt:

  • Im unteren Teil der Bildseite werden vom Fundort aus gesehen die Sichtachsen der Horizontbögen in Bezug zur Landschaft abgebildet.
  • Auf den seitlichen Feldern sind der Sichelmond mit Frühlingszweigen und der herbstliche Vollmond mit kahlen Zweigen wiedergegeben.

Das wichtige Bildelement der Plejaden wird in seiner korrekten astronomischen Stellung in Form von Sternen aufgenommen, über die eine Korrespondenz zu den Europasternen der Wertseite hergestellt wird.
Die ausdrucksstarke und kraftvolle Adlerdarstellung auf der Wertseite ist in besonderer Weise einem Staatsemblem angemessen. Über die Gestaltung und Anordnung der Schrift und der Europasterne wird eine ausgezeichnete Korrespondenz zur Bildseite erreicht.

2. Preis: Eugen Ruhl, Pforzheim

 2. Preis: Bild- und Wertseite der Münze 2. Preis Eugen Ruhl, Pforzheim

Nach Auffassung der Jury zeigt der Entwurf eine sachlich und künstlerisch sehr gelungene Darstellung der Himmelsscheibe von Nebra. Die Bildseite macht einen plastischen Eindruck, wobei die Einbettung der Himmelsscheibe in die sanft gewellte Landschaft Süd-Sachsen-Anhalts (Fundort Nebra) überzeugt. Wesentliche Details (Überprägung) sind sehr gut erfasst.
Nach Ansicht der Juroren setzt die Wertseite die grafisch-künstlerische Intention der Bildseite in adäquater Weise fort. Das Schriftbild überzeugt durch Klarheit und fügt sich gut in die Gesamtgestaltung ein.
Die gelungene Balance zwischen realistischer Darstellung und Abstraktion wird durch die detailgenaue, überbetonte Darstellung des Schmiedes gestört.

3. Preis: Patrick Niesel, Schwaig

3. Preis: Bild- und Wertseite der Münze3. Preis Patrick Niesel, Schwaig

Das Preisgericht würdigt die gelungene Darstellung sowohl der astronomischen Bedeutung der Himmelsscheibe von Nebra als auch des Fundortes und -kontextes. Trotz der Vielfalt der Motive steht die Himmelsscheibe klar im Vordergrund. Die Jury hätte sich allerdings eine abstraktere Gestaltung der Scheibe gewünscht. Während zufällige Beschädigungen minutiös dargestellt wurden, fehlen wichtige Details wie z.B. die überprägten Sterne.
Anordnung und Typographie der Schrift überzeugen weniger.
Bild und Wertseite korrespondieren, die Gestaltung des Adlers wird kritisch gesehen.

4. Preis: Paul Sülzle, Pforzheim

4. Preis: Bild- und Wertseite der Münze4. Preis Paul Sülzle, Pforzheim

Der Künstler wählte für die Bildseite die Darstellung der Scheibe mit den Beifunden innerhalb eines runden, fast das gesamte Münzrund ausfüllenden Bildfeldes. Die künstlerische Gestaltung korrespondiert sehr gut sowohl mit der Form als auch mit der Oberflächenstrukturierung des Adlers auf der Wertseite. Weniger überzeugend erschien der Jury, dass die Sonnenscheibe, die das Thema der Gedenkmünze ist, gegenüber den Beifunden nicht noch stärker plastisch hervortritt. Dies wird insbesondere in der verkleinerten Sicht (Münzgröße) deutlich.

Fotonachweis: Fotoaufnahmen von Hans Joachim Wuthenow

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