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Münzwettbewerb

UNESCO Welterbe -Hansestadt Lübeck-
100-Euro-Goldmünze

Am 14. September 2006 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz der Stuttgarter Medailleurin G. Angelika Wetzel den Wettbewerb zur Gestaltung einer 100-Euro-Goldmünze.
Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des Berliner Künstlers Bodo Broschat.

1. Preis1. Preis Bodo Broschat, Berlin

Dem Künstler ist es in hervorragender Weise gelungen, auf der Bildseite das Thema UNESCO-Welterbe-Hansestadt Lübeck in seiner Ganzheit gestalterisch umzusetzen. Die Darstellung zeigt sowohl die Stadtsilhouette mit den charakteristischen sieben Türmen als auch die feingliedrige städtebauliche Struktur der Bürgerhäuser. Das sonst als solitär bekannte Holstentor ist gut in das Gesamt-Ensemble eingebunden. In der Bildkomposition wurde das Verhältnis von Stadt-Darstellung und Schrift mit seiner klaren Trennung ausgewogen.
Auf der Wertseite ist der Adler beeindruckend herausgearbeitet. Er steht in einem guten Verhältnis zu dem von ihm abgegrenzten Schriftteil. Über die klare und eindeutige Positionierung der Schrift entsteht eine sehr gute Korrespondenz zwischen Bild- und Wertseite.

Ausgabe der Münze: voraussichtlich im Oktober 2007

2. Preis2. Preis Othmar Kukula, Neuhausen

Der Entwurf stellt auf der Bildseite das UNESCO-Welterbe durch ausgewählte Bauten Lübecks dar, das charakteristische Holstentor ist allerdings nicht darunter. Die Inschrift ist wie eine Urkunde in der Mitte auf das Gebäudearrangement gelegt, versehen mit einem mittelalterlichen Siegel der Stadt. Das starke Relief besticht durch seine Differenzierung in verschiedene Ebenen.
Die Wertseite nimmt das abgesenkte Inschriften-Rechteck der Bildseite auf für den Adler und die Wertzahl. Die Eurosterne, Landesname und die übrigen Angaben sind inkus geprägt.
Der Entwurf besticht insgesamt durch Vielschichtigkeit in Auswahl und formaler Abstufung der einzelnen Motive. Die Formensprache ist knapp, originell und von stilistischer Eleganz. Bild- und Wertseite stimmen vorzüglich überein. Jedoch ist in der Bildseite die vorgeschriebene Reliefhöhe erheblich überschritten. Es bestanden daher Zweifel an der angemessenen Umsetzbarkeit des Modells.

3. Preis3. Preis Ulrich Böhme, Stuttgart

Der Entwurf trägt eine klare, moderne Handschrift.
Neben seiner prägnanten horizontalen Gliederung überzeugt er vor allem durch eine Auswahl von Lübecker Architekturdenkmalen, deren Wert nicht eindeutig bestimmt ist.
Die Stilistik der Schrift bildet einen eigenen Akzent und unterstreicht die gelungene Komposition.
Bild- und Wertseite harmonieren gut. Der Adler ist modern und ansprechend gestaltet, seine Würde als Hoheitszeichen der Bundesrepublik Deutschland ist vollständig gewahrt.

4. Preis4. Preis Hans Joa Dobler, Walda

Der Entwurf vermittelt durch die Überlagerung vom Lageplan der Altstadtinsel mit der Ansicht bedeutender Bauwerke Lübecks eine thematisch überzeugende und umfassende Interpretation des Themas UNESCO-Welterbe.
Die einzelnen Gebäude sind gut zu identifizieren. Die hohe Detaildichte führt jedoch zu einer Kleinteiligkeit, die bei der Umsetzung in eine Münze insgesamt zu Lasten der Klarheit des Entwurfs gegangen wäre.
Das Spiel mit den beiden Bildebenen setzt sich auf der Wertseite durch einen erhabenen Adler im Zentrum des Münzrundes mit eingelassenen Sternen fort. Die Schrift im äußeren, niedrigeren Bildrand ist sehr klar und gut lesbar.

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