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Wettbewerbsergebnis

Münzwettbewerbe

50 Jahre Gorch Fock

Am 12.Juli 2007 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz der Künstlerin Rosalinda Sasse-Olsen den Wettbewerb zur Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze für das Jahr 2008. Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des in Hamburg ansässigen Künstlers Frantisek Chochola.

1. Preis: Frantisek Chochola, Hamburg

Randschrift:            SEEFAHRT IST NOT

 1. Preis: Bild- und Wertseite der Münze1. Preis Frantisek Chochola, Hamburg

Der Entwurf überzeugt durch eine überaus präzise Aufteilung. Anlass und Bild treten auf beiden Seiten klar hervor, sind gut aufeinander abgestimmt und bilden eine gestalterische quasi organische Einheit.
Bildseite:
Die spezifischen Merkmale der Gorch Fock sind gut erkennbar. Das Bildmotiv wird von der Umschrift eingefasst. Die Konturen des Schiffes spiegeln sich auf originelle Weise in der unteren Münzhälfte. Aus einigem Abstand betrachtet wirkt das Schriftfeld wie ein Schatten. Bei näherem Hinsehen entdeckt der Betrachter technische Angaben und das Datum des Stapellaufs.
Wertseite:
Der Adler weist scharfe Konturen auf, was seine Würde als Hoheitszeichen in besonderem Maße unterstreicht. Die Gestaltung der Flügel und des Schwanzes greift das Segelmotiv der Bildseite auf subtile Art auf, erlaubt aber zugleich die Sichtwiese als graphisches Symbol. Der Wechsel von Schrift und Europasymbolik am Bildrand ist abwechslungs- und spannungsreich.
Die gleichermaßen ausgewogene, unaufdringliche und durchkomponierte Gestaltung qualifiziert diesen Entwurf in besonderem Maße.

2. Preis: Erika Binz-Blanke, Baden-Baden

 2. Preis: Bild- und Wertseite der Münze 2. Preis Erika Binz-Blanke, Baden-Baden

Dem Künstler ist es in hervorragender Weise gelungen, auf der Bildseite die Gorch Fock nicht nur wirklichkeits- und detailgetreu, sondern auch künstlerisch anspruchsvoll darzustellen. Auch das Alleinstellungsmerkmal dieses Segelschulschiffes, die Galionsfigur "Albatros", wird dabei betont.
Die zu freie künstlerische Gestaltung der Wertseite hat eine bessere Platzierung verhindert.
So wurden über die vorgeschriebenen Elemente hinaus die zwölf Sterne mit Linen verbunden und das Münzrund durch weitere Striche in vier Teile aufgeteilt. Darüber hinaus wurden auf den Flügeln des Adlers stilisierte Segel aufgesetzt, was sowohl künstlerisch als auch hinsichtlich der Anforderungen an ein Staatsemblem nicht angemessen erscheint.

3. Preis: Ulrich Böhme, Stuttgart

3. Preis: Bild- und Wertseite der Münze3. Preis Ulrich Böhme, Stuttgart

Das Münzbild ist klar und strukturiert ausgeführt. Das Ereignis wird künstlerisch anspruchsvoll und originell dargestellt. Im oberen Teil wird das Schiff in traditioneller Form bildhaft gezeigt. Im unteren Teil dagegen wird Spannung erzeugt durch die technisch - seemännische lineare Umsetzung des Schiffes. An Stelle einer erwarteten Spiegelung des Schiffes ergibt sich der Gegensatz aus seiner Drehung in den unteren Teil in Form eines Takelrisses. Die Schrift auf dem Münzbild ist stark kantig und zusätzlich kursiv ausgeführt. Sir wirkt bezüglich des Ereignisses unpassend. Die kursive Schrift unterstützt eine instabile Wirkung.
Die Wertseite der Münze hat eine gelungene Aufteilung. Der Wertbegriff zusammen mit der Jahreszahl bilden eine geschlossene Einheit. Der Adler, der den künstlerischen Schwerpunkt dieser Seite bildet, greift die lineare Form des Takelrisses auf, bindet aber nicht die Flächenform des natürlichen Schiffbildes der Vorderseite mit ein. Das Erscheinungsbild des Adlers entspricht nicht der Form eines hoheitlichen Symbols.

4. Preis: Carsten Mahn, Berlin

4. Preis: Bild- und Wertseite der Münze4. Preis Carsten Mahn, Berlin

Das Besondere des Entwurfs liegt in der Darstellung einer seemännischen Szene - das Reffen eines Rahsegels durch drei Seeleute -, die gemeinsam mit der Aufschrift "50 Jahre" den oberen Bildteil beherrscht. Im untern Bildteil findet sich gemeinsam mit der Aufschrift "Gorch Fock" eine vereinfachte Darstellung einer Bark, die als Hauptmotiv und als "Goch Fock2 nicht ausreichend erkennbar ist.
Hervorzuheben ist, das nur dieser Entwurf die schwere Arbeit der Seeleute an Bord in gelungener Weise zum Thema macht, was seine Preiswürdigkeit begründet.

Fotonachweis: Fotoaufnahmen von Christoph Gebler, Hamburg

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