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Zweistufiger Münzwettbewerb

600 Jahre Universität Leipzig

Am 6. Juni 2008 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des in Halle ansässigen Künstlers Prof. Bernd Göbel den Wettbewerb zur Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze. Zu diesem zweistufigen Wettbewerb wurden 30 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des Berliner Künstlers Dietrich Dorfstecher.

1. Preis

600 Jahre Universität Leipzig Künstler: Dietrich Dorfstecher, Berlin

Im Mittelpunkt der Bildseite der Münze stehen die sechs Jahrhunderte Geschichte der Universität Leipzig. Sie wird dargestellt durch das Siegel der Universität mit dem Heiligen Laurentius, dem Heiligen der Studierenden, Johannes dem Täufer sowie dem Bildnis des Gottfried Wilhelm Leibnitz, einem Studenten und Lehrer an der Universität. Der Leitsatz dieses Universalgelehrten „THEORIA CUM PRAXI“ ist für die Universität nach wie vor zeitgemäß. Das dritte Bildelement zeigt den Neubau der Universität, der als architektonisches Zitat an die 1968 gesprengte Universitätskirche St. Pauli erinnert und das neue Antlitz der Universität zeigt. Gut lesbar wird mit der Aufschrift auf die „600 Jahre Universität Leipzig“ und die Zeitspanne „1409 – 2009“ hingewiesen. Insgesamt macht die Bildseite das gefeierte Ereignis aus sich heraus verständlich und anschaulich. Die Wertseite korrespondiert mit einem fein ausgearbeiteten, würdevollen Bundesadler.

Ausgabe der Münze: voraussichtlich im Juni 2009

2. Preis

600 Jahre Universität Leipzig Künstler: Katrin Pannicke, Halle

Der Entwurf zeichnet sich aus durch eine klare, sparsame Gestaltung und wird damit dem Medium „Münze“ im besonderen Maße gerecht. Sowohl die Komposition als auch der Bezug von Vorder- und Rückseite sind hervorragend gelungen. Die Bildfindung in ihrer Abstraktion fokussiert Vielfalt und Vernetzung der Wissenschaft in Vergangenheit und Gegenwart.

Allerdings ist der Bezug zur Leipziger Universität nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Das Siegel ist nicht ausreichend ausgearbeitet.

3. Preis

600 Jahre Universität Leipzig Künstler: Till Mainz, Berlin

Die Münze besticht durch eine auffällige Gestaltung. Im Zentrum steht Gottfried Wilhelm Leibniz, einst Student und Lehrer an der Leipziger Universität. Turbulente verschlungene Bänder mit Bezeichnungen verschiedener Wissenschaftsfelder binden drei Bauwerke ein. Zentral angeordnet steht das im Bau befindliche neue Leipziger Universitätsgebäude. Der Künstler versucht, mittels dieser Elemente die 600 jährige Universitätsgeschichte zu fassen. Die Jury schätzt die große Bildfindung wenngleich die starken Bewegungen der Bänder einen fast barocken Eindruck hinterlassen. Als Staatssymbol erscheint dem Preisgericht der auf der Rückseite angeordnete Adler nicht hinreichend würdevoll.

4. Preis

600 Jahre Universität Leipzig Künstler: Othmar Kukula, Neuhausen

Die Bildseite zeigt im oberen Teil das Universitätssiegel und deutet symbolhaft die berühmte Universitätsbibliothek an. Im unteren Teil wird der Bezug zwischen Moderne (Computer, Doppelhelix und Bitdarstellung) und Mittelalter (Darstellung von Leonardo da Vinci) künstlerisch interessant gestaltet. Allerdings stellt nur das Siegel einen direkten Bezug zur Universität Leipzig dar. Auf der Wertseite wirkt der Adler nicht so hoheitlich überzeugend.

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