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Münzwettbewerb

50 Jahre Römische Verträge

Am 15. Januar 2004 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des Stuttgarter Künstlers Prof. Böhme den Wettbewerb zur Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze für das Jahr 2007 zum Thema

50 JAHRE RÖMISCHE VERTRÄGE

Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des Hamburger Künstlers Carsten Mahn.

1. Preis

50 Jahre Römische VerträgeKünstler: Carsten Mahn, Hamburg

Die Arbeit zeichnet sich durch eine hohe künstlerische Qualität sowohl in kompositorischer wie in handwerklicher Sicht aus.
Die Bildseite zeigt in ihrem Zentrum die Umrisse der sechs Gründerstaaten der Europäischen Gemeinschaften. Dieser Kern des Europäischen Einigungswerkes strahlt auf das übrige Europa aus und symbolisiert damit die Offenheit des Integrationsprozesses, sowie die Bedeutung des geeinten Europa in der Welt.
Ziel dieses europäischen Einigungswerkes war es, Frieden, Wohlstand und Stabilität zu schaffen. Weitere europäische Staaten waren ausdrücklich eingeladen beizutreten.
Diese Idee wird in hervorragender Weise bildhaft umgesetzt durch eine Vielzahl strahlenförmig angeordneter Sterne.
Die Wertseite greift bei der Darstellung der Adlerflügel die radiale Anordnung der Sterne auf angemessene Weise auf und stellt somit die Korrespondenz mit der Bildseite her.

2. Preis

50 Jahre Römische VerträgeKünstler: Bernd Wendhut

Der Entwurf zeigt eine einprägsame, charakteristische Handschrift.
Die Bildseite bezeichnet in der Umschrift den Anlass der Münzausgabe.
Die bildliche Darstellung zeigt Europa auf dem Stier als mythologisch bekannteste und immer noch populäre Darstellung des Namens unseres Kontinents in abstrakt-moderner und dynamischer Form. Umrahmt ist sie durch das Symbol des Euro für die gemeinsame europäische Währung, ergänzt durch ein stilisiertes EU für die heutige Europäische Union.
Die Wertseite verbindet sich durch die Wiederholung des Eurozeichens harmonisch mit der Bildseite und zeigt die 12 Sterne aus der europäischen Flagge in freier Anordnung in Verbindung mit einem überzeugend gestalteten Adler.

3. Preis

50 Jahre Römische VerträgeKünstler: Heinz Hoyer

Für die Bildseite wurde eine klassisch und modern wirkende Kombination aus Rechteck im Rund gewählt. Das Rund bildet ein geometrisches Ornament, das die Vernetzung der Staaten durch 12 Sterne symbolisiert. Der Text steht wie eine römische Inschrift mittig in einem Rechteck.
Das Netzwerk ist sensibel konstruiert und in seinen konkaven Teilen technisch und künstlerisch anspruchsvoll ausgeführt.
Die Wertseite nimmt das kompositorische Prinzip vom Rechteck im Rund auf, ohne sie einfach zu wiederholen: Die Umschrift folgt dem Rund, die 12 Sterne bilden das Rechteck um einen würdig gestalteten Adler.

4. Preis

50 Jahre Römische VerträgeKünstler: Erwin Nöthen

Der Entwurf überzeugt durch seine originelle und einprägsame gestalterische Idee: zwei Elemente, die als "E" und als "U" gelesen werden können, bilden eine Einheit. Sie sind in sich verzahnt, abgeschlossen und rund, wirken aber dennoch nicht steril. Denn durch ein leichtes Ankippen der beiden miteinander verschränkten Teile entsteht eine Spannung, die zudem die Plastizität des Entwurfs betont.
Das zentrale Bildmotiv aus den Buchstaben "EU" wird von einem Rand umschlossen, auf dem neben dem Thema "50 Jahre Römische Verträge" die sechs Fahnen der Gründungsmitglieder abgebildet sind. Die symbolische Abgeschlossenheit der beiden Elemente "EU" vermag jedoch leider nicht die Offenheit und den Prozesscharakter des europäischen Einigungsprozesses zu veranschaulichen.
Die Wertseite korrespondiert gestalterisch hervorragend mit der Bildseite. Der Bundesadler wirkt würdig und entspricht damit seiner Funktion als Hoheitssymbol der Bundesrepublik Deutschland.

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