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Zweistufiger Münzwettbewerb

100 Jahre Jugendherberge

Am 4. April 2008 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des Berliner Künstlers Dietrich Dorfstecher den Wettbewerb zur Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze. Zu diesem zweistufigen Wettbewerb wurden 30 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des in Walda ansässigen Künstlers Hans Joa Dobler.

1. Preis Hans Joa Dobler, Walda

100 Jahre Jugendherberge Künstler: Hans Joa Dobler, Walda

Der Entwurf besticht durch seine moderne Gestaltung, die das heutige Selbstverständnis des Jugendherbergwerks spiegelt. Die gleitend abnehmenden Abstände der senkrechten Linien drücken Wandel und Dynamik des Jugendherbergwesens aus.

Die dreieckige Form des Motivs deutet das Logo des DJH an und interpretiert die weltweite Ausbreitung vom deutschen Ursprung her: Ausgangspunkt ist die dargestellte erste Jugendherberge Altena in Westfalen.

Die Anordnung auf der Wertseite wiederholt die grafische Komposition der Bildseite.
Der modern und würdevoll gestaltete Bundesadler ist auffälliger Blickpunkt und dadurch maßgeblicher Bestandteil der Wertseite.

BEGEGNUNG GEMEINSCHAFT TOLERANZ

Ausgabe der Münze: vorraussichtlich

2. Preis Hagen Täuscher, Berlin

100 Jahre Jugendherberge Künstler: Hagen Täuscher, Berlin

Das Motiv des Entwurfs charakterisiert die Entwicklungsgeschichte des Deutschen Jugendherbergswerks von den Anfängen der ersten Jugendherberge in der Burg Altena bis in die Gegenwart.
Die Darstellung von Menschengruppen steht für das Gemeinschaftserlebnis in den Jugendherbergen.
Der Künstler bringt gleichzeitig Ideale des Deutschen Jugendherbergwerks – Wandern, sportliche Betätigung, Naturverbundenheit zeitgemäß zum Ausdruck.
Der grafische Bildaufbau ist spannungsvoll und ausgewogen. Bild- und Wertseite entsprechen sich in der grafischen Anmutung.
Der Adler steht im Zentrum der insgesamt gut proportionierten Wertseite.

3. Preis Reinhard Eiber, Feucht

100 Jahre Jugendherberge Künstler: Reinhard Eiber, Feucht

Das Thema ist gut umgesetzt; im Hintergrund die Wiege des deutschen Jugendherbergswerks, die Burg Altena.
Im Vordergrund die Gegenwart mit einer Gruppe Jugendlicher in Aktion und modernen Häusern.
Die Aufteilung der einzelnen Elemente ist überzeugend und einprägsam. Der Entwurf geht über die nationale Ausrichtung des DJH hinaus. Die Gestaltungsfelder wiederholen sich und sind in ihrer Anordnung zueinander ausgewogen.
Als Blickfang der Bildseite gilt der Schriftzug, sodass das Jubiläum klar erkennbar ist.
Der Adler hätte eine modernere Gestaltung erfahren können.

4. Preis Barbara Ruppel, Krailling

100 Jahre Jugendherberge Künstler: Barbara Ruppel, Krailling

Auf der Bildseite verbindet der Entwurf durch die Darstellung verschiedener Gebäude Anfänge und Gegenwart der Jugendherbergen in plausibler Weise. Die Gestaltung der Perspektiven erscheint allerdings weniger gelungen.
Die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart findet sich auch in der in Dreiecksform angeordneten Personengruppe im Vordergrund. Diese Stilisierung der Figuren ist in ihrer symbolischen Aussage nicht überzeugend.

Die Wertseite zeichnet sich durch eine klare und grafisch ansprechende Gestaltung aus.

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