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Münzwettbewerb

100. Geburtstag von Konrad Zuse

Am 19.Februar 2009 entschied eine 7-köpfige Jury unter Vorsitz des Künstlers

Prof. Dipl. Ing.Ulrich Böhme, Stuttgart, die Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze zum Thema

- 100. Geburtstag von Konrad Zuse -


Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen.

Mit dem 1. Preis ausgezeichnet und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des Künstlers Heinz Hoyer, Berlin:

1. Preis Heinz Hoyer, Berlin

Heinz Hoyer, BerlinHeinz Hoyer, Berlin

Die Idee des Entwurfs, die zukunftsweisende binäre Rechnersprache mit dem stilisierten Profil Zuses zu überlagern ist deshalb überzeugend, weil sie damit der noch heute bestehenden Bedeutung Zuses und seiner Arbeiten gerecht wird.
Teil dieser thematischen Idee sind außerdem Lochstreifen und die große Zahl der gebauten Apparate Z1 bis Z64.
Die Gestaltung der Idee, ein Quadrat im Kreis mit integriertem Profil ist eindrücklich, klassisch; nicht nur in Spiegelglanzqualität.
Durch Symmetrie und einfache Ruhe wird der Zusammenklang von Bild- und Wertseite deutlich. Die Darstellung des Adlers wird der Bedeutung des Hoheitssymbols gerecht. Die handwerkliche Ausführung entspricht den Vorgaben ohne Einschränkung.

2. Preis Herwig Otto, Rodenbach

Herwig Otto, RodenbachHerwig Otto, Rodenbach

Dem Künstler gelingt es die Vielfältigkeit des Lebenswerkes Konrad Zuses in überzeugender Form darzustellen:
Die Abbildung zeigt den jungen Konrad Zuse beim Einlegen eines Lochstreifens in die Z4. In dem realitätsgetreu wiedergegebenen Portrait wird er als Visionär und Konstrukteur gezeigt.
Die Übernahme der Schriftzüge auf der Wertseite wie auf der Bildseite führt zu einer Beeinträchtigung der Adlerdarstellung.

3. Preis Werner Godec, Pforzheim

Werner Godec, PforzheimWerner Godec, Pforzheim

Die Bildseite stellt in überzeugender Weise die entscheidende technische Innovation zusammen mit dem Portrait des Geehrten dar. Gleichwertig nebeneinander stehen das Portrait und die Rechenmaschine Zuses Z3, deren Stromkabel in das Signet der Firma Zuse enden. Der im Vordergrund angeordnete, aus dem Münzgrund weisende Kopf Konrad Zuses scheint dabei von seiner Erfindung in die digitale Zukunft zu blicken. Nicht überzeugend gelöst erscheint die eher additive Anordnung der Einzelelemente.
Die Wertseite korrespondiert in harmonischer Weise mit der Komposition der Bildseite, ohne jedoch deren gestalterische Elemente aufgegriffen zu haben.

4. Preis Hagen Täuscher, Berlin

Hagen Täuscher, BerlinHagen Täuscher, Berlin

Die Bildseite kombiniert ein stark stilisiertes Profil Konrad Zuses mit einem Lochstreifen und den Ziffern 1 und 0 als Hinweis auf das seinem Werk zugrunde liegende binäre System.
Die Wertseite wiederholt die Komposition der Bildseite ein wenig zu exakt, wobei es dem Künstler gelingt, das Motiv des Lochstreifens im Adler aufzunehmen und dennoch die Würde des Hoheitssymbols zu wahren.
Die Jury würdigt die eigenständige gestalterische Handschrift. Die künstlerische Selbstbeschränkung auf wenige, abgestufte Flächen führt zu einer durchaus zeitgenössisch wirkenden Abstraktion, aber auch zu einem reduzierten plastischen Ausdruck.
Der anerkennenswerte Mut dieses Entwurfs vermag nicht gänzlich einige Schwächen auszugleichen. Insbesondere besteht durch die übergroße Zahl „100“ eine Verwechselungsgefahr bezüglich des Wertes der Münze.

 

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