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Planungswettbewerb Werkstatt für behinderte Menschen
Fürstenbrunner Weg Berlin

Der vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgelobte Planungswettbewerb für eine Werkstatt für behinderte Menschen ist entschieden. Erster Preisträger ist das Büro bernd zimmermann architekten aus Ludwigsburg.

Ziel des Wettbwerbs war es, einen Entwurf für einen Werkstattsneubau für 60 Werkstattplätze für behinderte Menschen als Verkaufs- und Wirtschaftsgebäude zu erhalten, der auch dem Aspekt der Nachhaltigkeit Rechnung trägt.

Der Wettbewerb war ein nicht offener, anonymer Planungswettbewerb nach RPW 2008 mit fünf Teilnehmern nach vorgeschaltetem Bewerberverfahren

Die MOSAIK-Werkstätten gGmbH ist Teil des gemeinnützigen Mosaik-Unternehmensverbundes, der sich als Interessenvertreter für soziale und berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in Berlin versteht. Die Abteilung Garten- und Landschaftspflege der MOSAIK-Werkstätten ist ein bedeutender Produktions- und Dienstleistungsbereich im Unternehmen und "grünem Bereich" in Berlin. Auf dem Standort Gärtnerhof Westend am Fürstenbrunner Weg soll ein Werkstattneubau für 60 Werkstattplätze für Menschen mit Behinderung als Verkaufs- und Wirtschaftsgebäude errichtet werden. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung führte für die MOSAIK-Werkstätten einen Planungswettbewerb durch. Das Preisgericht tagte am 26.10.2010.

1. Preis: bernd zimmermann architekten, Ludwigsburg
Entwurfsverfasser: Bernd Zimmermann
Angestellte Mitarbeiter: Regina Zimmermann, Caroline Stieghorst, Thomas Gehnke

1. Preis Fürstenbrunner WegQuelle: bernd zimmermann architekten, Ludwigsburg

Beurteilung durch das Preisgericht

Ein winkelförmiger, zweigeschossiger Baukörper bildet zusammen mit dem vorhandenen Gewächshaus einen räumlich gut proportionierten und geschützten Werkhof aus. Durch die Nutzung der bestehenden Erschließung wird das Gebäude flächenschonend auf kurzem Wege angebunden. Der überdachte Haupteingang in der zurückspringenden Gebäudeecke ist klar ablesbar und erschließt den Hofladen, der Zubereitung und Verkauf für den Kunden sichtbar in Zusammenhang stellt.
Der Raum für den Werkstattleiter ist unmittelbar diesem Arbeitsbereich nachvollziehbar zugeordnet.
Im 1. Obergeschoss bilden der Mehrzweckraum und der Speisesaal einen flexibel zu gestaltenden Bereich, dem eine großzügige Terrasse vorgelagert ist.
Die Fassade, bestehend aus Holzschindeln, die ein Mosaik symbolisieren sollen, überzeugt sowohl durch die farbliche Lebendigkeit und strukturelle Vielfältigkeit des Materials als auch in Kombination mit Teilen aus Sichtbeton, die auch optisch dem robusten Werkstattcharakter in dem bewirtschafteten Naturraum entsprechen und Identifikationsstiftend für die Mosaik-Werkstätten sein können. Die Sichtbarkeit des Gebäudes für Kunden wird durch zwei so genannte Stadtfenster vom Fürstenbrunner Weg, die wie ein Fernglas durch die Vegetation auf der Böschung das Gebäude fokussieren, intelligent gelöst.
Die Holzhackschnitzelanlage ist in einem eigenen Gebäude untergebracht. Zusätzlich sollte für den Teillastbetrieb eine alternative Beheizung vorgesehen werden. Der zweite Rettungsweg muss gegebenenfalls noch nachgewiesen werden.
Die Flächenkenndaten verweisen auf eine effiziente Gebäudenutzung und scheinen eine Realisierung im Kostenrahmen zu ermöglichen.
Insgesamt ergibt sich ein sehr überzeugendes Konzept.


2. Preis: Lehrecke Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Entwurfsverfasser: Jakob Lehrecke
Angestellte Mitarbeiter: Florian Kamme, Robert Witschurke
Hilfskräfte und Studierende: Hanna Dettner
Fachberatung Tragwerksplanung: Saradshow Fischediek, Berlin
Fachberatung Gebäudeausrüstung: Winter Ingenieure, Berlin
Fachberatung Landschaftsarchitektur: Katja Erke, Berlin

2. Preis Fürstenbrunner WegQuelle: Lehrecke Gesellschaft von Architekten


3. Preis: Norbert Sachs Architekt, Berlin
Entwurfsverfasser: Norbert Sachs, Patrik Dierks
Angestellte Mitarbeiter: Lars-Sebastian Dillner, Ana Garcia, Holger Meie

3. Preis Fürstenbrunner WegQuelle: Norbert Sachs Architekt, Berlin

 

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