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Kunst-am-Bau-Wettbewerb Bäcker-Innung Berlin

Der vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgelobte Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die Bäcker-Innung ist entschieden. Birgid Helmy aus Wiesbaden gewinnt den Wettbewerb.

Aufgabe und Art des Wettbewerbs
Ziel des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs war es, einen Entwurf für den Außenbereich zu erhalten, der erkennbar Bezug zum Aufgabenbereich und zur Tradition der Bäcker-Innung nimmt.Gewünscht war eine identitätsstiftende Arbeit, die gleichzeitig zur Adressatenbildung und Wahrnehmung der Bäcker-Innung in den genutzten Teilen des Gebäudes dient.
Der Wettbewerb wurde als begrenzt-offener Kunst-am-Bau-Wettbewerb mit vier Teilnehmern ausgelobt. Das Verfahren war anonym.
Für die Realisierung der künstlerischen Ausgestaltungen stehen insgesamt 16.500 Euro brutto zur Verfügung.


Wettbewerbsergebnis

1. Preis: Arbeit 1141
Birgid Helmy, Wiesbaden

Birgid Helmy, Wiesbaden, "AZUBI"Birgid Helmy, Wiesbaden, "AZUBI" Quelle: Birgid Helmy

"AZUBI"
Vorgeschlagen wird eine Skulptur, die auf dem Vordach über der Küche verortet ist. Die Skulptur wird aus mit Marmormehl und Pigmenten versetztem Kunststoff gefertigt und stellt eine weibliche Person im Alter der Auszubildenden dar. Durch die erhöhte Position soll ein Bezug zu dem ganzen Gebäude entstehen. Der Sitz der Skulptur auf der Spitze des dreieckigen Daches soll die Assoziation zu einer Galionsfigur herstellen.

Beurteilung durch das Preisgericht
Die Skulptur “AZUBI” wurde einstimmig von der Jury mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Sie überzeugt durch das hohe Identifikationspotential seitens der jungen Auszubildenden der Bäcker-Innung und durch die lakonische Platzierung auf einem vorhandenen Vordach des Gebäudes, wodurch auch ein Schutz vor Vandalismus gegeben ist. Damit ist sowohl eine Signalwirkung erfüllt als auch eine Markierung der Funktion des Gebäudes als Ausbildungsstätte. Die formale Umsetzung als realistisch gebildete weibliche Figur lädt zu einem schwellenlosen Umgang ein, besitzt aber auch vielfältige symbolische Bezüge und ironische Brechungen. Die lässig angespannte Sitzhaltung der Figur hat das Moment einer konzentrierten Introspektion, verweist dabei aber auch auf eine Art "Hausgeist" oder zukünftiges Maskottchen der Bäcker-Innung. Das Preisgericht würdigt zudem den Humor und die plastische Qualität des Entwurfs.


2. Rang: Arbeit 1142
Christina Doll, Berlin

Christina Doll, BerlinChristina Doll, Berlin Quelle: Christina Doll, Berlin

Im Vorgarten vor der linken Gebäudekante steht auf einer schlanken 2,50 Meter hohen Säule eine 1 Meter hohe Plastik - ein der Straße zugewandter Bäckergeselle. Die Plastik aus weißem Kunststoff will eine Korrespondenz mit der Architektur herstellen und Bezug zum Beruf des Bäckers nehmen. Die künstlerische Arbeit soll identifikationsstiftend sein und "Fahne und Zeichen für Adressaten von außerhalb sein".

Beurteilung des Preisgerichts
Die Miniaturisierung der Figur, die aber gleichzeitig als Monument auf einen hohen Sockel gehoben wird, überzeugt in der Einheit als weiße Gesamtplastik durch den Kontrast in ihrer künstlerischen Aussage. Die typische Bäckerkleidung der Figur schafft einen eindeutigen Bezug zur Bäcker-Innung. Die Proportionierung der Plastik auch im Hinblick auf den Ort und die angestrebte Signalwirkung werden dagegen im Preisgericht kontrovers diskutiert.


Arbeit 1140:
Stefka Ammon, Berlin

Stefka Ammon, Berlin, "Der Bäckergarten"Stefka Ammon, Berlin, "Der Bäckergarten" Quelle: Stefka Ammon, Berlin

"Der Bäckergarten"
Die künstlerische Arbeit möchte die Nutzung und den Standort miteinander verbinden. Dazu wird eine Teilfläche des Grünstreifens um das Gebäude zu einem Garten mit Obstbäumen, Beerensträuchern und Getreidesorten als Nutz- und Lehrgarten umgestaltet. Ein Tisch und eine Bank aus wetterfestem Robinienholz sollen auf einer gepflasterten Fläche im Einfahrtsbereich rechts vor dem Gebäude aufgestellt und fest verankert werden. An dem Tisch soll Brot miteinander geteilt werden.


Arbeit 1143:
Olf Kreisel, Berlin
Mitarbeit: Dipl.-Ing. T. Clusen

Olf Kreisel, Berlin, "Goldbrezel"Olf Kreisel, Berlin, "Goldbrezel" Quelle: Olf Kreisel

"Goldbrezel"
Vorgeschlagen wird eine große, vollplastische mit 21-karätigem Blattgold belegte "Brezel-Skulptur", die an einem Galgen vor die Fassade gehängt wird. Die handwerkliche Form wird im Kontrast zur Architektur gesehen und soll an frühere traditionelle Darstellungen von Zunft- und Handwerkszeichen an Gebäuden erinnern. Aus der Ferne kann die Arbeit zugleich zeichenhaft wie symbolisch wirken.

Die Ausstellung zum Kunst-am-Bau-Wettbewerb wurde am 11. Januar 2011 um 14 Uhr im Meistersaal der Bäcker-Innung Berlin, Kärntener Straße 8, 10827 Berlin eröffnet.

Zur Ausstellungseröffnung sprachen:

Hans-Joachim Blauert, Obermeister
Bäcker-Innung Berlin

Beate Hückelheim-Kaune, Referatsleiterin A 2
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Stefan Krüskemper, Künstler
Mitglied des Preisgerichts

Verfahrensbeteiligte

Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
vertreten durch das
Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB)
Land Berlin
vertreten durch die
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Zuwendungsempfänger und Auslober
Bäcker-Innung Berlin

Fachaufsichtführende Ebene
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Referat A2

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