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Marienkirche

Karl-Liebknecht Straße 8, 10178 Berlin

AußenansichtAußenansicht

PROJEKTSanierung und Restaurierung der Marienkirche als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung
BAUFACHLICHE BETREUUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat A2 Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsmaßnahmen
Beate Hückelheim-Kaune; Carola Zeidler
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
BETREUENDES ARCHITEKTURBÜROAbri + Raabe Architekten
GRUNDSTÜCKSGRÖSSE3.409
HAUPTNUTZFLÄCHE1.662
GEBÄUDEVOLUMEN54.516
GESAMTKOSTEN
3,2 Millionen Euro
SANIERUNGSBEGINN2002
ABSCHLUSS GEPLANT2012
GEFÖRDERT DURCH BKM SEIT2006
DENKMALLISTE-NR09011280
BAUDENKMALum 1270/80, Fertigstellung Anfang 14. Jahrhundert,
Erneuerung nach 1380,
Umbau 1663-66 Michael Matthias Smids,
Turmhelm, 1789-90 von Carl Gotthard Langhans,
Umbau und Restaurierung 1893-95 von Hermann Blankenstein

Das Landesdenkmalamt hat mit Stellungnahme vom 12.07.2004 den Status der Marienkirche als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anerkannt. Damit sind die Grundlagen für die Beantragung von Fördergeldern aus den Mitteln der Denkmalpflege beim BKM gegeben.

Dabei bezieht sich die Anerkennung sowohl auf das Kirchenbauwerk als Kulturdenkmal insgesamt als auch auf die im Inneren erhaltene Ausstattung, vor allem die vorhandenen Kunstgüter. Der Kirchenbau bildet den historischen Sammlungsort für einen umfassenden Schatz an Wandbildern, Epitaphien und Tafelbildern. Als unbewegliche Kulturgüter von besonderer Bedeutung hervorzuheben sind das spätgotische Fresko eines "Totentanzes" in der Turmvorhalle (entstanden nach einer Pestepidemie um 1484-85) und das Wandbild mit der Darstellung einer Schutzmantelmadonna (zwischen 1450 und dem ausgehenden 15. Jahrhundert entstanden). Der Erhalt dieser Kunstgüter ist aufgrund der im Innenraum der Kirche bestehenden klimatischen Verhältnisse stark gefährdet.

Der Prozess der Sanierung und Restaurierung der Marienkirche als Gesamtmaßnahme wurde bereits im Jahr 2002 begonnen. Nach den seit 2003 erfolgenden intensiven Voruntersuchungen (wie z. B. Klimamessungen in der Vorhalle und im Schiff) bezogen sich die ausgeführten Maßnahmen in 2004 auf die Sanierung der äußerst schadhaften Innenbereiche der Marienkapelle und des Kirchenraumes. Die Marienkapelle erhielt einen neuen Eichendielenboden mit integrierten Konvektoren. Der Bodenaufbau erfolgte auf einer neu eingezogenen Stahlkonstruktion, welche die im Zuge der Untersuchungen ermittelten archäologischen Befunde in Teilbereichen freistellt.

Im Jahre 2005 wurden die Glockenstube und die Turmstube saniert und die dringlichsten Erneuerungsmaßnahmen an den elektrischen Anlagen vorgenommen. Die wertvollsten im Inneren vorhandenen beweglichen Kunstgüter mussten ausgelagert werden, um sie vor dem weiteren Verfall zu schützen. Mit Hilfe der Finanzierung durch Spenden bzw. Sponsoren konnten Einzelstücke davon bereits restauriert werden.

In 2006 wurde für die Marienkirche eine regulierbare Heizungsanlage geplant, so dass mit dem Einbau der Heizungsanlage in 2007 nun die klimatischen Verhältnisse im Kircheninnenraum geregelt werden können. Dies war die Voraussetzung, um nachfolgend die erforderlichen konservatorischen Herstellungsmaßnahmen für die unbeweglichen Kulturgüter in Angriff nehmen zu können, damit anschließend die restaurierten Kunstwerke in die Kirche zurückkehren können. So ist für 2008 der Beginn der Sanierung der Wände, Gewölbe und Maßwerkfenster im Kirchenschiff vorgesehen.

Mit der Restaurierung der Sakristei und der Wiederherstellung des Innenraums in der Nordkapelle sollen die Arbeiten im Inneren der Kirche in 2009 abgeschlossen werden, so dass dann ab 2010 die Fassaden saniert werden können. Mit der Südfassade beginnend führen die Maßnahmen über die Chorfassaden, in 2011, zur Instandsetzung der Nordfassade in 2012. Mit der Restaurierung des Inneren der Turmhalle soll die Gesamtmaßnahme in 2012 abgeschlossen werden.

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