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Das "Museum der 1000 Orte" hat seine virtuellen Pforten geöffnet

Festveranstaltung mit Bundesbauministerin Barbara Hendricks

Wo die Bundesrepublik Deutschland als Bauherrin auftritt, wird auch Kunst am Bau realisiert. Viele der Kunstwerke sind jedoch nicht für jedermann zugänglich, weil sie sich an geografisch weit entfernten Orten oder in Bauten mit besonderen Sicherheitsanforderungen befinden. Um diese Kunst trotzdem allgemein zugänglich zu machen, ist ein virtuelles "Museum der 1000 Orte" entstanden, das die Kunst am Bau in ihrem architektonischen Umfeld vorstellt. Am 21. Juni 2017 wurde es in Berlin eröffnet.

Ansicht des virtuellen "Museums der 1000 Orte" Museum der 1000 OrteQuelle: BBR

Kunst am Bau im Auftrag des Bundes seit 1950

Seit 1950 gehört Kunst am Bau zu den Bauten des Bundes. Damit sind Kunstwerke gemeint, die im Zusammenhang mit einer Baumaßnahme entstehen und die sich auf die Architektur, den Ort, die Funktion oder die nutzende Institution beziehen. Finanziert wird die Kunst am Bau aus dem Bautitel des jeweiligen Projektes.

In knapp 70 Jahren sind so an Bauten für Regierung und Verfassungsorgane, Bundesbehörden und -institutionen sowie Botschaften und Auslandsschulen an die zehntausend Kunstwerke entstanden, die allerdings auf hunderte Liegenschaften weltweit verstreut und zumeist nicht öffentlich zugänglich sind.

"Museum der 1000 Orte" bietet Zugang zur Kunst am Bau

Um diese reiche Sammlung an Kunst am Bau des Bundes dennoch einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, hat das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Auftrag des Bundesbauministeriums (BMUB) ein virtuelles "Museum der 1000 Orte" eingerichtet, das die Kunstwerke auf einer Plattform gebündelt in ihrem baulichen und institutionellen Kontext vorstellt. Auch baubezogene Kunst der DDR ist darin vertreten, sofern sie für gesamtstaatliche wichtige Institutionen entstanden ist oder für Bauten, die heute von Bundesinstitutionen genutzt werden.

Das unter www.museum-der-1000-orte.de aufrufbare Onlinemuseum bietet verschiedene Wege der Annäherung an die Kunst: Ein visueller Zugang ist über eine Bildergalerie möglich, ein systematischer über die Reiter Kunstwerke, Künstler und Orte. Im Weiteren gestattet die Eingabe einer Postleitzahl, Kunst am Bau in einem bestimmten Radius aufzuspüren. Wer sich für bestimmte Epochen oder Nutzergruppen interessiert, kann seine Recherche ebenfalls entsprechend filtern. Eine Freitextsuche gibt es selbstverständlich auch.

Jedes Kunstwerk wird im "Museum der 1000 Orte" mit zumeist mehreren Bildern und einem ausführlichen Text präsentiert, ergänzt durch Angaben zu Material, Technik, Kosten und Vergabeart sowie zur öffentlichen Zugänglichkeit beziehungsweise Einsehbarkeit. Eine Kurzvita der Künstlerinnen und Künstler, Literaturhinweise und Informationen zu Bauwerken und Liegenschaften runden das Angebot ab. Das "Museum der 1000 Orte" ist als wachsendes Angebot konzipiert. Nach und nach sollen darin alle Kunstwerke präsentiert werden, die seit 1950 im Auftrag des Bundes als Kunst am Bau entstanden sind.

Eröffnung am 21. Juni 2017

Am 21. Juni 2017 hat Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks das "Museum der 1000 Orte" im Rahmen einer Festveranstaltung vorgestellt und offiziell eröffnet. Neben einer Einführung zu Aufbau und Funktionsweise des Onlinemuseums boten ein Vortrag zu den Anforderungen einer zunehmenden Digitalisierung an die Museen und ein Podiumsgespräch zur digitalen Präsentation von Kunst Gelegenheit, sich mit grundsätzlichen Fragen der Vermittlung von Kunst und Kunst am Bau zu befassen. Eine Dokumentation der Veranstaltung erscheint demnächst.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks stellt auf einer Festveranstaltung das virtuelle "Museum der 1000 Orte" vor Eröffnung "Museum der 1000 Orte" am 21. Juni 2017Bundesbauministerin Barbara Hendricks stellt das virtuelle "Museum der 1000 Orte" vor Quelle: BBR/ Fotograf: Florian von Ploetz

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