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Bundesministerium der Verteidigung
Liegenschaft Hardthöhe

Erster Dienstsitz, Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUD Bw) und weitere Dienststellen der Bundeswehr


Bundesministerium der VerteidigungQuelle: BBR

Die Liegenschaft

Am 7. Juni 1955 wurde die so genannte "Dienststelle Blank" in das Bundesministerium für Verteidigung umgewandelt (ab 30. Dezember 1961: Bundesministerium der Verteidigung). Kurz zuvor war die Bundesrepublik der NATO (North Atlantic Treaty Organization) beigetreten.

Die Unterbringung des Ministeriums auf der Bonner Hardthöhe begann mit dem Bau der sogenannten 1000-Mann-Kaserne ab 1956. Der heute unter Denkmalschutz stehende Bereich stellt die erste deutsche Kasernenanlage modernen Typs dar, auch wenn sie nie für die Truppe, sondern gleich nach der Fertigstellung zur Unterbringung des BMVg genutzt wurde. Mehrere der Gebäude wurden in den letzten Jahren denkmalgerecht saniert und dienen heute sowohl dem Ministerium als auch anderen Bereichen der Bundeswehrverwaltung.

Bis zur Mitte der 60er Jahre entstand eine Bürohausgruppe (200er Häuser) mit einem 10-geschossigen Hochhaus im Bereich der Nordwache. Mit dem Beschluss der "Endunterbringung" des Ministeriums in Bonn wurde die Planung eines Gebäudekomplexes für weitere rund 3000 Mitarbeiter aufgenommen.

Auf der Grundlage eines Wettbewerbs wurde  in zwei Bauabschnitten von 1979 bis 1987 der sogenannte Zentralbereich mit einer Bürofläche von circa 50.000 Quadratmetern errichtet.

Diese beiden Bauabschnitte wurden von der Planungsgruppe Groth und Lehmann-Walter, Bonn geplant, ein dritter Bauabschnitt mit dem Ministergebäude und dem pyramidenförmigen Südkasino wurde von Prof. J.P. Hölzinger, Bad Nauheim entworfen und bis 1997 fertig gestellt. Professor Hölzinger ist auch für die künstlerische Gestaltung des Leitsystems verantwortlich. Er erstellte zudem das Kunstkonzept, durch das Architektur und Freiraumgestaltung mit Werken bedeutender Künstler in Verbindung gesetzt werden. 

In den 90er Jahren wurden umfangreiche Sanierungen am Gebäudebestand der "200er Häuser" und der älteren Gebäude durchgeführt. Auch viele denkmalgeschützten Gebäude der 50er Jahre wurden behutsam saniert und auf die ursprüngliche Gestaltung zurückgeführt.

Neben dem ersten Dienstsitz in Bonn hat das Bundesministerium der Verteidigung seit 1993 seinen zweiten Dienstsitz im Bendlerblock in Berlin.

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