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Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz

Gesamtsanierung der Liegenschaft

FotoVerwaltungsgebäude Quelle: BBR

ARCHITEKTTeil 1: Verwaltungsgebäude, Gästehäuser, Befehlsstelle:
3Pass Architkekt/Innen, Köln
Gesamtsanierung,
2. Teil der Gesamtsanierung:
Kantine mit Konferenzbereich, Außenanlagen, Heizung: Fernwärme, Fassadensanierung,
Generalplaner hks Architekten + Gesamtplaner GmbH, Aachen
FLÄCHE
PROJEKTKOSTEN
Bruttogrundfläche: ca. 17.000 /Hauptnutzfläche: ca. 7.000
15 Mio. EURO
BAUBEGINN
FERTIGSTELLUNG
2000 bis 2007 (1. Teil, 3Pass)
2008 bis 2010 (2. Teil, hks)
WEITERE BETEILIGTEFür Teil 2: Tragwerksplanung: hks / BGS Ingenieurgesellschaft
Technische Gebäudeausrüstung: hks / HPI Himmen Ingenieurgesellschaft
Bauphysik: hks / Graner + Partner Ingenieure
Freianlagenplanung: hks / Davis-Terfrüchte & Partner

Die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) ist die einzige Aus- und Fortbildungsstelle des Bundes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Sie ist dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unterstellt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden weltweiten Bedrohungslagen der letzten Jahre und der damit zusammenhängenden Nachfrage an Aus- und Fortbildungsseminaren ergibt sich die Notwendigkeit der umfassenden Gesamtsanierung der AKNZ. Ab 2000 wurden daher umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt.
Die AKNZ ist eine kasernenartige Liegenschaft mit starker Hanglage. Sie liegt im südlichen Außenbezirk der Gemeinde Ahrweiler und umfasst ein Wirtschaftsgebäude, ein Verwaltungsgebäude, ein Lehrsaalgebäude, vier Unterkunftsgebäude sowie technische Einzelgebäude mit "Befehlsstelle". Die Liegenschaft wurde Anfang der 70er Jahre für die Katastrophenschutzschule des Bundes geplant und realisiert. Mitte der 90er und in den Jahren 2002/2003 erfolgte zunächst eine Sanierung der Unterkunftsgebäude.

Schaffung einer Übungsleitstelle für Simulationen von Katastrophenfällen
Im Jahr 2006 folgte der Umbau eines Materiallagergebäudes im technischen Bereich zur Übungsleitstelle (Befehlsstelle). Dazu wurde das vorhandene Lagergebäude 2006 nach einer Schadstoffsanierung entkernt. In dem am 8. Februar 2007 übergebenen Bauabschnitt wurden mit 1,7 Millionen Euro Baukosten vier zeitgemäße Übungsräume für 120 Computerarbeitsplätze eingerichtet. Das BBK verfügt nun über eine moderne und leistungsstarke Trainingseinrichtung für Krisensimulationen.

AKNZQuelle: BBR


Weitere Schwerpunkte der Baumaßnahmen
Ein Wirtschaftsgebäude wird zukünftig neben der Kantinennutzung einen Konferenzbereich erhalten.
Da die baulichen Anlagen insgesamt in ihren Nutzungsstrukturen und ihrem Erscheinungsbild nicht den heutigen Anforderungen entsprechen, wird die Liegenschaft ab 2008 weiterhin saniert. Im Weiteren ist vorgesehen, die Fassaden von fünf Gebäuden zu sanieren. Hierbei handelt es sich um das Lehrsaalgebäude, das Verwaltungsgebäude, zwei Gästehäuser sowie ein ehemaliges Fernmeldegebäude im technischen Bereich. Im Anschluss soll die Sanierung der Außenanlagen (Wege, Straßen usw.) erfolgen. Für die Beheizung der Gebäude wird ein Energiekonzept entwickelt, das den Einsatz erneuerbarer Energien und eine Minderung des CO2-Ausstoßes vorsieht. Die Maßnahme wird im Rahmen des 120 Mio.-Programms des BMVBS gefördert.

Die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) und ihre Infrastruktur
Die AKNZ ist eine der wenigen zentralen Bildungs- und Forschungseinrichtung auf dem Gebiet des Zivil- und Katastrophenschutzes und nimmt daher eine Schlüsselaufgabe in einem integrierten und effizienten Gefahrenabwehrsystem wahr. Die Aufgaben der AKNZ liegen insbesondere in der Aus- und Fortbildung von Führungskräften und Lehrkräften des Katastrophenschutzes und des mit Fragen der zivilen Verteidigung befassten Personals sowie der Durchführung von Seminaren, Übungen und sonstigen Veranstaltungen zur zivil-militärischen Zusammenarbeit. Das Ausbildungsangebot der AKNZ richtet sich zum einen nach diversen Themenbereichen, zum anderen muss berücksichtigt werden, dass die Mitarbeiter verschiedener Gebietskörperschaften bzw. Einrichtungen wie Kreis-/Stadtverwaltungen, Regierungspräsidien und Landesregierungen, aber auch der Gesundheitsämter und Krankenhäuser zu schulen sind. Nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 ist der Bedarf bundesweit von rund 8.000 Seminaren im Jahr 2001 auf rund 14.000 Seminare pro Jahr gestiegen. Um den Anforderungen des Ausbildungsbedarfes in dieser Größenordnung und Bandbreite gerecht werden zu können, wird die gesamte Liegenschaft der AKNZ in den kommenden Jahren saniert. Im Vorfeld notwendig gewordene Maßnahmen wurden bereits in den vergangenen Jahren durchgeführt. Die Gästehäuser 3 und 4 sowie teilweise das Gästehaus 2 wurden für die zeitgemäße Unterbringung der Seminarteilnehmer umgebaut.

Planung und Durchführung im Detail
Im Rahmen des VOF-Verfahrens wurde als Generalplaner das Büro hks aus Aachen für die Durchführung der Maßnahmen beauftragt (Teil 2 der Baumaßnahmen). Das Aufgabengebiet umfasst alle Leistungen der Leistungsphasen 2 bis 9 der HOAI. Vorab wurde durch das Büro Schroeder + Schevardo, Bonn eine Machbarkeitsstudie zur Unterbringung der Kantinen- und Konferenzbereiche erstellt.

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