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Auswärtiges Amt

Liegenschaft Adenauerallee Nord
Langfristige Unterbringung der 2. Dienstsitze

Bundesministerium der Justiz einschließlich Bundeszentralregister

Auswärtiges AmtQuelle: Markus Heibel BBR

ARCHITEKTGeneralplaner
Architekturbüro Walter von Lom PlanungsGmbH, Köln
FLÄCHE
PROJEKTKOSTEN
Bruttogrundfläche: 32.113 /Hauptnutzfläche: 18.314
46,9 Mio. EURO
BAUBEGINN
FERTIGSTELLUNG
06/2000
12/2001

WEITERE BETEILIGTE

Projektcontrolling:
Drees & Sommer, Köln

Tragwerksplanung:
Generalplaner Walter von Lom GmbH/Horz + Ladewig GmbH, Köln

Technische Gebäudeausrüstung:
Generalplaner Walter von Lom GmbH/Alhäuser + König GmbH, Hachenburg

Freianlagenplanung:
Generalplaner Walter von Lom GmbH/Fenner Steinhauer Weisser FSW Landschaftsarchitekten, Düsseldorf

Aufgrund des Bonn-Berlin-Beschlusses zog das Auswärtige Amt nach Berlin, lediglich ein Zweitsitz sollte in Bonn verbleiben. Die ehemalige Liegenschaft des Auswärtigen Amtes musste verkleinert werden und zusätzlich neue Nutzer aufnehmen. Die Gebäude 01 und 02 waren für die Unterbringung der Zweitsitze des Auswärtigen Amtes, des Bundesministerium der Justiz und das Bundeszentralregister herzurichten. Bei dem Gebäude 01 handelt es sich um einen mehrgeschossigen Gebäudekomplex aus den 50er Jahren, bei dem Gebäude 02 um ein zweigeschossiges, ebenfalls aus den 50er Jahren stammendes Solitärgebäude (Ministerbau).

Die Gebäude der Liegenschaft Auswärtiges Amt in Bonn wurden in den Jahren 1953-1954 erstellt. Die Liegenschaft besteht aus einem Gebäudekomplex mit acht zusammenhängenden Bauteilen mit zwei bis neun oberirdischen Geschossen. Der zweigeschossige Ministerbau (Gebäude 02) stellt sich dabei als Solitärbaukörper mit einer Brückenanbindung an den Gebäudekomplex (Gebäude 01) dar. Der Ministerbau sowie Teile der inneren Raumstrukturen, das Foyer des Haupttreppenhauses und der Weltsaal des Gebäudes 01 stehen unter Denkmalschutz. Bereits für Anfang der 1990er Jahre war eine Generalsanierung der Liegenschaft vorgesehen. Aufgrund des Bonn-Berlin-Beschlusses wurde diese jedoch ausgesetzt. Nach Klärung der Nutzung wurde die Sanierung der Liegenschaft für die Unterbringung der zweiten Dienstsitze des Auswärtigen Amts sowie des Bundesministeriums der Justiz einschließlich des Bundeszentralregisters beschlossen. Die Baumaßnahmen umfassten insbesondere die Ertüchtigung der inneren Gebäudestruktur in baulicher, brandschutztechnischer, bauordnungsrechtlicher und gebäudetechnischer Hinsicht. Die Gebäude wurden neu strukturiert und unter Berücksichtigung bauphysikalischer, energetischer und denkmalpflegerischer Aspekte kernsaniert. Die Bauzeit war mit 18 Monaten sehr eng bemessen, konnte aber ebenso wie der vorgegebene Kostenrahmen eingehalten werden. Im Zuge der Durchführung ergaben sich zahlreiche unvorsehbare zusätzliche Maßnahmen, so wurde unter anderem festgestellt, dass die Deckentragfähigkeit der damals erstellten Fertigteildecken durch eine Vielzahl von Aussparungen nicht mehr ausreichte und somit in weiten Bereichen neue Deckenplatten einzuziehen waren. Zusätzliche Forderungen der Nutzer wurden nach Einzug in den Jahren 2003 bis 2005 realisiert.

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