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Deutsche Welle - Funkhaus Bonn

Neubau der Funk- und Verwaltungszentrale

Foto: Haupteingang zur Deutsche WelleDeutsche Welle, Bonn. Haupteingang mit Langem Eugen im Hintergrund, erbaut 1992-2003 Quelle: BBR

ARCHITEKTJoachim Schürmann & Partner Architekten, Köln
GESAMTBAUKOSTEN300 Mio. Euro
BAUBEGINN/FERTIGSTELLUNG1997 / 2002

Die Entstehungsgeschichte des Sitzes der Deutschen Welle in Bonn ist eine der spektakulärsten und kompliziertesten seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland: Ursprünglich, 1983, war ein Erweiterungsbau für den "Langen Eugen" für die Unterbringung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages geplant. Mit dem Baubeginn fällt die Berliner Mauer und der Eiserne Vorhang, zwei Jahre später der Entschluss für Berlin als neue Hauptstadt und Sitz des Deutschen Bundestages.

Nachdem es quasi seine funktionale Existenzberechtigung verloren hatte, zerstörte ein dramatisches Weihnachtshochwasser 1993 auch die physische Existenzberechtigung des Gebäudes: der Rohbau war überflutet und wie ein havarierendes Schiff auseinander gebrochen. Heftige politische Debatten begleiteten die Ursachenforschung und die Diskussion um die weitere Nutzung der mittlerweile berühmtesten Bauruine Europas. Schließlich beschloss der Bundestag 1994, den Bau fertig zustellen und zum neuen Sitz der Deutschen Welle zu machen.

Sechs Jahre später konnte Richtfest gefeiert werden, weitere zwei Jahre später das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im Sommer 2002 das Gebäude an die Deutsche Welle übergeben, die es nach Einbau der gesamten Sendetechnik im Herbst 2003 in Betrieb genommen hat. Mit der Installation von fünf Kunstwerken von sechs Künstlern aus fünf Kontinenten ist die Maßnahme im Herbst 2004 zum Abschluss gekommen.

In den Bonner Rheinauen steht nun das modernste Funkhaus Europas, das rund 1.560 Arbeitsplätze auf circa 32.000 Nutzfläche fasst.

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