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Architektenwettbewerb Walter-Meißner-Bau

Neubau eines Tieftemperaturzentrums

Beurteilung durch Preisgericht (Auszug):

 

2. Preis - 1682

Glass Kramer Löbbert Ges. v. Architekten mbH, Berlin
Johannes Löbbert, Johan Kramer

Auszug aus der Bewertung des Preisgerichts

(…) Der viergeschossige Baukörper fügt sich in die Maßstäblichkeit der Umgebung ein, überschreitet das vorgegebene Baufenster allerdings an der Nordseite im Bereich der Eingangsanlage. Der vorgeschlagene Niveauversprung des Erdgeschosses gegenüber dem Außenbereich bedingt die Anordnung einer Rampen- und Treppenanlage, was im Preisgericht kritisch diskutiert wird. Hinterfragt wird auch die Ausdehnung des Portikus’, da die hierdurch suggerierte Gleichwertigkeit zwischen Haupteingang und Präsentationsfläche für Forschungsinhalte aufgrund der geringen Dimension Letzterer nur eingeschränkt gegeben ist.
Die Eingangssequenz erscheint im Übrigen gut gelöst; die Verbindung zum Seminarraum und den Kommunikationsbereichen an der Südseite ist direkt und konsequent. (…)
Die Aufteilung der Geschosse erscheint schlüssig und funktional (…).
Die Tatsache, dass Räume an der Fassade liegen, die keine natürliche Belichtung benötigen, erhöht die Flexibilität für mögliche spätere Umnutzungen. Die vorgeschlagene Flächenheizung sollte im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, Geräte am Boden der Labore zu befestigen, hinterfragt werden.
Die Fassade nimmt in Materialität, Gliederung und durch die Einführung eines Sockels Bezug auf die Nachbarbauten, ohne diese direkt zu zitieren. Das um alle vier Seiten herumge­führte, regelmäßige Fassadenraster trägt zur Beruhigung der städtebaulichen Situation bei. Es wird durch die unterschied­lich abgeschrägten Leibungen in ein lebhaftes Spiel von Licht und Schatten, offener und geschlossener Anmutung transformiert. Die Aufteilung der verglasten Elemente in Sturzpaneel und Verbundfenster stellt ein im Detail noch zu lösendes entwurfliches Problem dar, das wiederum Ansatzpunkte für die Behandlung derjenigen Bereiche, die wie das optische Labor keine Fenster haben dürfen, bietet. (…)
Der Entwurf besticht durch die sich einfügende, aber dennoch eigenständige Interpretation der städtebaulichen Situation und eine unaufgeregte und konsequente Durcharbeitung. Im Ergebnis strahlt er eine Großzügigkeit aus, die das Gebäude und damit den Campus der PTB an der Südseite nobilitiert.


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