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Liegenschaft Bundeswehrkrankenhaus Berlin

Bundeswehrkrankenhaus Ansicht Bundeswehrkrankenhaus AnsichtAnsicht Fassade Haus 1.3 zum Park Quelle: BBR / Fotograf: Andreas Meichsner

Das Bundeswehrkrankenhaus Berlin ist eines von fünf Bundeswehrkrankenhäusern in der Republik. Es verfügt über eine Kapazität von circa 370 Betten und insgesamt 14 medizinischen Fachabteilungen. Obwohl es unter militärischer Führung steht, ist es ein Teil der zivilen Regelversorgung im Land Berlin. Zudem ist es Regierungskrankenhaus und akademisches Lehrkrankenhaus der Charité.

Die Liegenschaft wurde 1853 unter König Friedrich-Wilhelm IV als Garnisonslazarett errichtet. Seit 1920 wurde sie als Staatskrankenhaus der Polizei genutzt, seit 1948 als Krankenhaus für Polizei und Innenministerium der DDR. Nach der Wende wurde die Liegenschaft der Bundeswehr übergeben, so dass es seit 1991 offiziell als Bundeswehrkrankenhaus geführt wird.

Das BBR bzw. seine Vorgängerinstitution Bundesbaudirektion betreut seit 1991 die Baumaßnahmen der Liegenschaft. Seitdem wurden umfangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen umgesetzt.

In einer ersten Bauphase zwischen 2004 und 2012 wurden Baumaßnahmen mit einem Bauvolumen von ca. 50 Mio. umgesetzt. Wesentliche Maßnahmen waren der Neubau Haus 1.7 als Intensiv- und Bettenstation, der Neubau eines provisorischen Bettenhauses, eine neue Technikzentrale sowie die Erneuerung der Außenanlagen inklusive der gestaltprägenden Parkanlage im Liegenschaftsinnern.

Die zweite Bauphase mit einem Bauvolumen von circa 90 Millionen Euro befindet sich in der Durchführung und soll bis 2019 abgeschlossen sein. Bereits fertiggestellt sind der Neubau der Notfallaufnahme sowie das provisorische Apothekenlager. Aktuell in der Durchführung befinden sich die Sanierung des Bettenhauses Haus 1.1 sowie der Neubau der Küche mit Speisesaal und Aufenthaltsbereichen für das Personal. Der Neubau der Apotheke befindet sich noch in der Planungsphase.

Für eine dritte Bauphase wurde eine Zielplanung erarbeitet, welche Maßnahmen mit einem Bauvolumen von insgesamt 170 Millionen Euro bis 2037 vorsieht. Geplant sind unter anderem der Neubau eines Psychotrauma-Zentrums, ein Multifunktionsgebäude mit OP-Bereichen und Fachuntersuchungsstellen, eine Kindertagesstätte für Bedienstete sowie ein Parkhaus zur Entlastung der durch die starke Verdichtung der umgebenden Grundstücke angespannten Parkplatzsituation.

Neben den großen Baumaßnahmen wird eine Vielzahl an Bauunterhaltungsmaßnahmen durch das BBR umgesetzt.

Baumaßnahmen in einem Krankenhaus stellen aufgrund der intensiven Nutzung von Gebäuden und technischen Anlagen sowie der kurzen Erneuerungszyklen der Medizintechnik grundsätzlich eine Daueraufgabe dar. Der laufende Krankenhausbetrieb ist aufrechtzuerhalten und gleichzeitig möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Eine Besonderheit dieser Liegenschaft ist ihre historische Bausubstanz - sie steht in weiten Teilen unter Denkmalschutz. Mit der Neugestaltung der Parkanlage und der Sanierung der umgebenden Fassaden wurde ein für das ganze Krankenhaus prägender Raum mit einer hohen Aufenthaltsqualität für Patient, Besucher und Bedienstete geschaffen. Die Umsetzung der hohen technischen Anforderungen eines modernen Krankenhauses in dem Kontext der historischen Bausubstanz stellt jedoch auch regelmäßig eine Herausforderung für alle Planungsbeteiligten dar und erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt.

lageplanLageplan Quelle: BBR

Notfallaufnahme

Neubau Küche mit Betreuungseinrichtung

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