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Gebäudebeschreibung

Das Bild zeigt die Nordansicht des GebäudesNordansicht Quelle: AIH Architekten und Ingenieure Haase, Berlin

Erschließung
Die Anbindung des Verwaltungsneubaues erfolgt über den bereits genutzten Teil der Liegenschaft. Ein interner Weg führt zum Haupteingang, der am südlichen Kopf des Gebäudes einen besonderen Akzent setzt. Die Eingangsebene liegt auf Geländeniveau und gestattet damit einen uneingeschränkten, barrierefreien Zugang. Die vertikale Erschließung übernehmen zwei Treppenhäuser und ein Aufzug. Mittelflure erschließen die Geschosse.

Konstruktion
Die Gründung des Gebäudes, eine 80 cm starke Bodenplatte sowie alle tragenden Außen- und Innenwände bestehen aus Stahlbeton. Die Längsaussteifung erfolgt über die Außenwände, die Queraussteifung über mehrere Querwände. Die Außenwände sind mit Klinker verblendet, die dem Gebäude eine besondere Ausstrahlung verleihen. Der Einsatz vorgefertigter Filigranplatten mit Ortbetonauflage reduzierte die Bauzeit. Aufgrund des hohen Installationsbedarfes des Gebäudes wurden die Fußböden als Hohlraumböden gebaut. Isolierverglaste,  thermisch getrennte Aluminiumprofile lösen die besonderen Anforderungen an die Fenster überzeugend. Alle Büroräume erhielten zur Lüftung Drehkippfenster. Abhängig von der Himmelsrichtung sind ein Teil der Fenster mit Raffstores aus Aluminiumlamellen mit elektrischem Antrieb und Steuerung über Windwächter ausgestattet.

Technische Ausstattung
Die vielfältige Ausstattung der haustechnischen Anlage umfasst alle heute üblichen Einrichtungen. Besonders erwähnenswert ist die Abführung des Regenwassers in einen Sammelteich, dessen Inhalt für die Bewässerung der Außenanlage genutzt wird. Die Trinkwasserversorgung erfolgt aus dem örtlichen Netz. Die Warmwasserbereitung beschränkt sich auf wenige Ausnahmen und wird dezentral an der jeweiligen Entnahmestelle sichergestellt. Eine auf der Liegenschaft befindliche Heizzentrale übernimmt die zentrale Wärmeversorgung. In den Büros geben glattflächige Stahlheizkörper mit innen liegenden Konvektionsflächen eine dosierte Wärmemenge ab. Ein Teil der Besprechungs- und Konferenzräume sowie der Technikbereiche sind mit Klimaanlagen ausgestattet. Kanalführung und äußere Fortluftbauwerke sind in die architektonische Gestaltung einbezogen und strahlen eine technische Dynamik aus. Die gesamte Anlage ist mit Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR) versehen.

Die neue Mittelspannungsstation wurde in den bestehenden Mittelspannungsring der Liegenschaft integriert. Die Stromversorgung wird durch den Anschluss an eine zentrale Netzersatzanlage sowie eine eigene USV-Anlage gesichert. Über ein Energiemanagementsystem wird bei Spannungsausfall der Leistungsbedarf überwacht und gesteuert. Alle Leuchten sind mit umweltfreundlichen, energiesparenden Leuchtmitteln mit hohem Wirkungsgrad  versehen.

Fassadengestaltung
Ein besonderes Merkmal des Entwurfes ist die detaillierte und sorgfältige Ausbildung der Fassade. Das neue Gebäude soll sich respektvoll einordnen, jedoch gleichzeitig selbstbewusst etwas Neues darstellen. So setzen sich die Farbgebung und die verwendeten Steinformate - ein sandsteinfarbener Klinker in zwei unterschiedlichen Formaten - bewusst von den aus den bekannten roten Klinkern im Reichsformat gestalteten Fassaden der Altbauten ab.

Ein weiteres Zitat aus den Fassaden der Altbauten sind die abgesetzten Brüstungs- und Stützelemente. Diese bestehen bei den Altbauten aus Sandstein, beim Neubau wurde als zeitgemäßes Material Sichtbeton gewählt. Der Baukörper stellt sich massiv dar, wird jedoch in den "öffentlichen Bereichen", wie Eingangshalle und Treppenhäuser, durch großflächige Verglasungen aufgebrochen und gegliedert. Ein Rücksprung in der Fassade markiert den Haupteingang.

Innengestaltung
In der Eingangshalle setzt sich die farbliche Gestaltung der Fassade fort. Gestalterische Elemente sind hier Sichtbeton und Holz. Ausgewählt wurde Ahornholz, das sich in seiner farblichen Wirkung am Ton der sandsteinfarbenen Klinker anlehnt.
Mit besonderer Aufmerksamkeit wurde die Gestaltung der 90 Meter langen Mittelflure durchgeführt. So gibt es jeweils an den beiden Treppenhauskernen und in der Mitte des Gebäudes Flurerweiterungen, die großflächig verglast, besondere Raumerlebnisse vermitteln. Hinter den verglasten Flurtrennwänden befinden sich die Sozialräume, Teeküchen und Schreibbüros. Über transluzente Glasausschnitte in den Bürotüren wird die natürliche Belichtung zur weitestgehenden Tageslichtnutzung auch auf die geschlossenen Innenflure ausgedehnt. Die beiden Enden des langen Flures wurden als "Zielpunkte" gestaltet. An der Nordseite liegt ein Eckfenster mit Aussicht, an der Südwestseite eine Flurerweiterung, die zum kurzzeitigen Verweilen einlädt.  

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