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Architektonisches Konzept


Hightech im historischen GewandQuelle: H.G. Esch

Architektonisch wurde das Reichstagsgebäude auf die Erfordernisse eines zeitgerechten Arbeitsparlaments ausgerichtet: Funktional, haus- und energietechnisch erfuhr das Gebäude eine grundlegende Erneuerung, jedoch unter der Maßgabe, die ursprüngliche Architektur von Paul Wallot zu respektieren.

Bewusst entschieden sich die Planer auch für die Bewahrung historischer Spuren aus den wechselvollen Epochen des Reichstages. Beispielgebend dafür sind etwa die Sandsteinornamente und Risalite aus der Zeit des Wilhelminismus, im Krieg beschädigte Innenmauern oder die kyrillischen Inschriften der russischen Eroberer aus dem Jahre 1945.

Unter Betonung eines Spannungsverhältnisses zwischen historischen Stilformen und innovativer Umwelttechnik entwarfen Foster & Partners ein transparentes, für Abgeordnete und Besucher einladendes Plenargebäude der kurzen Wege. Übersichtlichkeit, Offenheit und Nutzerorientierung waren dabei wesentliche Planungskriterien.

Hightech im historischen GewandQuelle: H.G. Esch

Während das Zentrum des Gebäudes mit dem über alle Geschosse sich erstreckenden Plenarsaal und der Presselobby im dritten Obergeschoss einen "Neubau" im Altbau darstellt, sind die Nord- und Südflügel im Wesentlichen historischer Bestand. Das architektonische Gesamtkonzept setzt im "Neubaubereich" auf zeitgerechte Materialien wie Sichtbeton, Glas, Stahl und hellen Naturstein bei den Böden. Im Altbaubereich sorgen sanfte Farben für Atmosphäre. Hier fiel die Materialwahl auf einen leicht getönten Jura-Kalkstein bei den Böden und auf einen beigefarbenen Sandstein für die Wandverkleidung.

Der insgesamt leichte Eindruck, den das Reichstagsgebäude trotz des wuchtigen Mauerwerks vermittelt, entsteht außer durch die Wahl heller Materialien und die großflächig gestalteten, lichtdurchfluteten Glaswände insbesondere durch die zentrale Kuppel und ihr integriertes Spiegelsystem.

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