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Bürogebäude für den Deutschen Bundestag

Grundsanierung und Erweiterung des Hauses Neustädtische Kirchstraße 14 in 10117 Berlin

Computersimulation der Straßenansicht des historischen Gebäudes Bürogebäude für den Deutschen BundestagComputersimulation der Straßenansicht des historischen Gebäudes Quelle: BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Nutzung / NutzerDeutscher Bundestag
AdresseNeustädtische Kirchstraße 14, 10117 Berlin
ArchitektBHBVT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Projektleitung

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Referat VI BT 2

Gesamtkosten*9,6 Millionen Euro
Wettbewerbnichtoffener anonymer Wettbewerb
Baubeginn / Fertigstellung2014 / 2017
Bruttogrundfläche2.800 Quadratmeter
Nutzfläche1.200 Quadratmeter

*Stand der haushaltrechtlich anerkannten Kosten einschließlich der Honorare. Aufschläge für allgemeine Risiken und zwischenzeitliche Preisindexsteigerungen sind noch nicht enthalten.


Im Jahr 2011 wurde ein Architektenwettbewerb für die Grundsanierung und Erweiterung des Bestandsgebäudes Neustädtische Kirchstraße 14 für die Zwecke des Deutschen Bundestages ausgelobt. Den ersten Platz des Wettbewerbs belegte das Berliner Architekturbüro BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH.

Die Planung sieht neben einem Erweiterungsbau und der Instandsetzung der straßenseitigen Gebäudeachse eine weitgehend flexible Nutzung für den Deutschen Bundestag vor. Eine Besonderheit des Bestandsgebäudes bildet die Straßenfassade mit ihren bauzeitlichen Doppelkastenfenstern und einer Klinker-/Putzfassade im Stil der Neorenaissance. Im rückseitigen Grundstück wird eine historische Mauer erhalten. Sie ist das einzige Relikt, das an das Schlütersche Freimaurer-Logenhaus aus dem Jahr 1712 erinnert. Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, gilt aber dennoch als letztes Zeugnis einer im unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs Friedrichstraße typischen, um 1900 errichteten Bebauung.
Einzelne Teile des Gebäudes werden zurückgebaut zugunsten einer Erweiterung um ein zentrales Atrium mit umlaufenden Galerien. Dabei wird die Verbindung zwischen Alt- und Neubau im Sinne eines Weiterbauens mit ganzheitlichem Ansatz verstanden. Die Erweiterung greift Proportionen und Gliederungen der Bestandsfassade auf, bleibt jedoch durch seine reduzierte Formensprache als moderner Anbau erkennbar.

Mit der Bauausführung wurde im Februar 2014 begonnen. Die Rohbauarbeiten wurden im Februar 2016 abgeschlossen. Die Fertigstellung ist für 2017 geplant.
In energetischer und wirtschaftlicher Hinsicht dürfen das Bestandsgebäude und seine Erweiterung mit architektonischer und funktioneller Qualität als überzeugende Lösungen gelten.


Historie des Gebäudes:
Mit dem Bau der Berliner Stadtbahn und der Eröffnung des Bahnhofs Friedrichstraße in den Jahren 1878-82 begannen im Umfeld der Dorotheenstadt in Berlin Mitte zahlreiche Bautätigkeiten. Es entstand eine Vielzahl von Geschäfts- und Vergnügungslokalen, Pensionen und Hotels. Das Gebäude Neustädtische Kirchstraße 14 wurde 1880-81 durch die Architekten Guthmann & Karchow als Wohn- und Geschäftshaus errichtet und innerhalb weniger Jahre zu einem kleinen Familienhotel umgewandelt. Gemeinsam mit dem Eckhaus Neustädtische Kirchstraße 15/Dorotheenstraße überstand das Gebäude die Kriegs- und Nachkriegsereignisse nahezu unbeschädigt. Bis 1989 waren hier verschiedene Institutionen des ehemaligen DDR-Kulturministeriums untergebracht.

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