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Architektenwettbewerb Bundesrat Anbau mit Besucherzentrum

Anlass und Ziel

Der Bundesrat hat seit September 2000 seinen Sitz im denkmalgeschützten Preußischen Herrenhaus in der Leipziger Straße 3-4 in Berlin-Mitte. Ziel des Wettbewerbs war es, sowohl eine baulich überzeugende Lösung für einen Anbau an das Bundesratsgebäude auf dem angrenzenden Grundstück Leipziger Straße 2 zu erhalten als auch ein geeignetes Architektenteam für die Umsetzung zu finden. Gegenstand des Wettbewerbs waren der Anbau mit Besucherzentrum und, um das Grundstück maximal auszunutzen, ein unabhängig funktionsfähiges Bürogebäude zur Drittnutzung durch die BImA. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) wurde von der BImA beauftragt einen Wettbewerb durchzuführen. In dem westlichen Anbau an das bestehende Bundesratsgebäude soll neben Verwaltungsflächen das Besucherzentrum untergebracht werden, um der stark angestiegenen Besucherzahl des Bundesrates einladende Informationsmöglichkeiten zu bieten und die Besucherführung durch das Besucherzentrum und den Bundesrat unter funktionalen und sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten zu ergänzen. Der gesamte Anbau soll barrierefrei sein und ebenso an das Bestandsgebäude angebunden werden. Es wurde ein Entwurf erwartet, der unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange in architektonischer und funktioneller Qualität überzeugt und in hervorragender Weise die Anforderungen des Nachhaltigen Bauens und der Ressourceneffizienz umsetzt. Der Anbau wird nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zertifiziert und soll als Mindestziel das Gütesiegel BNB in Silber erreichen.

Art des Wettbewerbs

Das Verfahren wurde als offener, zweiphasiger Wettbewerb nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013 und den übergeordneten Regelungen der VOF 2012 durchgeführt. In der ersten Wettbewerbsphase haben 86 Teilnehmer ein städtebauliches und architektonisches Gebäudekonzept entwickelt, welches einen klaren, funktionalen Lösungsansatz für den Anbau mit interner Anbindung an den Bundesrat und für das Bürogebäude der BImA aufzeigt. Die Jury wählte hieraus die Teilnehmer für die 2. Phase aus. Auf dieser Grundlage haben 26 Teilnehmer, in der zweiten Wettbewerbsphase einen vertieften Vorentwurf für den Anbau entwickelt.

Entscheidung des Preisgerichts

Es wurden drei Preise und drei Anerkennungen vergeben. Das Preisgericht unter Vorsitz der Architektin Frau Prof. Dorothea Becker hat unten stehende Wettbewerbsarbeiten am 18. September 2014 prämiert. Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, den ersten Preisträger mit der Realisierung zu beauftragen unter Berücksichtigung der Hinweise in der schriftlichen Beurteilung.

1. Preis: Max Dudler, Berlin - 1118
Entwurfsverfasser: Max Dudler
Mitarbeiter: Hye Kwang Shin, Ayshin Soydan, Marina Goncalves, Erik Russo, Dario Bundi, Jochen Soydan

Fachberater: Leonhardt, Andrä und Partner, Berlin (Tragwerksplanung); ZWP Ingenieur-AG, Berlin (Haustechnik); HHP Berlin (Brandschutz); Peter Widell, Berlin (Kosten)

1. Preis - Modell Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: Max Dudler, Berlin

1. Preis - Perspektive Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: Max Dudler, Berlin





2. Preis: LANKES KOENGETER Architekten, Berlin - 1122
Entwurfsverfasser: Hans Josef Lankes, Per Köngeter

Fachberater: agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren (Haustechnik), energum GmbH, Ibbenbüren (Nachhaltigkeit); Görtzen & Partner Ingenieure für Brandschutz, Kalkar

2. Preis - Modell Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: LANKES KOENGETER Architekten, Berlin

2. Preis - Perspektive Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: LANKES KOENGETER Architekten, Berlin





3. Preis: KSV Krüger Schuberth Vandreike, Planung und Kommunikation GmbH, Berlin - 1108
Entwurfsverfasser: Bertram Vandreike
Mitarbeiter: Bernd Wölfel, Ebru Beyazgül

3. Preis - Modell Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: KSV Krüger Schuberth Vandreike, Planung und Kommunikation GmbH, Berlin

3. Preis - Perspektive Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: KSV Krüger Schuberth Vandreike, Planung und Kommunikation GmbH, Berlin





Anerkennung: Herrmann + Bosch Architekten, Stuttgart - 1112
Entwurfsverfasser: Herrmann + Bosch Architekten, Stuttgart
Mitarbeiter: Martin Arvidsson, Martin Rau, Joana Heckhausen, Benedikt Heinz, Eylem Öden, Ellen Hebel, Elif Lümali

Fachberater: Transsolar, Stuttgart (Klimaengineering/Haustechnik); Knippers Helbig GmbH, Stuttgart (Tragwerk); TOPOTEK1, Berlin (Freianlagen); Werner Sobek, Stuttgart (Fassade); Trias Branschutzplanung, Stuttgart (Brandschutz)

Anerkennung - Modell Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: Herrmann + Bosch Architekten, Stuttgart

Anerkennung - Perspektive Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: Herrmann + Bosch Architekten, Stuttgart


 

Anerkennung: gmp International GmbH, Berlin - 1121
Entwurfsverfasser: Hubert Nienhoff
Mitarbeiter: Kristian Spencker, Philipp Weber, Allessio Fossati, Gabriele Köhn, Katja Godejohann, Davide Rosa

Fachberater: Capatti Staubach Urbane Landschaften, Berlin, ZWP Ingenieur-AG, Stuttgart, Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart; HHP West, Bielefeld

Anerkennung - Modell Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: gmp International GmbH, Berlin

Anerkennung - Perspektive Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: gmp International GmbH, Berlin

Anerkennung: Bär, Stadelmann, Stöcker Achitekten BDA, Nürnberg - 1110
Entwurfsverfasser: Friedrich Bär
Mitarbeiter: Sebastian Blümel, Anton Hahn, Yiqian Fan

Fachberater: Pfeil & Koch Ingenieurgesellschaft GmbH & Co. KG Beratende Ingenieure VBI, Frau Wenzel, Köln

Anerkennung - Modell Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA, Nürnberg

Anerkennung - Perspektive Wettbewerb Bundesrat - Anbau mit BesucherzentrumQuelle: Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA, Nürnberg

Alle Modellfotos: Winfried Mateyka, Berlin
Umgebungsmodell: Modellbau Milde Berlin, Tilmann Burgert


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