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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Herrichtung und Erweiterung des Dienstgebäudes

Nutzung / NutzerBundesministerium für Wirtschaft und Energie
AdresseScharnhorststraße 34 - 37, 10115 Berlin
ArchitektArchitektengemeinschaft Baumann und Schnittger
ProjektleitungBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat V 5 und IV B2
Gesamtkosten178,21 Millionen Euro
Wettbewerb / Ergebnisse

EU-weite Ausschreibung als Generalplanungsleistung

Ergebnis: Auswahl Büro Baumann und Schnittger

Baubeginn / Fertigstellung1991 bis 2000
Bruttogrundfläche110.000 Quadratmeter
Nutzfläche47.000 Quadratmeter

Sitz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist die ehemalige Militärärztliche Akademie und das Ensemble des historischen Invalidenhauses zwischen Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal, Invalidenstraße und Scharnhorststraße in Berlin Mitte.

Der Gebäudekomplex wurde zu Beginn der 1990er Jahre, nach dem Beschluss des Regierungsumzuges von Bonn nach Berlin, durch die Berliner Architektengemeinschaft Baumann & Schnittger unter besonderer Berücksichtigung des Denkmalschutzes umfangreich saniert und durch einen Neubau ergänzt.

Die ältesten Gebäude, die Flügel des ehemaligen Invalidenhauses, stammen noch aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie wurden unter Friedrich II. von Isaak Jakob von Petri als Unterkunft für die Preußischen Kriegsverletzen und Veteranen vor der Stadt errichtet.
Den stark zerstörten Hauptbau ersetzte man 1997 durch ein neues Gebäude, das sich an seinem historischen Vorgänger in Proportion und Kubatur orientiert und schuf so wieder ein eindrucksvolles optisches Ensemble.

Zum Kanal hin zeigt sich die moderne Fassade des Neubaus mit einer Photovoltaikanlage als Bedachung sowie großzügigen, begrünten Dachterrassen und Innenhöfen. Der zur Scharnhorststraße gelegene, um 1822 gärtnerisch gestaltete Kanonenhof, geht auf einen Entwurf Lennés zurück.

Das große Gebäudeensemble der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Akademie wurde in den Jahren 1905-1910 von den Berliner Architekten Cremer & Wolffenstein in friderizianischem Neobarock erbaut und erlebte eine wechselvolle Geschichte. Als Ausbildungsstätte mit komfortablem Wohnheim, Hörsälen, Bibliothek und repräsentativen Festsälen für die angehenden Militärärzte entworfen, dienten die Gebäude von 1920 - 1934 dem Reichsarbeitsministerium. 1934 fand die Neugründung der Militärärztlichen Akademie statt, nach Kriegsende nutze die Rote Armee die Gebäude als Lazarett.
Vom Jahr 1951 an befanden sich hier im Hauptgebäude an der Invalidenstraße sowohl das Oberste Gericht und die Generalstaatsanwaltschaft, als auch in den weiteren Gebäuden das Gesundheitsministerium sowie das Regierungskrankenhaus der DDR. Ab 1961 verlief entlang des Kanals die Berliner Mauer mit Grenzstreifen.1991 begann der Umbau der denkmalgeschützten Gebäude und Innenhöfe zum heutigen Bundeswirtschaftsministerium. Unter Berücksichtigung der Prinzipien des wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Bauens gelang die städtebauliche Wiederherstellung dieses geschichtsträchtigen Komplexes.

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