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Realisierungswettbewerb

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Realisierungswettbewerb

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Der Berliner Dienstsitz des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ist derzeit provisorisch in einem Mietobjekt des Bundes am Alexanderplatz untergebracht. Da die dortigen räumlichen Gegebenheiten nicht den technischen und organisatorischen Ansprüchen einer modernen Ministeriumsleitung entsprechen, soll der Berliner Dienstsitz des BMU in die bundeseigenen Liegenschaft Stresemannstraße 128-130 überführt werden. Der 1913-1916 als Teil des preußischen Landwirtschaftsministeriums errichtete, denkmalgeschützte Altbau ist hierfür sehr gut geeignet.

Durch die Instandsetzung des Gebäudes unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen, die Errichtung eines Dachgeschosses und eines Anbaus soll dem Bundesministerium eine unverwechselbare Identität verliehen und ein Beitrag zur städtebaulichen Aufwertung an diesem markanten Ort geleistet werden.

Ziel dieses Wettbewerbs im vereinfachten Verfahren mit einer Bearbeitungszeit von nur 5 Wochen kann nicht der endgültige Entwurf sein. Vielmehr geht es darum, ein Konzept zu erhalten für die funktionale und repräsentative Unterbringung der Dienststelle und die städtebaulichen Zielsetzungen, sowie einen Architekten zu finden, dessen "Handschrift" dem Anspruch an ein Ministerialgebäude in dieser Lage in besonderem Maße gerecht zu werden verspricht.

In der Entscheidungsunterlage-Bau (ES-Bau) wurde ein "Kostendeckel" festgesetzt, der zwingend einzuhalten ist.


Lage und Geschichte

Die Stresemannstraße 128 liegt nur wenige Schritte entfernt vom S-, U- und künftig auch Regionalbahnhof Potsdamer Platz. Die meisten Bundesministerien und Parlamentsbauten sind fußläufig zu erreichen.

Das spätwilhelminische Gebäude wurde bis zum Ende des 2. Weltkriegs vom Preußischen Landwirtschaftsministerium genutzt. Ende der 40er Jahre wurde es von der Konsumgenossenschaft der DDR übernommen und die Kriegschäden mit relativ einfachen Mitteln behoben.

Historisches FotoHistorisches Foto

Mit der Teilung Berlins wurde der Bau als Teil der Grenzanlagen direkt in die so genannte Hinterlandmauer einbezogen. Die Arkaden und der Haupteingang wurden zugemauert. Die Erschließung konnte daher nur noch von Osten über den Hintereingang erfolgen. Als Folge dieser Umkehrung der Erschließung entstand 1967 ein Verbindungsgang über den Innenhof zur Eingangshalle.

Die Decke des Luftschutzbunkers, die mit ca. 2,5 Meter Höhe fast ein Drittel des Erdgeschossgrundrisses einnimmt und den ringförmigen Erschließungsflur unterbricht, kann aus Kostengründen nicht entfernt werden.


Wettbewerbsverfahren und –beteiligte

Der Wettbewerb wurde als anonymer Einladungswettbewerb in Form des vereinfachten Verfahrens nach den GRW95 innerhalb eines Verhandlungsverfahrens nach VOF durchgeführt.

Die 7 Teilnehmer wurden im Rahmen eines offenen Bewerberverfahrens aus 125 Bewerbungen ausgewählt. Als Zulassungsbereich galten die Mitgliedstaaten des WTO-Abkommens über das öffentliche Beschaffungswesen (General Procurement Act) und der ergänzenden Abkommen.

Fachpreisrichter:Stellvertreter:
Rebecca Chestnutt, Berlin (Vorsitzende)
HG Merz, Stuttgart / Berlin
Florian Mausbach, Berlin
Andreas Hild, München
BD Eckart Kuntzsch, Berlin
  
Sachpreisrichter: 
RD Werner Pries, BMG
MR Horst Grothues, BMVBW
 
  
Sachverständige: 

Dr. Jörg Haspel

Uwe Prößdorf

Landeskonservator, Leiter des Landesamts für Denkmalschutz
Projektsteuerung (Kosten)

Wettbewerbsbetreuung
BBR Referat II 3 – Planung, Wettbewerbe, Gutachten –
Hardenbergstraße 10, 10623 Berlin
Dipl. Ing. Arch. Beate Hückelheim-Kaune (Referatsleitung)
Dipl. Ing. Arch. Philipp Dittrich (Projektleitung)
philipp.dittrich@bbr.bund.de


Wettbewerbsergebnis

1. Preis

Geier Maass Pleuser Architekten, Berlin
Almut Geier, Enno Maass, Jürgen Pleuser
Freie Mitarbeit: Thomas Eysholdt
mit BAL Bauplanungs- und Steuerungs AG, Berlin
U. Schultz, J. Scheele

Geier Maass Pleuser Architekten, Berlin - LageplanLageplan

Geier Maass Pleuser Architekten, Berlin - PerspektivePerspektive

2. Preis

Ortner & Ortner Baukunst, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Prof. Laurids Ortner, Prof. Manfred Ortner
Mitarbeiter: Ole Ritzke, Sudhanna Frings, Britta Knüppel, Stefan Motz
Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Westphal, Berlin
Peter U. Westphal
TGA: INTEG Dipl. Ing. Georg Mayer & P., Beratende Ingenieure für Technische Gesamtplanung GmbH, Berlin
Stefan Stüer

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Ortner & Ortner Baukunst, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin - PerspektivePerspektive


3. Preis

büro west, Berlin und Goetz und Hootz Architekten BDA, München
Uwe Drepper, Georg Wasmuth, Marco Goetz, Katrin Hootz
Mitarbeiter: Ekkehard Schönbohm

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Engere Wahl

Architekturbüro Prof. D. G. Baumewerd, Münster
Prof. Dieter G. Baumewerd
Mitarbeiter: Eugen Jagiela, Peter Zipp, Ines Gruß, Uta Göckede, Dirk Rosengarten, Sabine Göckede.
Tragwerksplanung: gantert + wiemeler ing.planung, Münster / Cottbus
Rudolf Gantert
TGA: Ingenieurgesellschaft Feldmeier, Münster, Ulrich Feldmeier

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2. Rundgang

Grüntuch Ernst Architekten BDA, Berlin
Armand Grüntuch, Almut Grüntuch-Ernst
Mitarbeiter: Florian Fels
Lichtplanung: Kardorff Ingenieure Lichtplaner, Berlin

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Deubzer König Architekten, Berlin
Prof. Hannelore Deubzer, Jürgen König
Mitarbeiter: Stefan Robakowski, Annette Wolpert, Jan Fischer
Tragwerksplanung: Ing.-Büro für Bauwesen Herbert Fink, Berlin
Herbert Fink

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1. Rundgang

Auer + Weber + Architekten, Freie Architekten BDA, Stuttgart
Prof. Carlo Weber
Mitarbeiter: Christof Hemminger, Katrin Mahler, Rainer Oertelt, Achim Söding, Andrea Tontsch, Anne Fiedler
Tragwerksplanung: Leonhardt, Andrä + Partner, Beratende Ingenieure GmbH, Stuttgart, Martin Jelicka
Landschaftsplanung: Stötzer Neher Landschaftsarchitekten, Sindelfingen
Prof. Jörg Stötzer

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Zusatzinformationen

Kontakt

Philipp Dittrich
Referat A2- , Projektentwicklung, Wettbewerbe und Zuwendungsmaßnahmen im Inland 
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
Tel.: +49 30 18401-7201
Fax: +49 30 18401-7209

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