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Architektenwettbewerb

Bundesministerium des Innern

4. Ankauf
Thomas von Thaden Architekten BDA, Berlin

Beurteilung durch das Preisgericht (Auszug)

Der einfache Baukörper, als Solitär auf dem Grundstück platziert, schafft einen Platz zum Restaurant Paris-Moskau, das in einem Baumhain seinen Ort findet. Von der Straße Alt-Moabit erfolgt die öffentliche Erschließung des Platzes. Die interne Erschließung von der Ingeborg-Drewitz-Allee entlang der Bahnlinie lässt diese Seite vollends zur Rückseite werden, die neben den Bahnverkehr noch den Erschließungsverkehr verkraften muss. Die städtebauliche Einbindung wird durch den Solitär nicht völlig ausgereizt. Der ausschließlich als Zweibund organisierte Grundriss entspricht der Einfachheit des Baukörpers, kann aber mit den langen geraden Fluren keine moderne, stimulierende Arbeitswelt schaffen. Die überglasten, jedoch ausreichend dimensionierten Innenhöfe, bieten keinen Ausblick, der der guten Lage entspricht und wirken in der Stimmung eher trist und monoton. Die Materialwahl und die schematischen Aufrisse der Fassaden lassen keinen modernen, zeitgemäßen Bürobau entstehen der eine besondere Arbeitsatmosphäre vermittelt. Der große Vorzug der Arbeit liegt in der Einfachheit und der daraus resultierenden ökonomischen Ausrichtung, die erkannt und gewürdigt wird. Die avisierten Kostenkennwerte der Erstellung werden deutlich unterschritten. Die geringen Oberflächen aller Fassaden lassen sowohl im Unterhalt wie auch in der Erstellung ein wirtschaftliches Gebäude erwarten. Auch die nachhaltigen Aspekte des Energiekonzeptes und der Tageslichtnutzung liegen im wirtschaftlichen Bereich. Der Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit einerseits und einer anregenden Arbeitswelt anderseits wurde zu sehr zugunsten der Wirtschaftlichkeit entschieden und wird der besonderen Aufgabe nicht ganz gerecht.

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