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Architektenwettbewerb

Bundesministerium des Innern

3. Preis (58.000 Euro)
Meyer Hinrichs Wilkening, Berlin

Beurteilung durch das Preisgericht (Auszug)

Dem Projekt gelingt es auf eindrückliche Weise, das umfangreiche Programm sowohl stadträumlich wie innenräumlich zu thematisieren; stadträumlich stellt sich das Gebäude als kraftvolles Haus im Park dar, innenräumlich gelingt es, durch die Ausbildung verschiedener Hof- und Raumtypen ein vergleichsweise komplexes Raumgefüge öffentlicher Innen- und Außenräume zu schaffen. Unter der Prämisse eines großen Hauses in Garten wird die Adressbildung respektive die Gestaltung des Eingangsbereiches konsequent entwickelt, den Sicherheitsanforderungen kann damit sehr beiläufig Rechnung getragen werden. Gleichwohl kann die innere Hierarchie respektive Leitungsfunktion in dem erhöhten zentralen Bauteil eine gewisse baukörperliche Dramaturgie entwickeln. Mit der teilweise geschossübergreifenden und schematischen Fassadenstruktur werden die realen Maßstäbe und Volumen des Hauses geschickt in einem unbestimmten Zustand gehalten. In der Summe entsteht so ein suggestives Gebäude, das wenig über seine eigentlichen politischen respektive öffentlichen Inhalte zu erkennen gibt und von daher nur bedingt als Bundesministerium des Inneren in Berlin in Erscheinung zu treten vermag. Hinsichtlich der angestrebten Effizienz von Nutzfläche zu BGF berziehungsweise BRI werden die angestrebten Werte nicht erreicht, insbesondere erscheinen die Technikflächen zu kleindimensioniert. Die Fenster und Fassadentechnologie erscheint nicht nur ästhetisch noch sehr schematisch, sondern auch technologisch unausgereift. Zusammenfassend: ein kluges Projekt, in den kritischen Fragen optimierbar, hinsichtlich seiner urbanen Präsenz jedoch unbefriedigend.

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