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Bundesministerium für Arbeit und Soziales - Hauptgebäude

Grundsanierung des Bestandsgebäudes an der Wilhelmstraße in Berlin-Mitte

Zentrale Eingangshalle des Bundesministeriums für Arbeit und SozialesZentrale Eingangshalle des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Quelle: BBR

Nutzung / NutzerBundesministerium für Arbeit und Soziales
AdresseWilhelmstraße 49, 10117 Berlin
ArchitektKleihues + Kleihues
ProjektleitungBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat V
Gesamtkosten65 Millionen EURO
Wettbewerb und Ergebnisse Kleihues + Kleihues
Baubeginn / Fertigstellung1997 / 2001
Bruttogrundfläche36.000 Quadratmeter
Nutzfläche21.000 Quadratmeter

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am früheren Wilhelmplatz in Berlin-Mitte wurde am 23. Mai 2001 an Arbeitsminister Walter Riester übergeben. Nach drei Jahren Bauzeit ist das ehemalige Propagandaministerium und das Bankhaus von der Heydt im Kleisthaus nach den Plänen des Berliner Architekten Josef Paul Kleihues für die neue Nutzung durch die Bundesregierung als erster Dienstsitz des BMAS für 360 Mitarbeiter hergerichtet und um den Neubau einer zentralen Eingangshalle ergänzt worden.

Denkmalschutz, Kunst am Bau und moderne Formensprache bilden eine harmonische Einheit. Der Altbau wird als Zeugnis seiner Zeit respektiert und ihm durch die Eingangshalle und die heutige Nutzung neuer Geist und neues Leben eingehaucht. Entscheidend für den neuen Geist des Hauses ist auch die Kunst am Bau. Die Kunstkommission des Bundes hat in enger Abstimmung mit dem Architekten herausragende Künstler für die atmosphärische Aufwertung des Hauses gewonnen. Die Knotenpunkte der Gänge in allen Etagen wurden von drei Künstlern unterschiedlich, aber stets mit Bezug auf das Ministerium und das Gebäude gestaltet:
Thom Barth setzt sich in seinen 186 Einzelzeichnungen mit der neueren deutschen Geschichte und aktuellen Themen aus der Arbeits- und Sozialwelt auseinander, wobei er Bildmaterial aus Printmedien verarbeitet. Die Textilkollagen Katarina Zavarskas setzen sich mit der Thematik des Ministeriums auseinander und stellen zum Beispiel "Handwerk und Industrie" und "musisches und schöpferisches Arbeiten" dar. Die bunten Riesen-Stiere von Felix Droese spielen auf die Themen "Arbeit und Soziales" an und symbolisieren Kraft und Aufschwung.
Der Künstler Carsten Nicolai prägt das Foyer der Bibliothek und stimmt den Besucher auf die Welt der Bücher und Medien ein.
In der Eingangshalle wurde ein acht mal acht Meter großes gläsernes Schachbrett aus gelb-blauen Feldern des Pariser Künstlers Daniel Buren als optischer Mittelpunkt angebracht. Peter Chevalier von der Hochschule der Künste Berlin gestaltete den Sitzungssaal des Ministers mit einem großen Ölbild und lässt den ehemaligen „Steinsaal“ heiter und farbenfroh erscheinen.

Die Gestaltung des Innenhofs vereint durch ein stimmiges Konzept die sehr unterschiedlichen Anforderungen von Denkmalpflege und Nutzer. Die steinerne Strenge bleibt erhalten und wird von Buchsbosquetten und Felsenbirnen, Wasser und Steinbänken aufgelockert.

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