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Auswärtiges Amt

Herrichtung eines vorhandenen Verwaltungsgebäudes und Errichtung eines Erweiterungs-Neubaus am Werderschen Markt

Aussenansicht des NeubausBlick auf den Neubau am Werderschen Markt Quelle: Fotograf: Jürgen Hohmuth

ARCHITEKT

Altbau: Prof. Hans Kollhoff

Neubau: Thomas Müller / Ivan Reimann

WETTBEWERB + ERGEBNISSE

Altbau: mehrstufiges Verfahren

Neubau: wie vor, Beauftragung des 2. Platzes

GESAMTBAUKOSTEN

Altbau: 167,5 Mio. Euro

Neubau:  88,2 Mio. Euro

BAUBEGINN/FERTIGSTELLUNG 

Altbau: 06/1996 - 01/2000  

Neubau: 10/1997 - 12/1999

VERANTWORTLICHE FÜR DIE BAUDURCHFÜHRUNG

  • Projektcontrolling Alt- und Neubau:

    IPM Ingenieurgesellschaft für Projektmanagement mbH

  • Generalplanung Altbau:

    Prof. Hans Kollhoff Generalplanungs GmbH
    mit

    Bauüberwachung: BAL AG
    Tragwerksplanung: Dipl. Joachim Kaiser
    TGA: Winter Ingenieure
    Lichtplanung: Lichtvision
    Freianlagen: Sommerlad Haase Kuhli

  • Generalplanung Neubau:

    Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft für Architekten mbH
    mit

    Bauüberwachung: BAL AG
    Tragwerksplanung: GSE
    TGA: Alhäuser + König
    Lichtplanung: Licht Kunst Licht
    Freianlagen: Kienast Vogt und Partner

Das Auswärtige Amt ist das größte Ministerium der Bundesrepublik Deutschland. Es ist untergebracht im ehemaligen Reichsbankgebäude (Altbau) und dem Erweiterungsbau (Neubau) am Werderschen Markt im Berliner Bezirk Mitte.

Dem für die Herrichtung des Altbaus beauftragten Berliner Architekten Hans Kollhoff stellte sich im Rahmen der notwendigen Renovierung die Herausforderung, eine kritische Distanz zu den früheren Nutzungen zu finden, ohne dessen Geschichte völlig zu verdrängen. Die Gebäudesubstanz und das historische Äußere sollten trotz grundlegender Umbauten und eines Erweiterungsneubaus grundsätzlich erhalten bleiben.

In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wurden auch ausgewählte Raumensembles und Einzelteile aus den 30er, 50er und 70er Jahren erhalten.

Die Raumaufteilung und Inneneinrichtung wurde ganz an den Bedürfnissen des Auswärtigen Amts und an modernen Büro- und Kommunikationsstandards orientiert. Um den Büros und Konferenzbereichen zusätzliche Helligkeit zu verschaffen, wurden zu DDR-Zeiten verschlossene Fenster und Oberlichter wieder geöffnet.

Der Erweiterungsbau wurde von den Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann realisiert. Als einheitlicher, durch drei Lichthöfe zugleich aufgelockerter Kubusbau verwirklicht dieser sowohl die funktionalen Anforderungen des Auswärtigen Amtes als auch den erklärten Wunsch nach Offenheit.

Durch die Übernahme der gleichen Gebäudehöhe und -fluchten gewährleistet er eine sinnvolle Korrespondenz zum angrenzenden Altbau. Transparenz und Leichtigkeit bestimmen den Gesamteindruck.

Die axiale Abfolge der monumentalen Räume des Altbaus erhielt ein Gegenüber in dem Empfangshof des Neubaus, der eine großzügige Eingangssituation schafft. Unterirdisch sind beide Gebäude durch einen fußläufigen "Lichttunnel" und durch eine Tiefgarage miteinander verbunden.

Der Gesamtkomplex beinhaltet eine Bruttogeschossfläche von rund 180.000 Quadratmeter und bietet Platz für mehr als 2.000 Mitarbeiter.

Folgendes weiteres Bauprojekt für das Auswärtige Amt befindet sich derzeit in Vorbereitung:

  • Empfangsgebäude für Staatsgäste am Flughafen Berlin-Schönefeld

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