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Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Topographie des Terrors, Mai 2010Topographie des Terrors, Mai 2010 Quelle: ©BBR/Bildwerk

ENTWURF GEBÄUDEArchitektin Ursula Wilms, Partnerin bei Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten GbR, Berlin
ENTWURF GELÄNDELandschaftsarchitekt Prof. Heinz W. Hallmann, Aachen
BAUKOSTEN

21,26 Mio. Euro (Neubau)

4,00 Mio. Euro (Erstausstattung, Ausstellung)

1,00 Mio. Euro (Robinienwäldchen)

BAUBEGINN

11/2007 (Baugrube)

04/2008 (Rohbau/Freianlagen)

FERTIGSTELLUNG

05/2009 (Rohbau)

05/2010 (gesamt)

ERÖFFNUNG DES DOKUMENTATIONSZENTRUMS 6. Mai 2010
PROJEKTLEITUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat IV 4

Der Neubau des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors, mit dem im November 2007 begonnen und der im Mai 2010, 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, fertiggestellt und feierlich eröffnet wurde, ist seitdem der Öffentlichkeit zugänglich. Die Topographie des Terrors ist mit jährlich über 500.000 Besuchern einer der meistbesuchten Erinnerungsorte Berlins.

An dessen Stelle, in der Berliner Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße, hatten sich in den Jahren seit 1933 die wichtigsten Zentralen der nationalsozialistischen Repressions- und Verbrechenspolitik angesiedelt: 1933 das Geheime Staatspolizeiamt, 1934 die Reichsführung SS und 1939 das Reichssicherheitshauptamt, verantwortlich unter anderem für die Verfolgung politischer Gegner, die "Germanisierung" der eroberten Gebiete in Polen und der Sowjetunion sowie für den Völkermord an den europäischen Juden. Die im Zweiten Weltkrieg zum Teil stark beschädigten Gebäude wurden bis Mitte der 1950er Jahre abgerissen. Später wurde das Areal bis Mitte der 1980er Jahre einer Bauschuttverwertungsfirma und einem Autodrom zur "Zwischennutzung" überlassen.

Seit Ende der 1970er Jahre rückte der vergessene Ort des Terrors allmählich wieder in das öffentliche Bewusstsein. Ausschlaggebend waren Hinweise auf die Vergangenheit des Geländes im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Berlin, der Wiederaufbau des dem Gelände benachbarten, im Zweiten Weltkrieg stark zerstörten, früheren Kunstgewerbemuseums als Martin-Gropius-Bau sowie das bürgerschaftliche Engagement zahlreicher Initiativen und Einzelpersonen. In der Folge war das rund 45.000 Quadratmeter große Gelände mit seinen verstreuten Bodenzeugnissen (Keller, Fundamente, usw.) zwischen Wilhelmstraße, Niederkirchnerstraße (früher Prinz-Albrecht-Straße) und Anhalter Straße hergerichtet und 1987 zur 750-Jahr-Feier Berlins zusammen mit der provisorischen Ausstellung Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt auf dem "Prinz-Albrecht-Gelände" eröffnet worden.

Topgraphie des Terrors, Visualisierung des DokumentationszentrumsTopgraphie des Terrors, Visualisierung des Dokumentationszentrums Quelle: Heinle, Wischer und Partner

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