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Musikinstrumenten-Museum Berlin

Neues östliches Eingangsgebäude

Östlicher Blick auf die Fassade des neuen EingangsbausBlick von Osten auf den neuen Eingangsbau, Fotografin: Monika Fielitz, 06/2006

ArchitektEdgar Wisniewski, Berlin
Gesamtbaukosten2,11 Mio. Euro
Baubeginn / Fertigstellung01.10.2003 - 23.05.2006
weitere Projektbeteiligte

Bauüberwachung: dps Ingenieurgesellschaft, Berlin

Tragwerk: Ingenieurbüro Becker, Berlin

TGA: Brandi - IGH Ingenieure GmbH

Akustische Beratung: Thomas Fütterer, Berlin

Der Bau des Staatlichen Institutes für Musikforschung (SIM) mit angeschlossenem Musikinstrumenten-Museum (MIM) basiert auf einer Idee von Hans Scharoun, nach der sein Mitarbeiter Edgar Wisniewski den Entwurf als Teil des Kulturforums erstellt und das Gebäude errichtet hat. Der Bau besitzt eine direkte Verbindung zur Philharmonie und steht heute als Teil des Kulturforums unter Denkmalschutz.

Die ursprüngliche Konzeption des Musikinstrumenten-Museum sah eine Erschließung von Westen zum Tiergarten und zum Busbahnhof neben der Philharmonie vor. Bereits nach der Eröffnung wurde dieser Zugang jedoch immer weniger genutzt. Man betrat das Museum stattdessen über den angrenzenden Parkplatz der Philharmonie aus, von wo aus ein schmaler Fußweg in das Gebäude hineinführte. Eine sehr unbefriedigende Eingangssituation.
Nach dem Fall der Mauer bot die geänderte städtebauliche Situation eine Chance östlich des Museums: Ein neuer Zugang zum Musikinstrumenten-Museum gegenüber dem Sony-Center.

Der Zugang zum Museum erfolgt neu im Bereich eines ehemaligen Notausgangs an der Ostseite des Museums. Der umgesetzte Entwurf sieht einen tiefen Einblick in die Ausstellung des Museums vor. Die Fassade ist großflächig verglast. Im Vordach des neuen Eingangs können zwölf Lautsprecher als "Klangpromenade" einzeln angespielt werden, um bei Passanten und Besuchern zusätzlich Interesse durch Klanginstallationen zu wecken.
Um einen möglichst breiten Einblick in das Museum zu gewähren, musste der Künstlerraum neben dem großen Veranstaltungsraum, dem Curt-Sachs-Saal, abgebrochen und verlagert werden. So konnte neben dem Saal eine großzügige Öffnung in der bislang nahezu geschlossenen Ostfassade hergestellt werden.
Der Neubau selbst fügt sich nahtlos in die Fassadenstruktur ein, in dem die dreiteilige Konchenstruktur an der Ostseite weitergeführt und gestalterisch zum Abschluss gebracht wird. Ein Teil der neuen Fassade wurde mit vorhandenem Waldstein-Granit der ursprünglichen Fassade verkleidet.

Zitat des Architekten aus dem Baugenehmigungsantrag:
"Das großzügige Vordach schützt die Passanten beim Einblick in das Museum und hebt die Bedeutung des neuen Eingangbauwerks hervor. Um visuell die Beziehung zu den Gebäuden für die Musik, d. h. den Philharmonie-Bauten, zu verdeutlichen, wurde ein Teil der südlichen Schmalseite des Eingangbauwerks mit goldfarbenen eloxierten Alu-Strukturblechen, wie auch an der Philharmonie bzw. der Staatsbibliothek verkleidet."

Das neue Eingangsgebäude beinhaltet neben dem Kassenbereich auch Raum zur Präsentation einiger Instrumente und einen Wartebereich. Weiterhin sind Projektionsflächen vorgesehen für Informationen zum Museum und den verschiedenen Aktivitäten, wie Konzerte, Jazz-Veranstaltungen und ähnliches.

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