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Wettbewerb

Kunstgewerbemuseum Berlin

Interdisziplinärer Realisierungswettbewerb

Neuordnung der Ausstellung und Umgestaltung des Foyers

1. PreisQuelle: Kühn Malvezzi GmbH mit Double Standards

Beurteilung des Preisgerichts

Der Entwurf zeigt eine klare Gestaltungsposition im Umfeld der starken Architektur Gutbrods. Eine wesentliche Qualität des Entwurfs liegt in der optischen Beruhigung des "expressionistischen" Gebäudes. Die eingesetzten gestalterischen Mittel sind angemessen und stellen sich nicht gegen die vorgegebene Ästhetik des Bauwerks, sondern fügen sich mit eigener gestalterischen Aussage sehr gut ein.

Die Ausstellung ist minimalistisch einfach und gibt den Kunstobjekten einen würdigen Rahmen. Die Ausstellungsgegenstände werden durch die Präsentation in Kabinetten deutlich als eigenständiges Element von der Architektur des Gebäudes abgehoben.

Die Gliederung in Kabinette erlaubt eine dezidiert auf die Themen abgestimmte Form- und Farbgebung und bietet die Möglichkeit einer sehr dichten Präsentation von Einzelthemen. Die Lichtführung, im Wechselspiel von Kunst- und Tageslicht, kann je nach konservatorischen Bedingungen angepasst werden.

Positiv bewertet wird auch, dass der Garten im Innenhof in die Gestaltungsüberlegungen einbezogen wurde.

Durch die Wahl der Materialien und durch die Weiterverwendung der vorhandenen Vitrinen ist die vorgeschlagene Lösung zumindest in Bezug auf die Ausstellung ökonomisch. Lediglich die Dimensionierung der Eingangshalle stellt einen zu überdenkenden Kostenfaktor dar.

Insgesamt ist das räumliche Konzept ästhetisch und funktional überzeugend. Kritik besteht bezüglich der Ausstellungsgrafik: die Typografie ist zu dekorativ, zu ornamental, zu dominant und zudem schlecht lesbar.

2. PreisLandau + Kindelbacher mit Stauss + Pedrazzini, MünchenNr. 1015
AnkaufHG Merz GmbH, StuttgartNr. 1012
AnkaufRoger Karbe Architekten mit Rosemarie Frank Design, BerlinNr. 1014

Weitere Teilnehmer

GEWERK GbR mit Baumeister und Dietzsch
Architekten GbR, Berlin
Nr. 1011
Helge Sypereck GmbH; Berlin mit
Klaus-Jürgen Sembach Ausstellungsgestaltung;
München und Ott + Stein Grafik-Design, Berlin
Nr. 1013
Klaus Block, Architekt; Berlin mit
Andreas Brandolini, Designer/Architekt, Saarbrücken
Nr. 1017

Auslober

Stiftung Preußischer Kulturbesitz
vertreten durch das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR),
Fasanenstraße 87, 10623 Berlin

Stimmberechtigte Fachpreisrichter

Prof. Johanne Nalbach, Architektin, Berlin
Claus Anderhalten, Architekt, Berlin
(für Prof. Boris Podrecca, Architekt, Wien)
Prof. Ulrich Schwarz, Designer, Berlin
Jean-Michel Wilmotte, Szenograph, Paris

Stimmberechtigte Sachpreisrichter

Prof. Dr. Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin
Dr. Angela Schönberger, Direktorin des Kunstgewerbemuseums
Nikolaus Mölders, Leitender Baudirektor im BBR
(für Florian Mausbach, Präsident des BBR)

Stellvertretende Fachpreisrichter

Prof. Stefan Koppelkamm, Designer, Berlin

Stellvertretende Sachpreisrichter

Dr. Gisela Holan, Baureferentin der Staatlichen Museen zu Berlin
Lothar Lambacher, stellvertretender Direktor des Kunstgewerbemuseums

Sachverständige

Prof. Dr. Wilhelm Hornbostel, Direktor des Museums für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Prof. Hermann Kendel, Architekt, Berlin (ehem. Büro Gutbrod)
Sven Thomas-Woyton, Architekt/Projektsteuerer, Berlin
Eva Béherycz, Baudirektorin im BBR

Koordination und Durchführung des Wettbewerbs

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat IV S 3 - Projektentwicklung, Planung, Wettbewerbe, Zuwendungsmaßnahmen
Philipp Dittrich, Architekt (Projektleitung) und Michael Kasiske, Dipl. Ing. arch.
Fasanenstraße 87
10623 Berlin
Tel. 030/18401-8603

Art des Wettbewerbs

Der Wettbewerb wurde als einstufiger, anonymer Einladungswettbewerb im kooperativen Verfahren nach 2.4.4 der GRW 95 ausgeschrieben. Vorgeschaltet war ein offenes Auswahlverfahren, an dem sich 103 Bewerber beteiligten.

Wettbewerbsaufgabe

  1. Erschließung und (innen)architektonische Umgestaltung des Eingangsbereichs

    1. Verbesserung der Auffindbarkeit des Museums und seiner Eingänge vom Kulturforum und von der zentralen Eingangshalle
    2. Optimierung des Eingangsbereichs mit den Funktionen Kasse, Garderobe, Ruhezone und Plakatwand
  2. Neuordnung der Sammlung (in Folge der Einrichtung des zweiten Museumsstandortes im Schloss Köpenick)

    1. Integration von Möbeln, die nicht in Schloss Köpenick zur Aufstellung kommen
    2. Präsentation des Merseburger Spiegelkabinetts
    3. Präsentation des Merseburger Spiegelkabinetts
    4. Präsentation des Merseburger Spiegelkabinetts
    5. Integration der Modesammlung Kamer/Ruf und Stärkung der Modepräsentation insgesamt
  3. Leitsystem, Ausstellungsgrafik und Informationsvermittlung

    1. Leitsystem im Umfeld und evtl Gebäudebeschriftung
    2. Gebäudesignaletik
    3. Ausstellungsgrafik
    4. Gestalterische Neukonzeption der Informationsvermittlung/Vorschlag alternativer Medien

Beschluss und Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht hat mit 6:1 Stimmen beschlossen, die Arbeit mit der Tarnzahl 1016 mit dem ersten Preis auszuzeichnen, und dem Auslober einstimmig den ersten Preis zur Realisierung empfohlen.

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