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Museum für Fotografie

Ansicht Jebensstraße Haupteingang, März 2010Ansicht Jebensstraße Haupteingang, März 2010 Quelle: Fotograf-Stefan Müller

Museum für Fotografie

ARCHITEKTKahlfeldt Architekten, Ges. von Architekten mbH, Berlin
GESAMTBAUKOSTEN4,5 Mio. Euro (inkl. Ersteinrichtung)
BAUBEGINN Januar 2008
BAULICHE FERTIGSTELLUNGHerbst 2009
ERÖFFNUNG26. Mai 2010
WEITERE PROJEKTBETEILIGTE

Projektcontrolling:
CONVIS GmbH, Berlin

Tragwerksplanung:
Jockwer + Partner, Berlin

Klima- und Fördertechnik:
HACON Ingenieurgesellschaft mbH, Finsterwalde

Elektrotechnik:
PRG Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin

Im Jahre 1909 wurde das Gebäude Jebensstraße 2 in Berlin-Charlottenburg von den Architekten Schmieden und Boethke als Versammlungshaus der Offiziere der Landwehrinspektion errichtet und diente als Treffpunkt und Vergnügungsstätte für das preußische Militär. Nach Auflösung der Armee in der Folge des Ersten Weltkrieges ließ insbesondere der große Kaisersaal im 2. Obergeschoss eine Umnutzung als Theater zu, das jedoch 1938 den Betrieb einstellte. Mehrere Bombentreffer zerstörten im Zweiten Weltkrieg hauptsächlich die rückwärtigen Räume und das Dach. Der Architekt Max Taut sicherte bereits 1946 im Auftrag des Britischen Militärs die Ruine durch einen sichtbaren, vereinfachten Dachstuhl, der nicht mehr das ursprüngliche Tonnengewölbe nachzeichnete.

Nach einem umfassenden Umbau durch das Büro Kahlfeldt Architekten, Berlin, zeigt die Helmut-Newton-Foundation seit 2004 die Arbeiten Helmut Newtons im neuen Museum für Fotografie der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB). Dazu wurden bis 2005 das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss durch die Helmut-Newton-Foundation zu Ausstellungsflächen hergerichtet. Das Provisorium des ehemaligen Kaisersaals diente dem Museum für Fotografie als Ausstellungsraum.

Die Planungen für die Räumlichkeiten des Museums für Fotografie im 2., 3. und im Dachgeschoss des Hauses in der Jebensstraße schreiben den Entwurf von Kahlfeldt Architekten fort. Grundlage sind die Standards des Maßnahmenkataloges, die für das vorliegende Projekt durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und die Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) definiert wurden. Er umfasst im 1. Bauabschnitt die Herstellung des zweigeschossigen Kaisersaals im Mittelbau des 2. und 3.Obergeschosses als raumlufttechnisch geregelten modernen Ausstellungsbereich mit den ursprünglichen Vestibülen zum Ost- und Westhof, die Herrichtung des Bereichs zur Ausstellungsvorbereitung (raumlufttechnisch geregelt) im westlichen Nebentrakt des 2. Obergeschosses sowie die Erneuerung der Personenaufzugsanlage und davon unabhängige Umbauten für die Brandschutzertüchtigung im gesamten Gebäude. Im Rahmen der geplanten Maßnahmen wurden außerdem die veralteten und unsicher gewordenen Leitungsstränge der Heizungs- und Sanitärversorgung im gesamten Gebäude erneuert. Dies erfolgte weitgehend unter Berücksichtigung der permanenten Nutzung des Gebäudes und entsprechend räumlich und zeitlich eingegrenzter Bautätigkeit. Des Weiteren wurde die Erstausstattung der Ausstellung eingerichtet inklusive Kompletterneuerung des Kassensystems.             

Kaisersaal, Blickrichtung Jebensstraße, März 2010Kaisersaal, Blickrichtung Jebensstraße, März 2010 Quelle: Fotograf-Stefan Müller


Längsschnitt vom Kaisersaal Längsschnitt vom Kaisersaal Quelle: © Kahlfeldt Architekten, Berlin

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