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Deutsche Schule Valencia

Valencia


PLANUNGBundesbaudirektion
WETTBEWERB-
GRUNDSTÜCKSGRÖSSE8.483
GESAMTKOSTEN3,5 Millionen DM
BAUBEGINNAugust 1959
FERTIGSTELLUNGOktober 1961
BAULEITUNGBundesbaudirektion
KUNST AM BAUAlfaro, H. Schwarz
ERWEITERUNGSBAU:
PLANUNGBundesbaudirektion
GESAMTKOSTEN3,77 Millionen DM
BAUBEGINNApril 1996
FERTIGSTELLUNGNovember 1997
GENERALISIERUNG:
PLANUNGAna Liado, Barcelona
GESAMTKOSTEN5,06 Millionen DM
BAUBEGINNJuli 1998
FERTIGSTELLUNGAugust 2000
BAULEITUNGBundesbaudirektion

Deutsche Schule Valencia
Die Deutsche Schule in Valencia stellt ein gutes und typisches Beispiel der Architektur der 50er Jahre dar. Die Einflüsse von Le Corbusier und Oskar Niemeyer sind an den 1959 begonnen Bauten deutlich spürbar. Auch die Tatsache, dass gleichzeitig zahlreiche ähnliche Schulbauten des gleichen Typus in Deutschland entstanden, macht diesen Bau stellvertretend für viele interessant. Die Gestalt der Gebäude ist heute durch Umbauten und Erweiterungen jedoch nicht mehr im Ursprungszustand erhalten.

Die Schule gliedert sich in ein größeres Lehrgebäude, einen Kindergarten und eine Turnhalle. Alle Häuser sind durch einen überdeckten Verbindungsweg miteinander verbunden, stehen rechtwinklig zueinander und umschließen einen sich nach Norden öffnenden Pausenhof. Das vierstöckige Schulhaus, das sich an der westlichen Grundstücksseite befindet, steht im Erdgeschoss frei auf Sichtbetonstützen. Als Verkleidung kam allseitig weißer Mosaik (technisches Porzellan) zur Anwendung. An der Fassade zur Hofseite ist ein Betonraster aus horizontalen und vertikalen Blenden den Fenstern der Klassenräume vorgesetzt. Sie sorgen in den Sommermonaten, während in der Stadt am Mittelmeer Temperaturen um die 40° herrschen, für Wärmeschutz. Zusätzlich stellen Sonnenlamellen einen Blendschutz dar. Zur Straßenseite hin ist die Fassade mit versetzten Wandscheiben verkleidet. Die Fassade wurde wegen ihrer farbigen Mosaikverkleidung 1992 von der Stadt Valencia unter Denkmalschutz gestellt. In den vier Obergeschossen des Schulhauses bieten die Klassenräume Platz für 590 Schüler. Das 4. Stockwerk war einer Bibliothek mit Nebenräumen und einer offenen Dachterrasse vorbehalten, die allerdings inzwischen überbaut wurde. Das Äußere der Turnhalle, die auch für andere Zwecke nutzbar ist, wird von Sichtbetonrastern bestimmt. Die Felder zwischen den Betonrahmen sind mit verglasten Betonwabensteinen ausgefacht; Brüstungs- und Gesimsstreifen durch weißen Mosaik verkleidet. Der aus mehreren kleinen, ineinander versetzten Gebäuden bestehende Kindergarten wurde abgerissen und 1997 durch einen Neubau mit integrierter Grundschule ersetzt.
Im Zuge der Generalisierung des Hauptgebäudes und der Turnhalle wurden bei laufendem Schulbetrieb Böden erneuert, Fenster ausgetauscht und Installationen modernisiert.

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