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Ergebnis des Wettbewerbs

Entscheidung und Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht tagte am 11. Mai 2009 unter dem Vorsitz von Herrn Professor Achim Heine und entschied wie folgt:

1. Rang: 1610
Gerhards & Glücker Architekten und Museumsgestalter BDA, Berlin
unit-Design GmbH, Frankfurt am Main

2. Rang: 1611
büro uebele, Stuttgart
büro für gestaltung zieglerbürg, Stuttgart

Die Jury empfiehlt somit die Arbeit mit der Tarnzahl 1610 als Grundlage für das Handbuch bauliches Corporate Design zur weiteren Bearbeitung.

 
Übersicht über die Wettbewerbsarbeiten


1. Rang 1610

Gerhards & Glücker Architekten und Museumsgestalter BDA, Berlin
Entwurfsverfasser: Carsten Gerhards, Andreas Glücker
Hilfskräfte und Studierende: Jan Köpper, Dipl. Designer

unit-Design GmbH, Frankfurt am Main
Entwurfsverfasser: Bernd Hilpert, Professor Peter Eckart
Angestellte Mitarbeiter: Florian Kleene
Freie Mitarbeiter: Robert Cristinetti

"Unsere Strategie ist es, den disparaten Ausstattungsbestand durch die prägnanten Primär- und Sekundärmodule bei minimalem Materialeinsatz zusammenzuhalten." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Arbeit 1610 überzeugt durch ein gut formuliertes System von prägnanten, unterschiedlich kombinierbaren Modulen. Die unter anderem von der Möblierung aus Goethes Gartenhaus abgeleiteten Objekte werden zu elementaren Möbeln, an die man sich erinnert. Dabei werden die Möbel nicht nur in ihrer Funktion, sondern als Zeichen, als metaphorische Elemente wahrgenommen. Die Jury ist der Ansicht, dass sich die vorgeschlagenen Objekte, unterstützt durch das reduzierte Leitsystem und den Einsatz von (Goethe-) Grün als einzige Farbe in den heterogenen Umgebungen der Goethe-Institute durchsetzen können. Die einzelnen Elemente dieser Arbeit vereinen sich zu einem sehr stimmigen Bild von Offenheit und Dialogfähigkeit, was der Geisteshaltung des Goethe-Instituts entspricht.

1610 alle



2. Rang 1611

büro uebele, Stuttgart
Entwurfsverfasser: Andreas Uebele
Angestellte Mitarbeiter: Karin Dittmann, Katrin Häfner, Carolin Himmel, Beate Kapprell, Angela Klasar, Kristina Reuter
Hilfskräfte und Studierende: Stefan Becker, Anja Klein

büro für gestaltung zieglerbürg, Stuttgart
Entwurfsverfasser: Diane Ziegler, Stefanie Bürg
Angestellte Mitarbeiter: Miriam Kreil
Hilfskräfte und Studierende: Lena Andratschke, Benjamin Wedig

"Das Thema des Entwurfes wird aus der Schrift als geschriebene Sprache hergeleitet: Gedichte Goethes werden zu schwarz-weißen Zeilen, die sich als Textur durch alle Räume ziehen. Die Möblierung wird ebenfalls aus der Schrift abgeleitet: Das Auf-und-Ab aus Versalien, Oberlängen und Kleinbuchstaben bildet Sitz- und Thekenmöbel.“"(Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts

Der Entwurf 1611 sticht besonders dadurch heraus, dass eine starke, überzeugende Grundidee in einen Entwurf übersetzt wurde. Die Idee aus Schrift beziehungsweise Texten Goethes ein Gestaltungsprinzip abzuleiten, wurde von der Jury ausdrücklich gelobt. Diese Idee wurde in allen Gestaltungselementen konsequent durchdekliniert. Seitens der Jury bestehen vor allem Bedenken bezüglich der Migrationsfähigkeit dieses Corporate Designs in bestehende Institute sowie seines Zusammenspiels mit bestehenden Elementen. Das Hauptargument gegen den ansonsten in sich sehr stimmigen Entwurf war jedoch die zu große Diskrepanz zwischen dem heutigen, als auch dem in die Zukunft projizierten Leitbild des Goethe-Instituts. Die Anwendungen im Raum konnten nicht als stimmiges Abbild der CI des Goethe-Instituts identifiziert werden.

1611 alle

 

2. Rundgang 1606

Design Stauss Grillmeier, München
Entwurfsverfasser: Professor Kilian Stauss, Josef A. Grillmeier
Angestellte Mitarbeiter: Maxi Meilick

Studio Professor Haegele, München
Entwurfsverfasser: Professor Rainer Haegele

"Die Goethe-Institute benötigen Instrumente, die sich zueinander verhalten wie Familienmitglieder. Der Mensch ist der Maßstab der Goethe-Institute, nicht das Gebäude und auch nicht das Produkt. Alle vom Goethe-Institut verwendeten Instrumente müssen sich am Menschen orientieren." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts 

Das Konzept der Arbeit 1606, die Goethe-Institute mit mehreren Einzelelementen von reduzierter Farbigkeit zu ergänzen, wird unterschiedlich beurteilt. Das bescheidene Auftreten kommt einerseits dem Charakter des Goethe-Instituts entgegen, kann jedoch dazu führen, dass die Eingriffe nicht als identitätsstiftend wahrgenommen werden. Die Jury ist der Meinung, dass die einzelnen Module kein stimmiges Gesamtbild ergeben und auch zentrale Fragen der Funktionalität nur unzureichend beantwortet werden. So erscheint etwa die fehlende Stapelbarkeit des vorgeschlagenen Stuhls oder der weltweite Einsatz des Materials Filz als zentrales Element fragwürdig.

1606 alle


2. Rundgang 1607

Design Company Agentur GmbH, München
Entwurfsverfasser: Hubert Grothaus
Angestellte Mitarbeiter: Vivian Bond-Grothaus, Angelika Wenda, Yvonne Poetsch
Hilfskräfte und Studierende: Horst Wittmann

!Aufgrund der unterschiedlichen Architektur an den verschiedenen Standorten werden Elemente mit hoher Symbolkraft entwickelt, die sich flexibel und freistehend in die vorhandenen Räume implementieren lassen: Eichenholzstäbe mit eingelassenem Plexiglas und Beschriftung dienen als Orientierungssystem; weiße Inselelemente mit Theke, Tisch und Sitzbänken setzen, zusammen mit Farbigen Wänden Akzente im Raum." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Jury beurteilt die Beschränkung des Entwurfs auf wenige Elemente positiv. Während die vorgeschlagenen Farben zur Orientierung überzeugen, ergibt sich aus dem Abweichen vom Logo des Goethe-Instituts kein Gewinn. Auch die Tauglichkeit des an sich ästhetisch überzeugenden Holzstabs im täglichen Gebrauch wird bezweifelt.Die Inselinstallattionen bleiben in der vorgeschlagenen Form fragwürdig. 

1607 alle


2. Rundgang 1608

Goetz Hootz Castorph Architekten und Stadtplaner GmbH, München
Entwurfsverfasser: Katrin Hootz
Angestellte Mitarbeiter: Lisa Messer
Hilfskräfte und Studierende: Marianna Dörfler

GardenersAmmonBlumeGbR, Frankfurt am Main
Entwurfsverfasser: Ines Blume
Hilfskräfte und Studierende: Ulrike Ginkel, Sybille Neumeyer

"Alle gestalterischen Eingriffe sind additiv. Sie werden dem Gebäude beigestellt, angelehnt und unterstützen so die räumliche Idee. Das Gebäude dient als Hülle, Bühne, Inszenierung."(Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Das Konzept der Arbeit 1608, mit minimalen Eingriffen die Wiedererkennbarkeit zu erhöhen, wird von der Jury positiv bewertet. Jedoch können der Einsatz der Typografie, sowie die dargestellte Möblierung nicht überzeugen. Die Jury ist der Meinung, dass die Elemente in ihrer Gesamtheit zu wenig Kraft haben, um sich in den heterogenen Umgebungen der Goethe-Institute identitätsbildend durchzusetzen.

1608 alle

 

2. Rundgang 1609

Heide & von Beckerath, Berlin
Entwurfsverfasser: Tim Heide, Verena von Beckerath
Hilfskräfte und Studierende: Kevin Helms, Jan Derveaux, Henrike Körtemeyer

Manuel Raeder, Berlin
Entwurfsverfasser: Manuel Raeder
Hilfskräfte und Studierende: Rikard Heberling

"Der intime Charakter der vorhandenen Institutsräume soll bewahrt werden. Es wird ein System angeboten, dass den Benutzern die Möglichkeit zur Anwendung, Interaktion und zur persönlichen Identifizierung gibt. Bedruckte Magnetfolien können auf einem modularen Möbelsystem befestigt werden, das auf DIN-Maßen beruht." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Arbeit 1609 hat einen spannenden konzeptionellen Ansatz, schafft es jedoch nicht, diesen in einen überzeugenden Entwurf zu übersetzen. So konnte das Möbelsystem mit magnetischer Oberfläche und Magnettafeln als Leitsystem nicht überzeugen, zumal auch die Vorgaben für das grafische Corporate Design ohne Beachtung bleiben. Die Jury ist der Ansicht, dass die Wiedererkennbarkeit der Goethe-Institute mit den vorgeschlagenen Maßnahmen nicht signifikant erhöht werden kann.

1609 alle


2. Rundgang 1612

KSV Krüger Schuberth Vandreike, Berlin
Entwurfsverfasser: Bertram Vandreike
Angestellte Mitarbeiter: Michael Korb
Hilfskräfte und Studierende: Philipp Janke
Fachberater: Emmanuel Weu (Visualisierungen)

POLYFORM Götzelmann, Schumann, Stark GbR, Berlin
Entwurfsverfasser: Joachim Schumann, Katrin Middel, Susan Schepe

"Kultureller Austausch entsteht durch Dialog und gegenseitiges Interesse. Nur wer sich zeigt ist identifizierbar, und eine Begegnung wird möglich." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Arbeit 1612 schlägt ein sehr konsequent und bis ins Detail durchdachtes System von Möblierung und Typografie vor. Positiv bewertet wird vor allem der spielerische Umgang mit Sprache, während die Prägnanz der vorgeschlagenen Möblierung als eher schwach bewertet wird.Die Möblierung trägt der geforderten Wiedererkennbarkeit nicht ausreichend Rechnung.

1612 alle


2. Rundgang 1614

gernot schulz architektur, Köln
Entwurfsverfasser: Professor Gernot Schulz Architekt BDA
Angestellte Mitarbeiter: Ufuk Celik, Marcus Wagner, André Zweering,
Raphaella Burhenne de Cayres

22quadrat
Patrick Voigt, Osnabrück
Entwurfsverfasser: Denis Vidinski, Patrick Voigt

"Die Kerninhalte der täglichen Arbeit in den Goetheinstituten, das Vermitteln deutscher Sprache und Kultur, zu thematisieren und in den Vordergrund des einheitlichen Erscheinungsbilds der Goethe-Institute zu stellen."(Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Stärke des Entwurfs 1614 liegt vor allem in der Außenwirkung und in dem vorgeschlagenen Einsatz von Medien. Positiv bewertet wurde die farbliche Codierung der Ankerräume, während die dazu vorgeschlagene Möblierung zu schwerfällig erscheint und nicht den funktionalen Anforderungen des Goethe-Instituts genügt. Auch bestehen von Seiten der Jury Bedenken hinsichtlich der Wiedererkennbarkeit von Leitsystem und Möblierungsvorschlag sowie bezüglich dessen Machbarkeit.

1614 alle


1. Rundgang 1613

Lorber + Paul Architekten, Köln
Entwurfsverfasser: Annette Paul, Gert Lorber
Angestellte Mitarbeiter: Kathrin Sorge
Hilfskräfte und Studierende: Maria Gomes

res d Rebecca Schröder Design, Köln
Entwurfsverfasser: Rebecca Schröder
Freie Mitarbeiter: Gesine Voss

"Der Entwurf hat drei Themen: sogenannten 'Deutschlandschaften', die Vernetzung der Institute und den Kreis. Großformatige Landschaftsfotografien auf Fenstern und Wänden bilden die sogenannten 'Deutschlandschaften' als deren Pendant eine Echtzeitkommunikation die Institute Weltweit verbindet. Der Kreis wird aus dem Institutslogo hergeleitet: Kreisförmige Rauminseln schaffen eine räumliche Prägung." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Der Entwurf 1613 nimmt die Kreisform des Goethe-Logos als konzeptionelle Grundlage für die Gestaltung des baulichen Corporate Design. Die Jury hält sowohl den Ansatz als auch die daraus abgeleitete Möblierung für ungeeignet. Die Kreisform kann keine räumlichen Probleme lösen und ist zudem aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisierbar. Die Jury hebt hervor, dass das Leitsystem solide ausgearbeitet ist.

1613 alle

 

Wettbewerbsverfahren

Art des Wettbewerbs

Das Verfahren wurde als einstufiger, anonymer Realisierungswettbewerb im kooperativen Verfahren in Anlehnung an die GRW 1995 durchgeführt. Vorgeschaltet war ein offenes Bewerbungsverfahren. Zur Teilnahme zugelassen waren gemäß Bekanntmachung vom 18. November 2008 Teams aus Architekten und Designern. Am 23. Januar 2009 bestimmte ein Auswahlgremium die 9 Wettbewerbsteilnehmer aus insgesamt 59 Bewerbern.
In einem kooperativen Zwischenkolloquium am 13. März 2009 fand ein Meinungsaustausch zwischen Auslober, Preisrichtern, Sachverständigen, Vorprüfung und Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und über mögliche Lösungen statt.


Verfahrensbeteiligte

Auslober
Goethe-Institut e. V.
vertreten durch das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Fasanenstraße 87
10623 Berlin

Koordination und Durchführung
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Referat A2
Beate Hückelheim-Kaune (Referatsleitung)
Markus Popp (Projektleitung)
Fasanenstraße 87, 10623 Berlin

Stimmberechtigte Fachpreisrichter
Professor Daniela Haufe, Designerin
Professor Dieter Zimmer, Architekt
Professor Achim Heine, Designer
Jens-Ole Kracht, Designer

Stellvertretende Fachpreisrichter
Oda Pälmke, Architektin
Sibylle Schlaich, Designerin

Stimmberechtigte Sachpreisrichter
Professor Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident Goethe-Institut
Beate Hückelheim-Kaune, BBR
Sabine Bloch, Auswärtiges Amt

Sachverständige Berater
Ulla Brunckhorst, Innenarchitektin, BBR, Referat A2
Stephan Cordes, Architekt, Goethe-Institut

Vorprüfer
Friedhelm Gülink, Architekt
Christian Speelmanns, Dipl.-Ing. (Architektur)

Ergebnis des Wettbewerbs

Entscheidung und Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht tagte am 11. Mai 2009 unter dem Vorsitz von Herrn Professor Achim Heine und entschied wie folgt:

1. Rang: 1610
Gerhards & Glücker Architekten und Museumsgestalter BDA, Berlin
unit-Design GmbH, Frankfurt am Main

2. Rang: 1611
büro uebele, Stuttgart
büro für gestaltung zieglerbürg, Stuttgart

Die Jury empfiehlt somit die Arbeit mit der Tarnzahl 1610 als Grundlage für das Handbuch bauliches Corporate Design zur weiteren Bearbeitung.

 
Übersicht über die Wettbewerbsarbeiten


1. Rang 1610

Gerhards & Glücker Architekten und Museumsgestalter BDA, Berlin
Entwurfsverfasser: Carsten Gerhards, Andreas Glücker
Hilfskräfte und Studierende: Jan Köpper, Dipl. Designer

unit-Design GmbH, Frankfurt am Main
Entwurfsverfasser: Bernd Hilpert, Professor Peter Eckart
Angestellte Mitarbeiter: Florian Kleene
Freie Mitarbeiter: Robert Cristinetti

"Unsere Strategie ist es, den disparaten Ausstattungsbestand durch die prägnanten Primär- und Sekundärmodule bei minimalem Materialeinsatz zusammenzuhalten." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Arbeit 1610 überzeugt durch ein gut formuliertes System von prägnanten, unterschiedlich kombinierbaren Modulen. Die unter anderem von der Möblierung aus Goethes Gartenhaus abgeleiteten Objekte werden zu elementaren Möbeln, an die man sich erinnert. Dabei werden die Möbel nicht nur in ihrer Funktion, sondern als Zeichen, als metaphorische Elemente wahrgenommen. Die Jury ist der Ansicht, dass sich die vorgeschlagenen Objekte, unterstützt durch das reduzierte Leitsystem und den Einsatz von (Goethe-) Grün als einzige Farbe in den heterogenen Umgebungen der Goethe-Institute durchsetzen können. Die einzelnen Elemente dieser Arbeit vereinen sich zu einem sehr stimmigen Bild von Offenheit und Dialogfähigkeit, was der Geisteshaltung des Goethe-Instituts entspricht.

1610 alle



2. Rang 1611

büro uebele, Stuttgart
Entwurfsverfasser: Andreas Uebele
Angestellte Mitarbeiter: Karin Dittmann, Katrin Häfner, Carolin Himmel, Beate Kapprell, Angela Klasar, Kristina Reuter
Hilfskräfte und Studierende: Stefan Becker, Anja Klein

büro für gestaltung zieglerbürg, Stuttgart
Entwurfsverfasser: Diane Ziegler, Stefanie Bürg
Angestellte Mitarbeiter: Miriam Kreil
Hilfskräfte und Studierende: Lena Andratschke, Benjamin Wedig

"Das Thema des Entwurfes wird aus der Schrift als geschriebene Sprache hergeleitet: Gedichte Goethes werden zu schwarz-weißen Zeilen, die sich als Textur durch alle Räume ziehen. Die Möblierung wird ebenfalls aus der Schrift abgeleitet: Das Auf-und-Ab aus Versalien, Oberlängen und Kleinbuchstaben bildet Sitz- und Thekenmöbel.“"(Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts

Der Entwurf 1611 sticht besonders dadurch heraus, dass eine starke, überzeugende Grundidee in einen Entwurf übersetzt wurde. Die Idee aus Schrift beziehungsweise Texten Goethes ein Gestaltungsprinzip abzuleiten, wurde von der Jury ausdrücklich gelobt. Diese Idee wurde in allen Gestaltungselementen konsequent durchdekliniert. Seitens der Jury bestehen vor allem Bedenken bezüglich der Migrationsfähigkeit dieses Corporate Designs in bestehende Institute sowie seines Zusammenspiels mit bestehenden Elementen. Das Hauptargument gegen den ansonsten in sich sehr stimmigen Entwurf war jedoch die zu große Diskrepanz zwischen dem heutigen, als auch dem in die Zukunft projizierten Leitbild des Goethe-Instituts. Die Anwendungen im Raum konnten nicht als stimmiges Abbild der CI des Goethe-Instituts identifiziert werden.

1611 alle

 

2. Rundgang 1606

Design Stauss Grillmeier, München
Entwurfsverfasser: Professor Kilian Stauss, Josef A. Grillmeier
Angestellte Mitarbeiter: Maxi Meilick

Studio Professor Haegele, München
Entwurfsverfasser: Professor Rainer Haegele

"Die Goethe-Institute benötigen Instrumente, die sich zueinander verhalten wie Familienmitglieder. Der Mensch ist der Maßstab der Goethe-Institute, nicht das Gebäude und auch nicht das Produkt. Alle vom Goethe-Institut verwendeten Instrumente müssen sich am Menschen orientieren." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts 

Das Konzept der Arbeit 1606, die Goethe-Institute mit mehreren Einzelelementen von reduzierter Farbigkeit zu ergänzen, wird unterschiedlich beurteilt. Das bescheidene Auftreten kommt einerseits dem Charakter des Goethe-Instituts entgegen, kann jedoch dazu führen, dass die Eingriffe nicht als identitätsstiftend wahrgenommen werden. Die Jury ist der Meinung, dass die einzelnen Module kein stimmiges Gesamtbild ergeben und auch zentrale Fragen der Funktionalität nur unzureichend beantwortet werden. So erscheint etwa die fehlende Stapelbarkeit des vorgeschlagenen Stuhls oder der weltweite Einsatz des Materials Filz als zentrales Element fragwürdig.

1606 alle


2. Rundgang 1607

Design Company Agentur GmbH, München
Entwurfsverfasser: Hubert Grothaus
Angestellte Mitarbeiter: Vivian Bond-Grothaus, Angelika Wenda, Yvonne Poetsch
Hilfskräfte und Studierende: Horst Wittmann

!Aufgrund der unterschiedlichen Architektur an den verschiedenen Standorten werden Elemente mit hoher Symbolkraft entwickelt, die sich flexibel und freistehend in die vorhandenen Räume implementieren lassen: Eichenholzstäbe mit eingelassenem Plexiglas und Beschriftung dienen als Orientierungssystem; weiße Inselelemente mit Theke, Tisch und Sitzbänken setzen, zusammen mit Farbigen Wänden Akzente im Raum." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Jury beurteilt die Beschränkung des Entwurfs auf wenige Elemente positiv. Während die vorgeschlagenen Farben zur Orientierung überzeugen, ergibt sich aus dem Abweichen vom Logo des Goethe-Instituts kein Gewinn. Auch die Tauglichkeit des an sich ästhetisch überzeugenden Holzstabs im täglichen Gebrauch wird bezweifelt.Die Inselinstallattionen bleiben in der vorgeschlagenen Form fragwürdig. 

1607 alle


2. Rundgang 1608

Goetz Hootz Castorph Architekten und Stadtplaner GmbH, München
Entwurfsverfasser: Katrin Hootz
Angestellte Mitarbeiter: Lisa Messer
Hilfskräfte und Studierende: Marianna Dörfler

GardenersAmmonBlumeGbR, Frankfurt am Main
Entwurfsverfasser: Ines Blume
Hilfskräfte und Studierende: Ulrike Ginkel, Sybille Neumeyer

"Alle gestalterischen Eingriffe sind additiv. Sie werden dem Gebäude beigestellt, angelehnt und unterstützen so die räumliche Idee. Das Gebäude dient als Hülle, Bühne, Inszenierung."(Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Das Konzept der Arbeit 1608, mit minimalen Eingriffen die Wiedererkennbarkeit zu erhöhen, wird von der Jury positiv bewertet. Jedoch können der Einsatz der Typografie, sowie die dargestellte Möblierung nicht überzeugen. Die Jury ist der Meinung, dass die Elemente in ihrer Gesamtheit zu wenig Kraft haben, um sich in den heterogenen Umgebungen der Goethe-Institute identitätsbildend durchzusetzen.

1608 alle

 

2. Rundgang 1609

Heide & von Beckerath, Berlin
Entwurfsverfasser: Tim Heide, Verena von Beckerath
Hilfskräfte und Studierende: Kevin Helms, Jan Derveaux, Henrike Körtemeyer

Manuel Raeder, Berlin
Entwurfsverfasser: Manuel Raeder
Hilfskräfte und Studierende: Rikard Heberling

"Der intime Charakter der vorhandenen Institutsräume soll bewahrt werden. Es wird ein System angeboten, dass den Benutzern die Möglichkeit zur Anwendung, Interaktion und zur persönlichen Identifizierung gibt. Bedruckte Magnetfolien können auf einem modularen Möbelsystem befestigt werden, das auf DIN-Maßen beruht." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Arbeit 1609 hat einen spannenden konzeptionellen Ansatz, schafft es jedoch nicht, diesen in einen überzeugenden Entwurf zu übersetzen. So konnte das Möbelsystem mit magnetischer Oberfläche und Magnettafeln als Leitsystem nicht überzeugen, zumal auch die Vorgaben für das grafische Corporate Design ohne Beachtung bleiben. Die Jury ist der Ansicht, dass die Wiedererkennbarkeit der Goethe-Institute mit den vorgeschlagenen Maßnahmen nicht signifikant erhöht werden kann.

1609 alle


2. Rundgang 1612

KSV Krüger Schuberth Vandreike, Berlin
Entwurfsverfasser: Bertram Vandreike
Angestellte Mitarbeiter: Michael Korb
Hilfskräfte und Studierende: Philipp Janke
Fachberater: Emmanuel Weu (Visualisierungen)

POLYFORM Götzelmann, Schumann, Stark GbR, Berlin
Entwurfsverfasser: Joachim Schumann, Katrin Middel, Susan Schepe

"Kultureller Austausch entsteht durch Dialog und gegenseitiges Interesse. Nur wer sich zeigt ist identifizierbar, und eine Begegnung wird möglich." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Arbeit 1612 schlägt ein sehr konsequent und bis ins Detail durchdachtes System von Möblierung und Typografie vor. Positiv bewertet wird vor allem der spielerische Umgang mit Sprache, während die Prägnanz der vorgeschlagenen Möblierung als eher schwach bewertet wird.Die Möblierung trägt der geforderten Wiedererkennbarkeit nicht ausreichend Rechnung.

1612 alle


2. Rundgang 1614

gernot schulz architektur, Köln
Entwurfsverfasser: Professor Gernot Schulz Architekt BDA
Angestellte Mitarbeiter: Ufuk Celik, Marcus Wagner, André Zweering,
Raphaella Burhenne de Cayres

22quadrat
Patrick Voigt, Osnabrück
Entwurfsverfasser: Denis Vidinski, Patrick Voigt

"Die Kerninhalte der täglichen Arbeit in den Goetheinstituten, das Vermitteln deutscher Sprache und Kultur, zu thematisieren und in den Vordergrund des einheitlichen Erscheinungsbilds der Goethe-Institute zu stellen."(Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Die Stärke des Entwurfs 1614 liegt vor allem in der Außenwirkung und in dem vorgeschlagenen Einsatz von Medien. Positiv bewertet wurde die farbliche Codierung der Ankerräume, während die dazu vorgeschlagene Möblierung zu schwerfällig erscheint und nicht den funktionalen Anforderungen des Goethe-Instituts genügt. Auch bestehen von Seiten der Jury Bedenken hinsichtlich der Wiedererkennbarkeit von Leitsystem und Möblierungsvorschlag sowie bezüglich dessen Machbarkeit.

1614 alle


1. Rundgang 1613

Lorber + Paul Architekten, Köln
Entwurfsverfasser: Annette Paul, Gert Lorber
Angestellte Mitarbeiter: Kathrin Sorge
Hilfskräfte und Studierende: Maria Gomes

res d Rebecca Schröder Design, Köln
Entwurfsverfasser: Rebecca Schröder
Freie Mitarbeiter: Gesine Voss

"Der Entwurf hat drei Themen: sogenannten 'Deutschlandschaften', die Vernetzung der Institute und den Kreis. Großformatige Landschaftsfotografien auf Fenstern und Wänden bilden die sogenannten 'Deutschlandschaften' als deren Pendant eine Echtzeitkommunikation die Institute Weltweit verbindet. Der Kreis wird aus dem Institutslogo hergeleitet: Kreisförmige Rauminseln schaffen eine räumliche Prägung." (Aus der Leitidee der Verfasser)

Beurteilung des Preisgerichts
Der Entwurf 1613 nimmt die Kreisform des Goethe-Logos als konzeptionelle Grundlage für die Gestaltung des baulichen Corporate Design. Die Jury hält sowohl den Ansatz als auch die daraus abgeleitete Möblierung für ungeeignet. Die Kreisform kann keine räumlichen Probleme lösen und ist zudem aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisierbar. Die Jury hebt hervor, dass das Leitsystem solide ausgearbeitet ist.

1613 alle

 

Wettbewerbsverfahren

Art des Wettbewerbs

Das Verfahren wurde als einstufiger, anonymer Realisierungswettbewerb im kooperativen Verfahren in Anlehnung an die GRW 1995 durchgeführt. Vorgeschaltet war ein offenes Bewerbungsverfahren. Zur Teilnahme zugelassen waren gemäß Bekanntmachung vom 18. November 2008 Teams aus Architekten und Designern. Am 23. Januar 2009 bestimmte ein Auswahlgremium die 9 Wettbewerbsteilnehmer aus insgesamt 59 Bewerbern.
In einem kooperativen Zwischenkolloquium am 13. März 2009 fand ein Meinungsaustausch zwischen Auslober, Preisrichtern, Sachverständigen, Vorprüfung und Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und über mögliche Lösungen statt.


Verfahrensbeteiligte

Auslober
Goethe-Institut e. V.
vertreten durch das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Fasanenstraße 87
10623 Berlin

Koordination und Durchführung
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Referat A2
Beate Hückelheim-Kaune (Referatsleitung)
Markus Popp (Projektleitung)
Fasanenstraße 87, 10623 Berlin

Stimmberechtigte Fachpreisrichter
Professor Daniela Haufe, Designerin
Professor Dieter Zimmer, Architekt
Professor Achim Heine, Designer
Jens-Ole Kracht, Designer

Stellvertretende Fachpreisrichter
Oda Pälmke, Architektin
Sibylle Schlaich, Designerin

Stimmberechtigte Sachpreisrichter
Professor Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident Goethe-Institut
Beate Hückelheim-Kaune, BBR
Sabine Bloch, Auswärtiges Amt

Sachverständige Berater
Ulla Brunckhorst, Innenarchitektin, BBR, Referat A2
Stephan Cordes, Architekt, Goethe-Institut

Vorprüfer
Friedhelm Gülink, Architekt
Christian Speelmanns, Dipl.-Ing. (Architektur)

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