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Deutsches Historisches Institut Paris

Foto: Ansicht der Fassade zur Rue Parc-Royal. Foto 1999Ansicht der Fassade zur Rue Parc-Royal. Foto 1999


ARCHITEKTJean Thiriot (1590-1647)
SANIERUNGSARCHITEKTENJean Pierre Bertolotti, Hans W. Brand, Angelika Kutzmutz
WETTBEWERB-
GRUNDSTÜCKSGRÖSSE1.232
HAUPTNUTZFLÄCHE1.885
GESAMTKOSTEN12,86 Mio. DM
BAUBEGINNJuni 1992
FERTIGSTELLUNGJanuar 1994
BAULEITUNGBundesbaudirektion
GARTENGESTALTUNGBüro Bertolotti, Brand, Kutzmutz
EINRICHTUNGBüro Bertolotti/Brand und Bundesbaudirektion
KUNST AM BAUKlaus Rinke

Deutsches Historisches Institut Paris

Das Deutsche Historische Institut in Paris (DHIP) umfasst ein breites Arbeitsfeld von den deutsch-französischen Beziehungen im Mittelalter bis hin zu denen der Gegenwart. Neben der Geschichtsforschung hat das Institut die Aufgabe, auf fachlicher Ebene Beziehungen zwischen deutschen und französischen Historikern zu vermitteln und für wissenschaftliche Anfragen zur Verfügung zu stehen.

1988 übernahm das DHIP ein jahrhundertealtes adeliges Stadthaus, welches die Bundesrepublik zuvor erworben hatte. Charles Duret de Chevry, der eine hohe Stellung in der Königlichen Verwaltung bekleidete, ließ es 1620 von Jean Thiriot erbauen. Das Gebäude sollte jedoch nicht zu seinem Domizil werden, der Bauherr gedachte vielmehr, es als Mieteinnahmequelle zu nutzen. Nach zahlreichen verschiedenen Nutzungen des Hôtels über die Jahrhunderte hinweg übernahm es schließlich 1925 eine traditionsreiche französische Spirituosenfirma. Sie ließ das Gebäude in den 30er Jahren in wesentlichen Teilen ihren Bedürfnissen entsprechend verändern. Eine damals noch erhaltene alte Mauer, die den Ehrenhof zur Straße hin abschirmte, wurde abgerissen und die Fassaden in Farbe und Form dem Bild des nahe gelegenen Place des Vosges angeglichen. Als das DHIP das Haus übernahm, waren von dem, was Thiriot ursprünglich gebaut hatte, nur noch die Außenmauern der Seitenflügel zur Straße und der Querbau erhalten. Dementsprechend brauchte auf architekturgeschichtlich Wertvolles zumindest im Inneren kaum Rücksicht genommen werden, so dass die Räume den Bedürfnissen des Institutes weitgehend angepasst werden konnten. In dem zum Teil völlig entkernten Haus fanden nun ein Lesesaal, eine Bibliothek, ein Konferenzsaal sowie Einzelbüros für die Verwaltung Platz. Die Sanierungsarchitekten schufen in dem alten Baukörper Räume, die den Ansprüchen einer modernen Forschungseinrichtung genügen. Trotzdem war es auch ihr Anliegen, dem Haus durch die Verwendung von traditionellen Materialien, seiner Nutzung als Institut für Geschichte entsprechend, etwas "Historisches" zu geben.

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