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Deutsche Akademie Rom, Villa Massimo

Villa Massimo

STIFTEREduard Arnhold (1849-1925)
ARCHITEKTMaximilian Zürcher (1868-1926)
BAUZEIT1910-1913
EINRICHTUNGZürcher, Tuaillon
KUNST AM BAULouis Tuaillon
SANIERUNGSARCHITEKTENHahn Helten Generalplaner
GRUNDSTÜCKSGRÖSSE32.500
BRUTTOGESCHOSSFLÄCHE (BGF)6.628
BRUTTORAUMINHALT (BRI)32.728
GESAMTKOSTEN DER INSTANDSETZUNG5,2 Mio. EURO
BAUAUSFÜHRUNGImpresa Valoppi s.r.l.
BAUZEITSeptember 2000 - Februar 2003
BAULEITUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung-Bauleitung Rom

Deutsche Akademie Villa Massimo

Trotz des Titels "Akademie" wird in der Villa Massimo weder gelehrt noch ausgebildet. Hier wird eine seit Jahrhunderten bestehende europäische Tradition weitergeführt, mit der Vergabe eines "Rompreises" die Qualität der nationalen Kunst zu heben. Neben Deutschland unterhalten auch andere Länder ähnliche Akademien in Rom. Während der Bund die Finanzierung der Gebäude und des Personals übernimmt, ist es Aufgabe der Länder, die Künstler auszuwählen und sie mit einem Stipendium auszustatten. Ein bestimmter Anspruch, wie z. B. sich gezielt mit den Kunstwerken Roms auseinander zusetzen, wird an die dort weilenden Künstler nicht gestellt.

Die Akademie - die ursprünglich keine staatliche Einrichtung war - geht auf die Initiative eines jüdischen Mäzens zurück. Der im Laufe seines Lebens zu erheblichem Wohlstand gekommene Berliner Unternehmer und Kunstsammler Eduard Arnhold stiftete 1910 diese Einrichtung dem Staat, um den von der Preußischen Akademie der Künste ausgezeichneten bildenden Künstlern eine Wohn- und Arbeitsstätte zu geben. Mit den Mitteln Arnholds entstanden auf einem ehemals dem Fürsten Massimo gehörenden Grundstück ein Haupthaus, zehn Künstlerateliers und Nebengebäude. Die Bauten gehen auf die Entwürfe des aus der Schweiz stammenden Max Zürcher zurück. Mit seinen Anklängen an den Römischen Barock stellt das auch als Ausstellungsraum genutzte Hauptgebäude ein Hauptwerk unter den wenigen Gebäuden dar, die der Architekt verwirklichen konnte. Die Nutzung der Villa Massimo war jedoch zunächst nur von kurzer Dauer. Nachdem die ersten Rompreisträger 1913 ihre Ateliers bezogen hatten, fiel die Villa schon wenig später im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg unter die Konfiszierung. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die erst Ende der 20er Jahre zurückgegebene Anlage erneut beschlagnahmt. Sie konnte ab 1957 wieder von Künstlern aus der Bundesrepublik genutzt werden. Während zuvor hauptsächlich bildende Künstler Aufnahme fanden, wurden jetzt auch Schriftsteller und Komponisten mit einem Stipendium ausgestattet. Dies machte u. a. einen weitgehenden Umbau der ursprünglich für Maler und Bildhauer geschaffenen Atelierhäuser unter Leitung des Bundesamtes notwendig, da nun eine flexible Nutzung aller Studios als Wohn- und Arbeitsraum nötig wurde. Während einer dreijährigen Schließung des Akademiebetriebes konnten die Gebäude in einem Kostenrahmen von 5,2 Mio. Euro entsprechend den gewandelten Bedürfnissen umfassend saniert und neu strukturiert werden. Im Frühjahr 2003 wurde dann die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo wiedereröffnet und hat sich seitdem mit einem reichen Veranstaltungsprogramm erneut in der italienisch-römischen Kunst- und Kulturlandschaft etabliert.

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