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Deutsch-Italienisches Zentrum Villa Vigoni

Foto: Hauptfassade der Villa GarovaglioHauptfassade der Villa Garovaglio von Südost. Blick auf die Eingangsloggia und den zum Teil abfallenden Garten. Links benachbart die Villa Vigoni. Foto 1997

VILLA VIGONI  
ENTWURFSKONZEPTBundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) und Rolf Reuter, Mailand
AUSFÜHRUNGSPLANUNGRolf Reuter, Mailand
INNENARCHITEKTURBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
BAULEITUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
GRUNDSTÜCKSGRÖSSEcirca 10.300
HAUPTNUTZFLÄCHE1.544
GESAMTKOSTEN6,95 Mio. DM
BAUAUSFÜHRUNGMBH Berlin
BAUBEGINNSeptember 1988
FERTIGSTELLUNG2003
 
VILLA GAROVAGLIO 
ENTWURFSKONZEPTBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
AUSFÜHRUNGSPLANUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung und Rolf Reuter, Mailand
INNENARCHITEKTURBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
BAULEITUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
HAUPTNUTZFLÄCHEcirca 1.400
GESAMTKOSTEN6,6 Mio. DM
BAUAUSFÜHRUNGProgetti costruzioni, Genua
BAUBEGINNMai 1994
FERTIGSTELLUNGNovember 1996

Begegnungsstätte am Comer See

An der Westseite des Comer Sees liegt der kleine Ort Loveno. Hier erwarb Anfang des 19. Jahrhunderts der aus Deutschland stammende Heinrich Mylius ein weitläufiges Grundstück mit einem kleinen Landsitz, drei weiteren Gebäuden und einigen ländlichen Bauten. Der vermögende Mylius tat sich nicht nur als Mäzen hervor, sondern begründete in Loveno eine Tradition von deutsch - italienischen Gesprächsrunden. Diesem geistigen Austausch fühlten sich auch die nachfolgenden Generationen verpflichtet. Der letzte Erbe der Familie, Don Ignatio Vigoni Medici di Marignano, entschloss sich, das Anwesen als "Aufenthaltsort für politische und diplomatische Persönlichkeiten, für Natur- und Geisteswissenschaftler und Künstler sowie als Sitz eines Zentrums hoher deutsch - italienischer Kultur" zu stiften. Im Sinne des Vermächtnisses trat die Bundesrepublik 1983 das Erbe an.

Das zentrale Gebäude der Tagungsstätte ist die von einem großen Landschaftsgarten umgebene Villa Vigoni. Mylius ließ sie 1829 von dem Mailänder Architekten Gaetano Besia als Sommersitz ausbauen und zwei Seitenflügel anfügen. Der nach außen schlicht erscheinende, dreigeschossige Bau hat einige erhaltene, mit reicher Dekoration und wertvollen Malereien versehene Innenräume, die vom Bundesamt denkmalpflegerisch instand gesetzt und technisch erneuert wurden. Zudem waren Gästeräume, PC-Arbeitsplätze, Bibliotheken sowie ein Speisesaal zu schaffen. Die ebenfalls vorsichtig zu modernisierende Villa Garovaglio befindet sich als zweiter Teil der Begegnungsstätte auf dem Nachbargrundstück. Sie ist kein in sich geschlossener Baukörper, sondern besteht an der Straßenseite zum Ort hin aus einer Ansammlung von alten Häusern entlang einer schmalen Gasse. Ihre Seite zum See erfuhr dagegen im 19. Jahrhundert eine Zusammenfassung zu einer Schaufassade. Hier sind die größeren Konferenz- und Verwaltungsräume untergebracht. Die kleinteiligere Fassadenseite zur Straße wird für Gästewohnungen genutzt. Trotz all dieser Umbauten blieb im Innern und Äußeren der eigenwillige Charakter der Villa Garovaglio als eine Zusammenfügung von zahlreichen Gebäudeteilen erhalten.

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