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Deutsche Botschaft Tiflis, Georgien

Neubau von Kanzlei- und Residenzgebäude

Animation Straßenansicht Deutsche Botschaft Tiflis Deutsche Botschaft TiflisAnimation Straßenansicht Deutsche Botschaft Tiflis Quelle: wulf architekten Stuttgart

Nutzung / NutzerDeutsche Botschaft Tiflis, Neubau von Kanzlei und Residenz, Auswärtiges Amt
AdresseKrtsanissi Straße, Isani-Samgori-Bezirk, Tiflis
Architekt/Generalplanerwulf architekten GmbH, Stuttgart
ProjektleitungBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat III A 3
Gesamtkosten*15,9 Millionen Euro (Stand Auslobung Wettbewerb)
Wettbewerb und ErgebnisseInterdisziplinärer Wettbewerb für Architekten und Landschaftsarchitekten mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren
Baubeginn / Fertigstellung2017 / 2019
Nutzfläche2.988 Quadratmeter
Bruttogrundfläche5.770 Quadratmeter

*Stand der haushaltsrechtlich anerkannten Kosten einschließlich der Honorare. Aufschläge für allgemeine Risiken und zwischenzeitliche Preisindexsteigerungen sind nicht enthalten.

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung wurde 2013 mit dem Neubau der Deutschen Botschaft (Kanzleigebäude mit der Reisekosten-Visa-Stelle, Residenz und Nebengebäude) in Tiflis/Georgien beauftragt. Die Neubauten sollen auf einem bundeseigenen zirka 7.300 Quadratmeter großen unbebauten Hanggrundstück in Tiflis errichtet werden.

Das Areal befindet sich oberhalb von Tiflis und ist Bestandteil eines geplanten Botschaftsviertels. In direkter Nachbarschaft wurde bereits die Auslandsvertretungen der Europäischen Union und Großbritanniens errichtet. Neben der Errichtung der Deutschen Botschaft sollen weitere folgen. Das Gelände ist geprägt durch einen wertvollen Baumbestand, der trotz der umfangreichen Baumaßnahmen weitgehend erhalten werden kann. Die Hanglage mit Ausrichtung auf das Stadtzentrum ermöglicht dem Planer die Schaffung von reizvollen Sichtbeziehungen auf die Stadt. Insgesamt bietet das Areal die Möglichkeit für einen repräsentativen Neubau

In der Auslobung des 2014 durchgeführten Planungswettbewerbes wurde die Beschäftigung mit dem Land Georgien, dessen Kultur und Traditionen ebenso gewünscht wie eine ressourcenschonende Materialität der Baukonstruktion. Der Preisträgerentwurf von wulf architekten GmbH, Stuttgart, hat die in der Region traditionelle Lehmbauweise als gestaltprägendes Mittel für die Fassade aufgegriffen.

Der Stand der bisherigen Planungen und Untersuchungen zur Stampflehmfassade zeigt, dass die notwendigen Qualitäten hinsichtlich Sicherheit und Repräsentanz  mit der vorgeschlagenen Lehmbauweise erreicht werden. Im Botschaftsbau erfolgt die Anwendung erstmalig. Die Stampflehmfassade wird eine positive Außenwirkung des Botschaftsneubaus hinsichtlich Nachhaltigkeit, Technologietransfer und Ökologie unterstützen.

Die Planung wird durch ein zeitgemäßes Energiekonzept unter Einbeziehung erneuerbarer Energien abgerundet. Die energiepolitischen Ziele des Bundes mit Einhaltung der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 werden ebenso erreicht, wie die für den Auslandsbau erforderliche Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit der Anlagentechnik.

Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele des Bundes erfolgt in Anlehnung an den Leitfaden "Nachhaltiges Bauen". Die Zielsetzungen wurden sachgerecht an die Besonderheiten des Standortes und der Entwurfsplanung angepasst.

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