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Deutsches Institut Taipei / Taiwan

Etagen-Neuunterbringung der Kanzlei im Taipei 101

Hochhaus Taipei 101Hochhaus Taipei 101

ARCHITEKTTurner & Townsend GmbH, Deutschland
St.-Martin-Str. 76
81541 München
BRUTTOGESCHOSSFLÄCHEcirca 1.685
BRUTTORAUMINHALTcirca 7.162
NUTZFLÄCHEcirca 984
BAUKOSTEN3,4 Mio. Euro
PLANUNGSBEGINN08.01.2009
BAUBEGINNcirca 01.07.2011
FERTIGSTELLUNGcirca 18.11.2011
PROJEKTLEITUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat III A1
FACHINGENIEUREBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat III S2

Die Bundesrepublik Deutschland wird in der Chinesischen Republik Taiwan durch das "Deutsche Institut Taipei", im Status dem einer Deutschen Botschaft vergleichbar, diplomatisch vertreten.

Wie durch das BBR 2008 festgestellt, konnte das Deutsche Institut in der bisherigen Unterbringung auf Grund baulicher Mängeln nicht mehr länger verbleiben, so dass das Auswärtige Amt die 33. Etage im "Taipei-101-Tower", dem bis dahin mit 509 mhöchsten Gebäude der Welt, für eine dortige Neuunterbringung angemietet hat. Die Umsetzung des erteilten Planungsauftrages, in einem Wolkenkratzer dieser Größe (101 Stockwerke, circa 412.000 Quadratmeter Nutzfläche, 61 Aufzüge, 100.000 Besucher täglich, 1,6 Mrd. Euro Baukosten) in einem Gebiet, das täglich von Erdbeben und Wirbelstürmen bedroht ist, stellte eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar.

Hier galt es nach Aufstellen der Machbarkeitsstudie, einschließlich der Klärung der Erdbebensicherheit, nicht nur den Raumbedarf von circa 1.700 Quadratmetern Nutzfläche auf einer circa 2.600 Quadratmeter großen Hochhausetage funktionsgerecht unterzubringen. Das wesentliche Problem stellte dabei das Integrieren der deutschen Anforderungen in Bezug auf die ausgeschriebene Bauqualität und die weitestgehend einzuhaltenden Richtlinien in ein stark abweichendes örtliches Gebäudekonzept dar.

Die bisherigen Schwierigkeiten im Ausschreibungsverfahren für einen geeigneten taiwanesischen Generalunternehmer, und bei der grundsätzlichen Abstimmung mit dem Towermanagement des 101 im Baugenehmigungsverfahren, haben so zu erheblichen Terminverzögerungen geführt. Darüber hinaus hat das Auswärtige Amt nach dem unerwarteten Wegfall der Visum-Pflicht für taiwanesische Bewohner bei Reisen in EU-Länder am 14.01.2011 seinen Planungsauftrag an das BBR nochmals korrigiert. Das BBR hat daher aktuell einen vorübergehenden Baustopp verhängen müssen. Die Planung wurde aktualisiert um anschließend die erforderliche Nachtragsbaugenehmigung bei der örtlichen Architektenkammer und dem Towermanagement einholen zu können.

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