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Botschaft Peking

Abbildung: Die Deutsche Botschaft stellt sich inzwischen "chinesischer" als ihre Umgebung dar. Ansicht von SüdwestDie Deutsche Botschaft stellt sich inzwischen "chinesischer" als ihre Umgebung dar. Ansicht von Südwest. Foto 1998

ARCHITEKTENKammerer + Belz, Kucher und Partner, Stuttgart
WETTBEWERBnicht durchgeführt
GRUNDSTÜCKSGRÖSSE12.878
KANZLEI3.508
RESIDENZ1.310
GEBÄUDEVOLUMEN69.931
GESAMTKOSTENrund 41 Mio.
BAUAUSFÜHRUNGPhilipp Holzmann AG, Neu-Isenburg
BAUBEGINNMai 1995
FERTIGSTELLUNGJuli 1998
GARTENGESTALTUNGKBK+P mit Lutz und Partner
EINRICHTUNGKammerer + Belz, Kucher und Partner
KUNST AM BAUCroissant, Dornseif, Kaminski
PROJEKTLEITUNGBundesamt für Bauwesen und Rauordnung
Referat IIIA3
BAULEITUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung


Botschaft Peking

Ähnlich wie beim Neubauvorhaben der Moskauer Botschaft war der Erwerb eines Grundstückes in Peking nicht möglich, so dass 1980 ein Abkommen zur gegenseitigen Überlassung von Botschaftsgrundstücken in Peking und Bonn beschlossen wurde. Die wachsende Bedeutung Chinas als Wirtschaftsmacht, die bei dem Botschaftsplanungsvorhaben immer wieder zu Änderungen führte sowie die Folgen der Wiedervereinigung schoben den Beginn der Bauarbeiten bis in das Jahr 1995 hinaus. Für die ursprünglich auf dem Gelände geplante Schule musste ein neuer Bauplatz gefunden werden.

Die Stuttgarter Architekten nehmen mit der Konzeption der Botschaftsanlage sowohl in städtebaulicher als auch in architektonischer Hinsicht traditionelle chinesische Züge auf. Wie bei den alten Wohnvierteln Pekings, den Hu-tongs, wird die Gesamtanlage durch eine hohe Mauer abgeschirmt. Dahinter befinden sich vier größere Gebäude, die streng axial angelegt sind und durch überstehende, flach geneigte Dächer an alte chinesische Baugewohnheiten erinnern. Links und rechts entlang der beiden Grundstücksschmalseiten sind verschiedene Nebengebäude zu langen, niedrigen Baukörpern zusammengefasst. Die Kanzlei befindet sich als größter Trakt in der Mitte der Anlage und prägt an ihrer Eingangsseite eine Art Ehrenhof, der gleichzeitig von der Residenz und einem Mehrzweckgebäude eingerahmt wird. Neben diesem südlichen Vorhof, durch den der Besucher das Anwesen betritt, gibt es mit dem kleinen Nord- und dem großen Südgarten zwei weitere Freiräume, die jedoch als Erholungsbereiche konzipiert sind. Die dreigeschossige Kanzlei wird durch eine über alle Geschosse offene, repräsentative Halle erschlossen, durch welche man im Erdgeschoss geradewegs in einen mittig dahinter gelegenen Mehrzweckraum gelangt, der seinerseits zum Innenhof geöffnet ist. Die wesentlich kleinere, zweistöckige Residenz ist ebenfalls über einem zentralen Raum, der sich über die Höhe des gesamten Gebäudes erstreckt, zu betreten. Die Gesellschaftsräume befinden sich im Erdgeschoss, die Wohnung des Botschafters im Obergeschoss. Die Solidität und Ruhe, die das Gebäudeensemble mit ihren relativ niedrigen Häusern vermittelt, erfährt durch den Grundton der Außenmauern aus sandfarbenen und graubraunen Steinen eine Verstärkung.

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