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Deutsche Botschaft Lima

Umbau Residenz

Abbildung: Residenz LimaResidenz Lima

GRUNDSTÜCKSGRÖSSE4.140
BRUTTO-GRUNDRISSFLAECHE872
KOSTENRAHMEN880.000 Euro
BAUBEGINNOktober 2003
FERTIGSTELLUNGOktober 2004
INNENAUSSTATTUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat A 2

Die alte Residenz des Deutschen Botschafters in Lima, Peru wurde in nur einem Jahr umfangreich umgebaut und konnte im Oktober 2004 übergeben werden. Die Residenz ist nach dem Umbau insgesamt kompakter, was dazu beiträgt, dass die Außenbereiche und die herrliche Aussicht besser genutzt werden können. Durch eine klare Gliederung in amtlichen Repräsentationsbereich, Privatbereich und Wirtschaftsbereich wurden eindeutige, funktionale Beziehungen innerhalb dieser Bereiche und zwischen ihnen geschaffen.

Das bestehende Residenzgebäude wurde zum Teil abgerissen bzw. umgebaut und hergerichtet.

Ursprünglich war vorgesehen, die nicht mehr funktionierenden bzw. völlig überalterten haustechnischen Anlagen zu erneuern. Als sich jedoch der Sanierungsaufwand der weitläufigen Residenzanlage als sehr aufwendig und kostspielig herausstellte, wurde beschlossen, eine Gesamtsanierung mit Umbau zu planen und durchzuführen.

Vom ursprünglich rund 6.540 Quadratmeter großen Residenzgrundstück wurde der tiefer gelegene Teil von rund 2.400 Quadratmeter für rund 520 000 US $ verkauft. Aufgrund der Grundstücksteilung musste das Schwimmbad verlegt und die Außenanlagen neu geplant werden. Die verbleibende Grundstücksgröße von rund 4.140 Quadratmeter ist nach der Umbauplanung für den Residenzbetrieb ausreichend groß. Der Erwerber des unteren Teilgrundstücks ist der im Kaufvertrag vereinbarten Auflage zur Errichtung einer von uns höhenmäßig vorgegebenen Grenzstützmauer inzwischen nachgekommen. Auch die Höhe der Bebaubarkeit des abgetretenen Teilgrundstücks wurde vertraglich so festgelegt, dass man von der Residenz nach wie vor eine ungestörte Aussicht auf die Stadt Lima hat.

Im weitläufigen Erdgeschoss befanden sich vorher sowohl der private Wohntrakt des Botschafters als auch die amtlichen Repräsentationsräume der Residenz. Das Erdgeschoss wurde vollständig entkernt; durch den Teilabbruch von rund 325 Quadratmeter wurde ein privater Außenbereich geschaffen, in dem ein neues Schwimmbecken und eine Pergola in angemessenen Dimensionen untergebracht werden konnte. Durch diese Maßnahme wurde der Außenraum klar strukturiert: Hinter dem Haus wurde der private Gartenbereich mit Pool und Pergola in wohnlichem Ambiente angelegt, auf der Vorderseite des Gebäudes ein repräsentativer Außenraum mit weitläufigen Terrassen und gärtnerischen Anlagen für offizielle Anlässe geschaffen.

Im Obergeschoss befand sich im vorderen Bereich eine langgestreckte "Bibliothek" mit geringer Raumhöhe, die weder dem Privat- noch dem amtlichen Bereich zugeordnet war, jedoch einen wunderbaren Blick über Lima bot. Im hinteren Bereich des Obergeschosses befanden sich zahlreiche, nicht benötigte Wirtschafts- und Personalwohnräume.

Um klare Strukturen zu schaffen, wurde das Obergeschoss komplett abgerissen und gemäß der neuen Planung aufgebaut. Heute ist der gesamte private Wohnbereich dort untergebracht; die Personal- und Wirtschaftsräume liegen im Erdgeschoss in Nähe der Küche und des Wirtschaftshofes.

Insgesamt ist eine Residenz entstanden, die heutigen Anforderungen und Ansprüchen in Bezug auf Funktionalität, Ausstattung und Ästhetik nachhaltig gerecht wird.

Der Bau wurde, um die Kosten für eine Zwischenunterkunft zu minimieren, in der Rekordzeit von einem Jahr – von Beginn der Planung bis zur Abnahme - realisiert, was der guten Zusammenarbeit zwischen Auswärtigem Amt, der Botschaft, den Architekten und Ingenieuren, dem Bauunternehmer und dem BBR zuzuschreiben ist.

Auch der Kostenrahmen wurde weitgehend eingehalten. Für rund 880 000 Euro inklusive Nebenkosten komplett neuer Küchen, Beleuchtung und neuer Gartenanlage wurde eine neue, den Richtlinien entsprechende B6-Residenz mit einer Bruttogrundrissfläche von rund 872 Quadratmeter (vorher: rund 1165 Quadratmeter) errichtet; berücksichtigt man den unteren Grundstücksverkauf, so betrugen die Investitionskosten nur rund 450 000 Euro.

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