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Generalkonsulat Karatschi

Ansicht der Residenz von West. Foto 1999Ansicht der Residenz von West. Foto 1999

ARCHITEKTBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
GRUNDSTÜCKSGRÖSSE6.000
GESAMT-HAUPTNUTZFLÄCHE1.170
KANZLEI664
RESIDENZ364
GESAMTKOSTENcirca 10,5 Millionen DM
BAUAUSFÜHRUNGWiemer und Trachte, Dortmund
BAUBEGINNJanuar 1995
FERTIGSTELLUNGAugust 1997
BAULEITUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
GARTENGESTALTUNGA. K. Kahn, Karatschi
EINRICHTUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung (nur Kanzlei)
KUNST AM BAUOtto Boll

Generalkonsulat Karatschi

Obwohl seit 1965 Islamabad als neue Hauptstadt Pakistans fungiert, ist die Hafenstadt Karatschi die eigentliche Handelsmetropole des islamisch geprägten Landes. Die große Bedeutung Karatschis - einer Stadt mit mehr als 14 Millionen Einwohnern - ergab für die Bundesrepublik die Notwendigkeit, dort mit einem Neubau für das Generalkonsulat vertreten zu sein. Deshalb wurde 1990 der Planungsauftrag für den Neubau von Verwaltungsgebäuden und Repräsentationseinrichtungen des Generalkonsuls an das Bundesamt gegeben. Es entstanden im von Villen geprägten Stadtteil Clifton drei zweigeschossige Hauptbaukörper, die als Querriegel über einer flacheren, ein- bis zweigeschossigen Nebengebäudeschiene liegen, welche sich entlang der südlichen Grundstücksgrenze erstreckt. Mit dieser Anordnung gelang es, den unterschiedlichen Anforderungen eines Verwaltungsbetriebes gegenüber den repräsentativen, aber auch privaten Erfordernissen des Generalkonsuls gerecht zu werden. Es wurde ein Gebäudekomplex geschaffen, dessen getrennte aber gestalterisch aufeinander Bezug nehmende Teile von außen als Einheit wahrgenommen werden. Eine besonderes architektonisches Element bekommt das Gebäudeensemble durch drei geschwungene Dächer, die schon von weitem sichtbar die drei Haupthäuser überspannen. Da Kellergeschosse wegen des feuchten, heißen Klimas und der Ungezieferplage nicht üblich sind, entstand durch die fast ein wenig an fliegende Teppiche erinnernden Metalldächer ein Ersatzraum für den fehlenden Keller auf dem Dach. Die Gestaltung der Fassaden folgt ebenfalls den klimatischen Bedingungen, die gleichzeitig auch eine ansprechende ideenreiche Gliederung zeigen. So sind auf den der Sonne zugewandten Gebäudeseiten schattenspendende Arkaden angelegt. Die Arkaden bestehen aus Pfeilern, die sich über zwei Geschosse erstrecken und horizontale durchgehende Wandscheiben tragen.

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit war ein Neubau entstanden, dessen ohnehin schon knapp bemessener Kostenrahmen noch unterschritten wurde - trotzdem wird er einem hohen gestalterischen Anspruch gerecht.

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