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Residenz Deutsche Botschaft Duschanbe, Tadschikistan

Neuerrichtung der Residenz

Außenansicht Dezember 2010Außenansicht Dezember 2010 Quelle: BBR

ARCHITEKTArchitekt André Janka, Berlin
GRUNDSTÜCKSGRÖSSE8.280
BRUTTOGESCHOSSFLÄCHE708
BRUTTORAUMINHALT2.577
HAUPTNUTZFLÄCHE317
BAUKOSTEN2,15 Mio. Euro
PLANUNGSBEGINNOktober 2007
GRUNDSTEINLEGUNG6. Oktober 2009
ÜBERGABE20. Dezember 2010
PROJEKTLEITUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat III A 3
FACHINGENIEUREBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat III S 2
BAULEITUNGArchitekt André Janka, Berlin
KUNST AM BAUHeidi Specker, Berlin

Am 20. Dezember 2010 wurde in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe der Neubau der Residenz an die Deutsche Botschaft übergeben. Der Neubau befindet sich auf einem gemeinsamen Grundstück zusammen mit der Kanzlei im nord-westlichen Abschnitt. Das Baufeld selbst bot nur eingeschränkte Platzverhältnisse, da es von zwei Seiten durch die äußere Einfriedung sowie durch eine erhaltenswerte Baumreihe und durch die Zufahrtsstraße begrenzt ist. Der Baukörper wurde deshalb als kompakter zweigeschossiger Kubus entwickelt, der in der Höhe Bezug auf die Traufkante des Kanzleigebäudes nimmt.

Das Gebäude wurde als Stahlbeton-Baukörper mit einer Standsicherheit entsprechend dem Kanzleigebäude erdbebensicher hergestellt. Es nimmt alle erforderlichen Räumlichkeiten oberirdisch auf, so dass auf eine kostenintensive und aufwendige Unterkellerung des Gebäudes verzichtet werden konnte. Ein zusätzlicher Lagerraum steht in der Kanzlei zur Verfügung.

Im oberen Geschoss befinden sich die privaten Bereiche des Botschafters, im unteren Geschoss die öffentlichen, repräsentativen Bereiche, die durch Schiebetüren miteinander verbunden oder getrennt werden können. Im Empfangsraum öffnet sich die Fassade großzügig zum Garten hin, so dass Terrasse und Garten mitgenutzt werden können.

Die Öffnungen in der Putzfassade können durch frei verschiebbare Holzelemente ganz oder teilweise geschlossen werden. Dies gliedert die Fassade immer wieder unterschiedlich und bietet außerdem Schutz vor der extremen Sonneneinstrahlung während der Sommermonate.

Die Residenz nimmt das komplementäre Farbkonzept der Kanzlei auf und kehrt es dabei um. Außen liegende Flächen sind blau, nach innen gekehrte Flächen sind orange.

Im Rahmen der Kunst am Bau wurden am Eingang zur Residenz drei Embleme aus Edelstahl mit naturalistischen Motiven angebracht, die sich auf die Landschaft und deren wesentliche Produkte von Tadschikistan und Deutschland beziehen und damit Heimat thematisieren; diese Arbeit der Berliner Künstlerin Heidi Specker ging 2009 siegreich aus einem Wettbewerb hervor.

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